Erpresserischer Menschenraub

Nach Kontrolle auf A8: Bulgare muss trotz Bewährung hinter Gittern 

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Traunstein - Die Bundespolizei hat am Donnerstag einen Bulgaren ins Traunsteiner Gefängnis eingeliefert. Dieser muss trotz ursprünglich verhängter Bewährungsstrafe hinter Gittern. 

Tags zuvor war der Mann bei Grenzkontrollen auf der Autobahn Salzburg – München festgenommen worden. Er muss voraussichtlich für längere Zeit hinter Gittern bleiben. Bundespolizisten kontrollierten auf der A8 bei Schwarzbach die Insassen eines Transporters mit bulgarischen Kennzeichen.

Bei der Überprüfung der Personalien des Beifahrers fanden die Beamten heraus, dass er bereits 2013 vom Landgericht Berlin wegen erpresserischen Menschenraubs zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt worden war. Diese wurde jedoch für die Dauer von drei Jahren zur Bewährung ausgesetzt.

Bulgare setzte sich ins Ausland ab 

Die Erwartung des Gerichts, dass der Bulgare das Urteil als Warnung betrachten und keine Straftaten mehr begehen würde, konnte er allerdings nicht erfüllen. Zudem sprach ihn das Amtsgericht Oranienburg wegen gemeinschaftlichen Diebstahls schuldig und verhängte acht Monate Haft. 

Daraufhin droht dem 31-Jährigen nun der Widerruf der Bewährung. Um sich den zu erwartenden Strafvollstreckungen zu entziehen, hatte sich der Mann offenbar ins Ausland abgesetzt.

In der Grenzkontrollstelle konnte er nun von Bundespolizisten in Sicherungshaft genommen werden. Sie brachten ihn nach der Vorführung beim Haftrichter in die Justizvollzugsanstalt Traunstein. Dort wird er schließlich seine Haftstrafen absitzen müssen.

Pressemeldung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

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