Landkreis: Mehr Verkehrstote

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Im Februar 2011 kam eine 26jährige Frau bei Siegsdorf auf der B 306 mit ihrem VW Polo von der Fahrbahn ab und stieß gegen einen Baum. Die Feuerwehr musste sie aus ihrem Fahrzeug befreien. Der Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen.

Traunstein - Im Vergleich zum Jahr 2010, ist im vergangenen Jahr die Zahl der Verletzten und Toten im Landkreis Traunstein bei Verkehrsunfällen angestiegen.

Entsprechend der bayernweiten Entwicklung ist im letzten Jahr auch im Landkreis Traunstein die Zahl der Verletzten und Toten bei Verkehrsunfällen leicht angestiegen. Seit 2004 bewegen sich die Zahlen mit leichten Schwankungen aber auf ähnlichem Niveau.

1140 Menschen wurden im letzten Jahr bei insgesamt 4494 Verkehrsunfällen im Landkreis verletzt, davon 222 schwer. Im Jahr davor waren es noch 1080 Verletzte, davon 196 Schwerverletzte. 13 Menschen mussten im Straßenverkehr ihr Leben lassen, 2010 waren es zehn gewesen. Während die Zahl der Verletzten sich seit dem Jahr 2004 auf ähnlich hohem Niveau hält, ging die Zahl der tödlich Verunglückten über den längeren Zeitraum gesehen deutlich zurück. 2004 hatte man beispielsweise noch über 30 Tote zu beklagen. Von den 13 Toten des letzten Jahres verunglückten zehn im Pkw, einer mit dem Motorrad und zwei auf dem Fahrrad.

Häufigste Ursache bei den Unfällen mit Schwerverletzten oder Toten war erneut überhöhte Geschwindigkeit und die Missachtung des Rechtsfahrgebotes. In mehr als 40 Prozent der schweren Unfälle lagen diese Ursachen vor.

Die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss erhöhte sich von 98 im Vorjahr auf nunmehr 100. Hierbei kamen drei Personen zu Tode und 43 wurden verletzt.

880 Unfallfluchten (Vorjahr 879) hatten die Polizeiinspektion des Landkreises zu bearbeiten, von denen 348 (337) nachträglich geklärt wurden, meist aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung.. Während die Verursacher in den meisten Fällen gegen geparkte Pkws oder andere Hindernisse gefahren waren, ohne sich um den Schaden zu kümmern, waren hierunter auch 47 Unfälle mit Verletzten.

Etwa gleichbleibend über die letzten Jahre verläuft die Entwicklung auch bezüglich der 18- bis 24-Jährigen. In 319 Fällen waren junge Erwachsene Unfallverursacher, dabei wurden drei junge Menschen getötet und 119 verletzt. Leicht ansteigend dagegen die Unfallbilanz der über 65-jährigen. Waren sie im Jahr 2004 noch in 269 Pressemeldung Polizeiinspektion Traunstein Fällen Unfallverursacher, so traf dies im letzten Jahr in 353 Fällen zu. Hierbei starben vier Senioren und 136 wurden verletzt.

Sehr unerfreulich ist die Entwicklung bei den Unfällen mit Beteiligung von Kindern. Ingesamt 100 Kinder wurden verletzt, davon 50 als Mitfahrer im Kraftfahrzeug und 50 als Radfahrer oder Fußgänger. 16 Kinder wurden auf dem Schulweg verletzt, davon ein 13-jähriger Bub schwer. Er war mit dem Fahrrad auf eine Straße eingebogen und hatte ein herannahendes Auto übersehen. In der Mehrzahl waren die verunglückten Schulkinder mit dem Fahrrad unterwegs, teilweise auch zu Fuß. Die Polizei weist immer wieder darauf hin, dass Kinder erst nach Absolvieren der Fahrradausbildung mit den Verkehrserziehern der Polizei in der vierten Klasse alleine mit dem Fahrrad zur Schule geschickt werden sollten. Außerdem ist es wichtig, dass die Erwachsenen auch als Fußgänger oder als Radfahrer mit gutem Beispiel voran gehen. So wurden zwei Kinder verletzt, als sie bei rot über die Ampel gehen wollten.

Nachdem sich wieder zeigt, dass gerade die geschwindigkeitsbedingten Unfälle und die Alkoholunfälle schwerste Folgen nach sich ziehen, wird die Polizei auch weiterhin verstärkt nach diesen Kriterien kontrollieren. Vor allem zum bevorstehenden Faschingshöhepunkt hin werden die Alkoholkontrollen noch einmal intensiviert.

Pressemeldung Polizeiinspektion Traunstein

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