Mit Flipflops auf der Flucht

Traunstein - Die Polizei hat einen 37-jährigen Algerier festgenommen, welcher sich mit einem gefälschten spanischen Pass auswies. Zunächst konnte der Mann entkommen.

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag kontrollierten zwei Beamte der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein einen mit zwei Personen besetzten Pkw mit italienischem Kennzeichen. Der 48-jährige gebürtige Marokkaner händigte zur Kontrolle einen italienischen Reisepass aus, der 37-jährige Beifahrer, welcher ursprünglich aus Algerien stammt, wies sich mit einem spanischen Pass aus. Nachdem diese bunte Mischung aus Nationen den Fahndern im wahrsten Sinne des Wortes „spanisch“ vorkam, wurden die beiden aufgefordert, für eine nähere Begutachtung der Dokumente zur Dienststelle zu folgen.

Auf der Fahrt dorthin blieb das Auto, wegen der Dunkelheit zunächst unbemerkt, kurz stehen, folgte dann jedoch weiter dem Polizeiauto. Die Überraschung nach Ankunft am Dienstgebäude war dann jedoch groß, als die Beamten feststellten, dass sich nur noch der Fahrer im Auto befand. Dieser gab zu verstehen, dass der Beifahrer einfach während der Fahrt die Handbremse gezogen hatte und dann aus dem Wagen gesprungen sei.

Bei einer sofort eingeleiteten Nahbereichsfahndung, mit Unterstützung eines Diensthundes und eines Polizeihubschraubers wurden zunächst lediglich die Flipflops des Flüchtenden aufgefunden, welche sich offensichtlich als unbrauchbare Laufschuhe erwiesen hatten und deren er sich deshalb entledigte.

Der Grund für die Flucht stellte sich auch sehr schnell heraus: Bei dem ausgehändigten spanischen Reisepass handelte es sich um eine Totalfälschung, wie auf der Dienststelle festgestellt wurde.

Geraume Zeit später konnte der Flüchtende dann in der Nähe der Autobahn auf Höhe Anger ausgemacht und auch festgenommen werden. Eine Überprüfung seiner Fingerabdrücke mittels Fingerscanner ergab, dass der Delinquent unter mehreren unterschiedlichen Personalien schon häufig in Deutschland auffällig war und unter anderem gegen ihn ein Haftbefehl besteht, welcher sich nun zu seinem Vergehen der Urkundenfälschung noch zu seinem „Straftatenkonto“ addiert.

Pressemeldung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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