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Handy, Sehenswürdigkeiten, Unfälle

Verkehrspolizei Traunstein klärt auf: So gefährlich kann Ablenkung im Straßenverkehr sein

Die Polizei Traunstein führte in der Zeit vom 3. bis 9. Mai Aufklärungsarbeit durch. Das Ziel war es, Verkehrsteilnehmer die Gefahren, die durch Ablenkung entstehen, aufzuzeigen.

Pressemitteilung der Polizei im Wortlaut:

Traunstein/Berchtesgadener Land - In der Zeit vom 3. Mai bis zum 9. Mai führte die Verkehrspolizeiinspektion Traunstein eine Aktionswoche „Ablenkung im Straßenverkehr / Mobiltelefon“ durch.

Das Ziel der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein war es die Verkehrsteilnehmer dahin gehend zu sensibilisieren, dass auch eine kurzzeitige Ablenkung vom Verkehrsgeschehen zu einem erhöhten Unfallgeschehen beitragen kann.

Unter den Begriff „Ablenkung“ fielen hierbei Handlungen wie zum Beispiel das intensive Betrachten von Sehenswürdigkeiten, das „Gaffen“ an Unfallstellen, das Aufheben heruntergefallener Gegenstände im Fahrzeug, die Beeinflussung des Fahrers durch Bei- oder Mitfahrer, das Bedienen eines Navigationsgerätes oder eben auch die Benutzung eines Mobiltelefons.

Die Aufzählung der Handlungen ist hierbei natürlich nicht abschließend zu sehen.

Wie konkret sich eine derartige Ablenkung auswirken kann und warum die Aktionswoche sehr wohl ihre Berechtigung hatte, zeigte ein aktueller Unfall vom 4. Mai auf der BAB A 8 Ost in Richtung Salzburg, Höhe Übersee.

Gegen 17.10 Uhr wollte ein 46-jähriger Berufskraftfahrer aus der Tschechischen Republik, der mit einem Lkw-Anhänger-Zug in Richtung Österreich unterwegs war, seinen Fahrersitz verstellen. Die Aufmerksamkeit des Tschechen war nur kurz vom Straßenverkehr abgewandt. Dies genügte jedoch, so dass der Lkw-Anhänger-Zug vom rechten auf den linken Fahrstreifen abdriftete und hierbei mit einem, auf gleicher Höhe fahrenden, Pkw BMW eines 55-jährigen Mannes aus dem Bereich Grassau kollidierte. Bei dem Unfall wurde die gesamte Beifahrerseite des Pkw BMW in Mitleidenschaft gezogen. Der dadurch entstandene Schaden am Pkw BMW belief sich auf mindestens 10.000 Euro.

Im Aktionszeitraum wurden durch die Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein insgesamt 34 Verkehrsteilnehmer angehalten und beanstandet. Je nach Sachlage wurden Verwarnungen ab einer Höhe von 35 Euro bis hin zu Bußgeldern in Höhe von 100 Euro ausgesprochen.

Das Hauptaugenmerk der Beamten lag jedoch auf einem (er)klärenden Gespräch mit den betroffenen Verkehrsteilnehmern, wobei sich das Gros der Personen einsichtig zeigte und Besserung gelobte.

Somit wurden durch die Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein in der Aktionswoche nicht automatisch 34 Verkehrsunfälle verhindert, aber in 34 Fällen wurde die erhöhte Gefahr auf einen möglichen Verkehrsunfall hin unterbunden.

Pressemitteilung Verkehrspolizeiinspektion Traunstein

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand

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