Festnahme im südlichen Landkreis Traunstein

Hochstapler "vertickt" teure Autos und "tarnt" sich mit Frauen

Traunstein - Die Zivile Einsatzgruppe konnte am 30. August einen Hochstapler dingfest machen, der direkt nach seinem halbjährigen Aufenthalt in der Justizvollzugsanstalt erneut diverse Straftaten begangen hatte:

Ein 54-jähriger gebürtiger Essener, der im Grenzbereich Deutschland-Österreich aufwuchs, konnte es offenbar selbst nach Haftentlassung nicht lassen, weiterhin die Leute zu betrügen

Nachdem der amtsbekannte Betrüger im Februar 2018 nach sechsmonatiger Haft entlassen wurde, "trudelte" auch schon ein neuer Untersuchungshaftbefehl der Staatsanwalt Traunstein ein - zum einen wegen Vorwürfen der Untreue, da er im Verdacht steht unrechtmäßig die Firmen-EC-Karte seines Arbeitgebers genutzt zu haben und zum anderen wegen mehrerer Einmietbetrügereien

Sein Handwerk verstand der Mann offensichtlich auch im unrechtmäßigen Erlangen von Autos - vorzugsweise das hochwertiger SUVs. Mit nahezu münchhauserischem Geschick und Falschaussagen wickelte er Autohändler und Privatleute um den Finger. Innerhalb kürzester Zeit machte er dann die ergaunerten Fahrzeuge zu Geld und finanzierte so seinen Lebensunterhalt. Um sich vor Staatsanwaltschaft und Polizei zu verstecken, nutzte er seit je her Scheinadressen in ganz Deutschland und tauchte derweil bei nichts ahnenden Frauen unter

Beamte der Zivilen Einsatzgruppe Traunstein ermittelten akribisch über mehrere Wochen hinweg in Zusammenarbeit mit den Kollegen der Polizeiinspektion Freilassing und der Polizeiinspektion Bad Reichenhall in der Sache des untergetauchen Hochstaplers. Am Donnerstag führten die gezielten Ermittlungen letztendlich zum Erfolg. 

Auf dem Weg zu seiner ahnungslosen Partnerin im südlichen Landkreis Traunstein (Grenzgebiet) konnte der 54-Jährige in seinem Fahrzeug gestellt und verhaftet werden. Als ihm der Unterschuchungshaftbefehl eröffnet und er hinsichtlich seiner zur Last gelegten Taten belehrt wurde, versuchte er erneut, sich mit offensichtlichen Ausreden und "Lügengeschichten" aus der Affäre zu ziehen. Nach der Vorführung beim Amtsgericht Laufen bestätigte der Ermittlungsrichter den Haftbefehl und der Mann wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Pressemeldung des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa (Symbolbild)

Zurück zur Übersicht: Polizei

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT