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Verkehrskontrollen auf A8 und B304 landen Volltreffer

Bremsscheiben an Sattelzug mehrfach gebrochen - anderer Lkw 36 Stunden am Stück unterwegs

Am Dienstag stellte die Verkehrspolizei auf der B304 und auf der A8 unter anderen zwei besonders schwere Verkehrssünder.

Meldung im Wortlaut

Siegsdorf / Altenmarkt a. d. Alz - Auf der Bundesstraße 304, im Bereich Altenmarkt an der Alz, wurde gegen 10 Uhr, durch Beamte der Kontrollgruppe Schwerverkehr der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein, ein rumänischer Sattelzug aus dem Verkehr gezogen. Auf der Zugmaschine befand sich eine Zwei-Fahrer-Besatzung. Beide Berufskraftfahrer, ein 47-jähriger Mann und ein 49-jähriger Mann, stammten aus der Türkei. Auf dem Auflieger des 40-Tonners war Sammelgut geladen.

Die Kontrolle brachte zum Ergebnis, dass hier einiges im Argen lag. Beide Fahrer konnten vor Ort ihre Berufskraftfahrerqualifikation nicht nachweisen. Dies stellte allerdings noch das geringste Übel dar. Die Auswertung des digitalen Kontrollgeräts der Sattelzugmaschine Mercedes zeigte auf, dass beide Fahrer seit über 36 Stunden am Stück unterwegs waren, ohne eine einzige Ruhezeit eingelegt zu haben.

Zudem wurden weitere Verstöße hinsichtlich der Überschreitung der Tageslenkzeit und der Unterschreitung der täglichen Ruhezeit festgestellt. Auch mit der richtigen Bedienung des Kontrollgeräts haperte es vielfach.

Den beiden Türken wurde die Weiterfahrt mit ihrem Sattelzug untersagt. Ihnen wurde eine mehrstündige Ruhezeit angeordnet. Die beiden wurden aber auch wegen der vielfachen Verstöße gegen das Fahrpersonalgesetz zur Anzeige gebracht. Jeder Fahrer durfte vor Antritt der Weiterfahrt am 17. November eine Sicherheitsleistung in Höhe von je 1000 Euro für das anstehende Bußgeldverfahren hinterlegen.

Einen weiteren schönen Fall zogen Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein gegen 14 Uhr auf der A8, in Fahrtrichtung Salzburg, an Land. Hier wurde ein niederländischer Sattelzug bei Siegsdorf angehalten. Am Steuer saß ein 45-jähriger Berufskraftfahrer aus Griechenland.

Hier zeigte die Kontrolle zunächst einige Ausrüstungsmängel mit erheblicher Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit auf. Die Bremsscheiben der Antriebsachse der Zugmaschine Scania waren mehrfach gebrochen und somit funktionsunfähig. Die Reifen der zweiten Achse des Aufliegers waren bis zur Karkasse abgefahren. Ähnlich verhielt es sich mit der Bereifung auf der dritten Achse des Aufliegers. Diese Reifen wiesen zwar kein Restprofil mehr auf, jedoch war doch noch etwas Gummi über der Karkasse vorhanden.

Des Weiteren waren mehrere Stoßdämpfer am Auflieger ohne Funktion. Die Weiterfahrt war hier schon auf Grund der technischen Mängel zu unterbinden. Damit war allerdings noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Die Auswertung des Kontrollgeräts brachte auch hier eine deutliche Überschreitung der Tageslenkzeit zum Ergebnis, so dass auch die Weiterfahrt hinsichtlich der Einbringung einer erforderlichen Ruhezeit zu untersagen war.

Weiterhin stellten die Beamten fest, dass auf der Antriebsachse der Sattelzugmaschine Reifen verbaut waren, die nicht mit der Kalibrierung des Kontrollgeräts übereinstimmten. In Folge bedeutete dies, dass auf dem Kontrollgerät weniger Wegstrecke und niedrigere Geschwindigkeiten aufgezeichnet wurden, als der Grieche eigentlich gefahren war.

War gegen den Griechen bislang noch ein Bußgeldverfahren anzustreben, befand sich dieser nun im Bereich einer Straftat. Er wurde wegen Fälschung technischer Aufzeichnungen zur Anzeige gebracht. Ihn erwartet nun eine empfindliche Geldstrafe und zudem eine polizeiliche Begleitung in eine Werkstatt, um hier eine Tacho-Prüfung durchführen und die angeführten Mängel beheben zu lassen.

Pressemitteilung der Verkehrspolizeiinspektion Traunstein

Rubriklistenbild: © Jonas Güttler

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