Nicht jugendfreie Musik und Raubkopien

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Traunstein - Weil sie offenbar die Rechtslage nicht kannten, haben einige Flohmarkt-Händler nun Ärger mit der Polizei am Hals - und möglicherweise auch mit der Musikindustrie:

Am Sonntag, den 07.04.2013, entdeckten Zivilbeamte des Einsatzzuges Traunstein bei Kontrollen auf dem Flohmarkt in Traunstein drei schwer jugendgefährdende Medienträger sowie zwei illegale Kopien von Musik-CD´s.

Drei Fieranten hielten sich meist aus Unwissenheit nicht an die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes bzw. hatten offensichtlich nicht bedacht, dass sie Erwachsenenfilme und -spiele in ihrem Sortiment hatten. Sie hatten Medienträger im Angebot, die nicht für Kinder und Jugendliche geeignet waren. Ein Film war darunter, der von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien bereits auf den Index für besonders jugendgefährdende Medien gesetzt worden war. Die beanstandeten Medienträger wurden als Beweismittel sichergestellt. Bei einem Händler konnten zwei Raubkopien aufgefunden werden. Auch diese wurden eingezogen. Die Urheber werden davon unterrichtet und können zum einen Strafantrag gegen die Verbreiter stellen und zum anderen Schadensersatzansprüche geltend machen.

Die Händler hatten meist gar keine Ahnung, was sie da auf ihrem Flohmarktstand anboten und den meisten war die Rechtslage des Jugendschutzgesetztes sowie anderer zu beachtender Vorschriften nicht klar. Alle erwartet nun ein Verfahren wegen Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz bzw. das Urheberrechtsgesetz. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass es verboten ist auf Flohmärkten Waren, insbesondere Medienträger, anzubieten, die nur für Erwachsene gedacht sind.

Pressemeldung OED Traunstein

Rubriklistenbild: © dpa

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