In der Stadt randaliert

Trostberg - Aggressive Randalierer zogen am Freitag durch das Trostberger Stadtgebiet. Dabei begangen sie massive Sachbeschädigungen und rasteten bei der Festnahme aus.

Um 1.38 Uhr verständigt ein Anwohner über Notruf die Einsatzzentrale in Rosenheim, dass soeben zwei jüngere Männer im Bereich der Heinrich-Braun-Straße eine Fensterscheibe eingeworfen hätten und sich nun zu Fuß in Richtung Schule entfernen würden.

Weitere Zeugen informierten eine Streife der Inspektion, die zufällig in der Nähe war, dann vor Ort; die Burschen wären jetzt in Richtung Vormarkt unterwegs. Auf ihrem Weg, so die Zeugen, hätten sie gegen mehrere geparkte Fahrzeuge mit ihren Füßen geschlagen und getreten. Bereits während der Anfahrt registrieren die eingesetzten Polizeibeamten: Die Burschen hinterließen eine Spur der Verwüstung auf dem Weg von der Heinrich-von-Braun Straße über die Hauptstraße zum Vormarkt. Etliche Fahrzeuge wurden zum Teil stark beschädigt, Blumentöpfe umgeworfen, Schaufensterscheiben eingeworfen, Mülleimer aus der Verankerung getreten, Verkehrszeichen verbogen und Flaschen zerschlagen.

Als dann die beiden Männer von den Polizeibeamten im Bereich des Vormarktes gesichtet wurden und die Beamten aus dem Fahrzeug stiegen, um das Duo - 17 und 19 Jahre alt, beide aus Trostberg und deutlich alkoholisiert - festzunehmen, hagelte es von beiden übelste und wüsteste Beschimpfungen gegen die Polizisten. Der 17-Jährige zeigte sich besonders gewaltbereit. Er beschimpfte einen Beamten nicht nur mit dem Wortlaut „Was willst du Drecksbullenbastard? Hau ab, sonst hau ich dir eine in die Fresse!“, sondern griff den Beamten mit geballter Faust an und trat mehrfach mit den Füßen gegen den einschreitenden Polizisten.

Der 17-Jährige konnte nur durch Einsatz körperlicher Gewalt überwunden und festgenommen werden. Beide Randalierer wurden auf die nahe Dienststelle verbracht. Dort rastete der 17-Jährige wieder aus, neben übelsten Beleidigungen und Drohungen schlug er um sich und beschädigte teilweise Mobiliar und Einrichtung im Wachraum, worauf er entsprechend gefesselt werden musste und in die Arrestzelle verbracht wurde. Sein 19-jähriger Mittäter wurde ebenfalls in der Arrestzelle untergebracht. Der 17-Jährige beschädigte in der Nacht auch noch die Arrestzelle.

Das gesamte Ausmaß der Zerstörung kann erst im Verlauf des heutigen Tages ermittelt werden. Noch in der Nacht stand fest, dass mindestens soieben geparkte Pkw beschädigt wurden, wie bereits geschildert Schaufensterscheiben eingeworfen wurde, Blumentöpfe umgeworfen

und beschädigt wurde, Mülleimer aus der Verankerung getreten wurden, Verkehrszeichen verbogen wurden. Möglicherweise sind weitere Schäden noch nicht bemerkt worden. Eine abschließende Schadenshöhe ist derzeit noch nicht bezifferbar, der Schaden wird aber wohl in mehrere Tausend Euro münden. Die Polizeiinspektion Trostberg bittet weitere Zeugen und Geschädigte, sich unter Tel. 08621 / 9842-0 mit der sachbearbeitenden Dienststelle in Verbindung zu setzen.

Martin Hammerl, Erster Polizeihauptkommissar und Dienstellenleiter der Polizeiinspektion Trostberg, meint zu dem Vorfall: „Ich bin betroffen, mit welcher Rücksichtslosigkeit diese beide jungen Männer enthemmt ihre Aggressionen und ihre inneren Spannungen ausleben.

Leider - wie all zu oft - hat der übermäßige Alkoholkonsum hier seinen Beitrag geleistet. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben es in solchen Situationen - die zunehmen - oft sehr schwer. Besonders bedanke ich mich bei den Bürgerinnen und Bürgern, die sofort und couragiert die Polizei verständigt haben und den Beamten vor Ort die entsprechenden Hinweise gegeben haben. Die beiden jungen Münner müssen jetzt für ihr Tun geradestehen und die Konsequenzen aushalten, sie haben zahlreiche Straftaten verübt; heute vormittag wurden sie vernommen, und erkennungsdienstlich behandelt, anschließend auf freien Fuß gesetzt; ein entsprechendes Strafverfahren unter Beteiligung der Staatsanwaltschaft Traunstein wurde eingeleitet.”

Pressemitteilung Polizeiinspektion Trostberg

Rubriklistenbild: © dpa

Zurück zur Übersicht: Polizei

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser