Wassersportler am Chiemsee in Seenot

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Am Sonntagnachmittag gerieten die Besatzungen von 36 Booten bei Sturm auf dem Chiemsee in Seenot. Die Chiemseerettungsdienste, welche mit insgesamt 15 Rettungsbooten im Einsatz waren, hatten alle Hände voll zu tun um die havarierten Schiffe und deren Besatzungen abzubergen. Insgesamt wurden 61 Personen, welche sich z.T. auf den gekenterten Booten oder am Ufer befanden, in Sicherheit gebracht.

Vom Deutschen Wetterdienst wurde um 14.12 Uhr Starkwindwarnung und um 15.32 Uhr Sturmwarnung für den Chiemsee ausgelöst, die ersten Boote gerieten gegen 15.45 Uhr in Not.

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Im Bereich der Feldwieser Bucht wurde Großalarm ausgelöst als die Eltern eines 13-Jährigen mitteilten, dass dieser auf dem See abgängig sei. Sie hatten ihren Sohn aus den Augen verloren, als die ersten heftigen Windböen einfielen. Der Junge, welcher mit einer Segeljolle unterwegs war, erreichte mit seinem Boot unversehrt den Hafen in Übersee.

Weniger Glück hatte eine 46-jährige Seglerin, als sie bei heftigem Wellengang mit ihrer linken Hand zwischen die Schiffrümpfe zweier Segelboote geriet. Hierbei wurde ein Finger so stark zertrümmert, dass ihr im Salzburger Unfallkrankenhaus ein Teil von diesem abgenommen werden musste.

Eine Segelyacht, welche schon längsseits an einem Motorrettungsboot der Wasserwacht vertäut war, versank in den Fluten des Sees. Das Boot, welches zuvor gekentert war und bei dem die zweiköpfige Besatzung von der Wasserwacht gerettet wurde, konnte nicht mehr gehalten werden, da sich der Heckbereich schon etwa einen halben Meter unter Wasser befand. Um eine Gefährdung für die Umwelt und Schifffahrt auszuschließen wird das gesunkene Schiff in den nächsten Tagen geborgen werden.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Prien

Rubriklistenbild: © kaf

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