Rathausneubau soll heuer beginnen

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Ernst Lüdiger und Franz-Josef Strauß hat Bürgermeister Bernd Gietl (von rechts) mit der Bürgermedaille der Gemeinde geehrt.

Bergen - Bürgermeister Bernd Gietl nutzte jüngst die Bürgerversammlung, um die Öffentlichkeit auf den neuesten Stand zu bringen. So soll der Rathausneubau noch heuer beginnen.

Als wichtige Einnahmen nannte der Rathauschef im Festsaal den Einkommensteueranteil mit 1,8 Millionen, die Schlüsselzuweisung mit einer Million Euro, die Gewerbesteuer mit erwarteten 800000 und die Grundsteuer mit 540000 Euro. Größter Ausgabeposten ist nach seinen Worten die Kreisumlage mit 1,8 Millionen Euro.

An Ausgaben im Vermögenshaushalt wurden für die Kläranlagenerweiterung vorerst 1,3 Millionen Euro, für den noch heuer möglichen Rathausneubau ein Teilbetrag von 600000 Euro und für die ordentliche Schuldentilgung bis Ende des Jahres 213000 Euro eingeplant.

Zum Jahresende 2011 erwartet Gietl einen Schuldenstand von zwei Millionen Euro, was bei 4872 Einwohnern eine Pro-Kopfverschuldung von 411 Euro entspricht.

Zur Bergener Touristik führte der Bürgermeister aus, 2010 kamen 14200 Gäste nach Bergen, 9,23 Prozent mehr als 2010 mit 13000 Urlaubern. Umgekehrt ging die Zahl der Übernachtungen von 101900 um 1,23 Prozent auf auf 100658 zurück - zurückzuführen auf die durchschnittliche Aufenthaltsdauer von nur noch 6,65 Tagen.

Zum geplanten Ausbau der A8 sagte er, egal welcher Meinung man auch immer sei, ein Sanierungs- und Ausbaubedarf sei auf jeden Fall dringend notwendig. Entlang der Autobahnbrücke werde ein "optimaler Lärmschutz" bis nach Holzhausen gebaut. Zur Anregung von Dieter Berlitz in der anschließenden Diskussion, in Sachen A8-Ausbau eine außerordentliche Bürgerversammlung einzuberufen, antwortete Gietl, nach der Vorstellung der Ausbaupläne durch die Autobahndirektion München im Oktober 2008 habe sich für den Ort Bergen bisher nichts verändert.

Klaus Frank sprach das alljährliche Minus der Hochfelln-Seilbahn wie auch des örtlichen Schwimmbads an - ein Sachverhalt, der öffentlichkeit zu diskutieren sei. Außerdem interessiere es ihn, wie die Kosten zur Sanierung der Kläranlage umgelegt werden. Schließlich bedauerte er es, dass die Protokolle der öffentlichen Gemeinderatssitzungen nicht mehr ins Internet gestellt würden, weil er aus beruflichen Gründen kaum die Möglichkeit habe, an den Gemeinderatssitzungen teilzunehmen

Gietl antwortete, aus Gründen des Datenschutzes werde in Bergen darauf verzichtet, doch werde das vom Gemeinderat genehmigte öffentliche Sitzungsprotokoll stets beim Rathauseingang ausgehängt. Zu diesem Zweck würden zusätzlich in Bernhaupten und Holzhausen Anschlagtafeln angebracht.

Über die Aufbringung der Kosten für die Kläranlage gab Gietl bekannt, dass die Finanzierung zu 60 Prozent über eine Ergänzungsumlage und zu 40 Prozent durch Gebührenerhöhung erfolgen werde. In der Angelegenheit Unterdeckung der Seilbahn stellte der Bürgermeister fest, sie müsse hingenommen werden, da die Seilbahn wie auch der Hochfelln zum Ort Bergen gehören und der Betrieb der Seilbahn volkswirtschaftlich gesehen notwendig ist.

Stefan Schneider sprach den Hochwasserschutz für die Weissachen an und meinte, der Ausbauschutz gehe nur zögerlich voran. Der Bürgermeister antwortete, daran seien die Grundstücksverhandlungen schuld, die häufig sehr zäh verliefen.

oh/Chiemgau-Zeitung

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