Ladung kaum gesichert und keinen Führerschein

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Einer der beiden kontrollierten Lkw

Traunstein - Zu schnell waren zwei Lkw auf der B304 unterwegs. Bei einer Kontrolle zeigten sich allerdings weitere haarsträubende Verstöße der Fahrer.

Am Samstag gegen 1 Uhr fielen einer Streifenbesatzung des Einsatzzuges Traunstein zwei Sattelzüge auf, die mit Ausfuhrkennzeichen auf der B304 von Traunstein kommend in Richtung Freilassing unterwegs waren. Bei der Nachfahrt der beiden Lkw, die offensichtlich zusammen gehörten, wurde eine Geschwindigkeit von ca. 90 km/h bei zulässigen 60 km/h festgestellt.

In Teisendorf wurden beide Lastwagen schließlich angehalten und mit einer weiteren Streife des Einsatzzuges kontrolliert. Bei der Überprüfung stellte sich heraus, dass auf beiden Planenaufliegern mehrere Lkw, ein Sattelauflieger und ein Pkw fast lose aufeinander gestapelt waren. Von einer verkehrssicheren Beladung konnte keine Rede sein.

Beide Fahrer aus Bulgarien konnten keinerlei für die Lenktätigkeit relevanten Unterlagen vorweisen, was einen schweren Verstoß gegen die Sozialvorschriften darstellt. Auf die Frage eines Beamten gegenüber einem Fahrer, wie schnell auf deutschen Bundesstraßen gefahren werden dürfe, antwortete dieser, dass er das nicht wisse und deshalb von 90 km/h ausgegangen sei. Die Überprüfung der Personalien ergab, dass einem Fahrer in diesem Jahr die Fahrerlaubnis, wegen einer Trunkenheitsfahrt, für das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland entzogen worden ist. Somit war er ohne erforderliche Fahrerlaubnis unterwegs.

Beide Fahrer mussten vor Ort eine Sicherheitsleistung in Höhe von 500 bzw. 400 Euro hinterlegen. Anschließend wurden sie zum Bahnhof verbracht. Von dort aus traten sie die Rückfahrt nach München an.

Beide Sattelzüge wurden verkehrssicher abgestellt und die Weiterfahrt bis zur Beibringung der erforderlichen Unterlagen untersagt. Außerdem muss die Ladung entsprechend verkehrssicher verstaut werden. Gegen den Auftraggeber, einen Münchener Spediteur, wird wegen Ermächtigens zum Fahren ohne Fahrerlaubnis sowie wegen der zahlreichen Verstöße ermittelt. Schließlich hat dieser als verantwortlicher Halter die Fahrt auf diese Weise angeordnet. Es gilt auch zu ermitteln, ob dieser gewerbliche Gütertransport überhaupt genehmigt war.

Pressemeldung Polizeipräsidium Oberbayern Süd

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