Lehrer agierte international als Betrüger

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Siegsdorf - Da staunte selbst die Polizei nicht schlecht: Bei einer Kontrolle entpuppte sich ein vermeintlich unscheinbarer Lehrer als international agierender Betrüger.

Am Nachmittag, des 7. Oktober, wurde ein 59-jähriger deutscher Staatsangehöriger von einer zivilen Streifenbesatzung der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein, in der Nähe der Autobahn, im Gemeindegebiet Siegsdorf, einer Kontrolle unterzogen.

Er gab an, aus Österreich zu kommen und nach München fahren zu wollen. Da er die Autobahn aber an der Ausfahrt Siegsdorf beim Erblicken des Blaulichts sofort und beschleunigt verlassen hatte, um sich wohl einer Kontrolle zu entziehen, machte er die Polizisten misstrauisch. Die Beamten staunten nicht schlecht, was der Fahndungscomputer alles ausspuckte.

Der Beschuldigte stand aufgrund diverser Betrugsdelikte auf der Fahndungsliste mehrerer Staatsanwaltschaften aus dem gesamten Bundesgebiet. Er blieb zuletzt von Hauptverhandlungen fern oder gab schleierhafte Wohnadressen an. Ebenso war der benutzte Pkw, VW Golf, bei einer Mietwagenfirma in Berlin als unterschlagen gemeldet. Diesen hätte er längst zurückgeben müssen.

Der Lehrer aus dem Fachbereich Theologie wurde an Ort und Stelle durch die eingesetzten Beamten festgenommen und durfte die Nacht bis zur Vorführung beim zuständigen Amtsgericht in einer Polizeiarrestzelle verbringen. Des weiteren wurden im mitgeführten Gepäck mehrere Hotel- und Pkw-Schlüssel aufgefunden, welche wohl aus kürzlich zurückliegenden Betrugsfällen stammen dürften. Die Ermittlungen hierfür dauern noch an.

Pressemeldung Verkehrspolizeiinspektion Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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