Agenda 21 Energie beendet Tätigkeit

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Teisendorf - Der Agenda 21 Arbeitskreis Energie in Teisendorf stellt seine engagierte Arbeit ein. Beim letzten Treffen beschlossen die Agenda-Arbeitskreis-Mitglieder, dass nach rund achtjähriger Arbeit vorerst Schluss sein soll.

Arbeitskreis-Sprecher Bruno Gruber begründete diesen Schritt damit, dass die Arbeit des Agenda-Arbeitskreises ohnehin von Anfang an als zeitlich befristetes Projekt angelegt gewesen sei. Der Arbeitskreis habe in dieser Zeit viel bewegt, so Gruber. Beispiele seien etwa die beiden Bürgersonnenkraftwerke oder die Hackschnitzelheizung für die Sankt Anna-Siedlung. Daneben habe der Arbeitskreis durch beständige Öffentlichkeitsarbeit viel zum Bewußtseinswandel in der Marktgemeinde und darüber hinaus beigetragen. Die Arbeitskreismitglieder, die im wesentlichen die Arbeit des Arbeitskreises getragen hätten, seien inzwischen beruflich so sehr beansprucht, dass ein weiteres Engagement für die nach wie vor wertvolle Arbeit in Sachen Energiewende derzeit einfach nicht mehr leistbar sei.

Arbeitskreismitglied Wolfgang Uxa deutete an, dass sich der Agenda Arbeitskreis Energie zuletzt von Seiten der Marktgemeinde nicht mehr umfassend unterstützt gesehen habe. Uxa kritisierte in diesem Zusammenhang die knappe Entscheidung des Marktgemeinderates, bei der Sanierung des Grund- und Hauptschulgebäudes auf eine energetische Sanierung zu verzichten. Völlig inakzeptabel sei es nach Ansicht Uxas gewesen, dass der Agenda Arbeitskreis in diese Entscheidung überhaupt nicht eingebunden worden sei. Arbeitskreismitglied und Marktgemeinderat Edwin Hertlein assistierte Uxa in dieser Frage und merkte an, dass aus seiner Sicht die Entscheidung gegen eine energetische Sanierung des Schulgebäudes auf Grundlage einer fragwürdigen Gutachtens getroffen worden sei. Nach diesem Gutachten würde sich eine energetische Sanierung des Schulgebäudes erst nach mehr als 70 Jahren amortisieren. Er würde dieses Gutachten gerne auf seine inhaltliche Fundierung hin überprüfen lassen. Auch Sepp Eder bedauerte die Entscheidung des Marktgemeinderates, beim Schulgebäude keine energetische Sanierung durchzuführen. Vor allem der Einbau einer kontrollierten Be- und Entlüftung wäre seiner Meinung nach sinnvoll gewesen. Durch die höhere Belegungsdichte wäre der Frischluftbedarf in Schulen und damit die Bedeutung der Lüftung wesentlich größer als bei anderen Gebäuden.

In aller Regel lasse sich dieser Frischluftbedarf nicht über eine reine Fensterlüftung decken. Eine Lüftungsanlage führe hier zu deutlich höherem Komfort und zu besseren Lernbedingungen. In einer Studie in Holland sei nachgewiesen worden, dass Schüler, die in Schulgebäuden mit Lüftungsanlagen unterrichtet worden waren, bessere Noten gehabt hätten. Ob der Arbeitskreis Energie in Teisendorf aber seine Arbeit für immer einstellt oder nur vorübergehend, ist nach Einschätzung der anwesenden Arbeitskreismitglieder noch nicht entschieden.

Was in einem oder zwei Jahren sein wird, muß man sehen“, so Arbeitskreisvorsitzender Bruno Gruber abschließend. Immerhin wäre das Thema Energiewende ein Jahrhundertthema, das sich nicht einigen wenigen Jahren bewältigen lasse.

Edwin Hertlein

Quelle: BGland24.de

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