Unfallflüchtiger Lkw-Fahrer durch Zufall ertappt

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Siegsdorf - Erst war ein Kraftfahrer den Beamten aufgefallen, weil er den Mindestabstand grob verletzte. Bei der Kontrolle kam noch mehr heraus:

Am Montag, den 5.Dezember, gegen 21.30 Uhr, wurde der Fahrer eines slowenischen Lastkraftwagens an der Autobahnpolizeistation Siegsdorf einer Kontrolle unterzogen. Der Fahrer, ein 46-jähriger Kraftfahrer aus Slowenien, war zuvor aufgefallen, da er den erforderlichen Mindestabstand von 50 Metern zum vorausfahrenden Lkw-Anhänger-Zug auf der Autobahn mit seinem Lkw erheblich unterschritten hatte. Einem vorausfahrenden Lkw-Anhänger-Zug „klebte“ der Slowene förmlich am Fahrzeugheck. Der tatsächliche Abstand betrug bei einer Geschwindigkeit von 85 Stundenkilometer höchstens fünf Meter!

Bei der Kontrolle wurde festgestellt, dass der Slowene in das Kontrollgerät seines Lastkraftwagens ein falsches Schaublatt eingelegt hatte. Dies führte zu einem wesentlich geringeren Aufschrieb der Geschwindigkeit auf dem Schaublatt als der Slowene mit seinem Lastwagen tatsächlich zurücklegte. Der Slowene wurde wegen Fälschung technischer Aufzeichnungen und anderer Delikte zur Anzeige gebracht. Er mußte eine Sicherheit in Höhe von mehreren hundert Euro zur Durchführung des anstehenden Strafverfahrens hinterlegen.

Damit jedoch nicht genug: Gegen den Slowenen bestand seit knapp zwei Jahren ein Haftbefehl wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort. Der Slowene konnte seinen drohenden Aufenthalt im Gefängnis durch Zahlung einer weiteren Geldstrafe in Höhe von mehreren hundert Euro abwenden.

Pressemitteilung - Verkehrspolizei Traunstein

Rubriklistenbild: © pa

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