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Polizei ermittelt in Traunstein

Fieser „Liebesbetrug“: Mann (39) soll mehrere Tausend Euro an „Diplomaten“ überweisen

Am Donnerstagabend (20. Oktober) erstattete ein 39-jähriger Mann Anzeige bei der Polizeiinspektion Traunstein, nachdem er Opfer eines Love-Scamming-Betrugs wurde.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Traunstein – Über eine Social-Media-Plattform entstand der Kontakt zwischen dem Täter und dem Geschädigten. Der Täter gab sich als Angehöriger der US-Armee aus und sei kurz davor, aus dem Dienst auszuscheiden.

Da sich über die Zeit eine Art Beziehung zwischen Täter und Geschädigtem aufbaute, gab der unbekannte Täter an, er werde dem Geschädigten vorab seinen Sold und ein paar persönliche Gegenstände schicken. Da er dies über einen Diplomaten tun müsse, sei eine Gebühr von 5000 Euro fällig.

Letztlich konnte das ahnungslose Opfer dazu bewegt werden, einen weitaus kleineren Betrag über anonyme Zahlungskarten zu transferieren. Der Täter baute weiterhin Druck auf und forderte den Geschädigten auf, bei der Bank einen Kredit abzuschließen. Als die Bank den Hintergrund für den Kredit hinterfragte, fiel der Betrug schließlich auf und der Geschädigte erstattete Anzeige.

Immer wieder kommt es bei der Polizeiinspektion Traunstein zu Anzeigenerstattungen, nachdem in einschlägigen Foren auf Social-Media-Plattformen zunächst Kontakte geknüpft werden, die letztlich immer in Geldforderungen enden. Die Täter geben sich hier meist als im Ausland stationierte ranghohe Militärs mit überdurchschnittlichem Einkommen aus. Durch intensive stundenlange Chats wird eine Art Beziehungsverhältnis zwischen dem Täter und dem Opfer aufgebaut. Meist wird dem Opfer vorgespielt, ihm ein Paket oder Geld schicken zu wollen, was jedoch stets aufgrund des Auslandsaufenthaltes nur über kostspielige Umwege möglich sei. Zu einem Paketversand oder gar einem persönlichen Treffen kommt es nie. Die verwendeten Profilbilder sind in der Regel im Internet zusammengesucht. Auf Fragen nach persönlichen Treffen wird immer ausweichend geantwortet.

Es kann nur dringend davon abgeraten werden, Geld über anonyme Zahlungskarten an Unbekannte zu senden. Auch können entsprechende Fotosuchmaschinen im Internet behilflich sein, Fake-Accounts aufzuspüren.

Pressebericht der Polizeiinspektion Traunstein

Rubriklistenbild: © Hauke-Christian Dittrich/dpa

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