Unentdeckte Geldquelle in ihrem Keller?

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Ainrings Bürgermeister Hans Eschlberger und Technische Leiter der Gemeindewerke Herbert Thalbauer im Keller des Rathauses. Die alte Heizungspumpe wurde bereits nach einem hydraulischen Abgleich gegen eine moderne Hocheffizienzpumpe ersetzt.

Ainring - Veraltete Heizungspumpen im Keller verbrauchen unnötig Strom und Geld! Mit dieser Thematik hat sich nun die Gemeinde ausführlich beschäftigt:

Der Umweltausschuss hat sich mit dem Thema „Heizungspumpe“ beschäftigt. Auf Initiative von Gemeinderat Robert Egger wurde darüber diskutiert, ob in anderen Kommunen durchgeführte Austausch-Aktionen auch in Ainring stattfinden sollten. Bürgermeister Hans Eschlberger hatte sich deshalb bei seinen Bürgermeisterkollegen informiert und mit entsprechenden heimischen Fachfirmen Kontakt aufgenommen.

Die Heizungspumpe sorgt in den Haushalten dafür, dass unter anderem warmes Wasser sofort verfügbar ist. Sie befindet sich meistens im Keller und wird in der Regel jahrelang kaum beachtet. Dabei lohnt es sich durchaus, genau hin zu schauen, ob es sich um eine alte ungeregelte oder eine neue geregelte Pumpe handelt. Der Stromverbrauch unterscheidet sich enorm und kostet viele Haushalte unbemerkt und völlig unnötig mehrere Tausend Euro während der Lebenszeit einer Pumpe.

Die früher üblichen Standardpumpen verbrauchen in einem Einfamilienhaus etwa 500 kWh Strom im Jahr. Drehzahlgeregelte Hocheffizienzpumpen kommen dagegen mit ungefähr 20 Prozent dieser Energie aus. Hans Eschlberger sieht deshalb in einem Austausch eine gute Aktion, um in Privathaushalten Energie zu sparen: „Als Gemeinde steht das Thema „Energiesparen“ seit Jahren auf unserer Tagesordnung. Jetzt unterstützen wir auch die Bürger auf eine sinnvolle Art“, so der Bürgermeister.

Die Mitglieder des Umweltausschusses haben einen Festpreis für die Gemeindebürger von 269 Euro festgelegt und auch bereits einige Fachfirmen gefunden, die den Austausch vornehmen werden. Die ganze Aktion läuft so ab, dass die Gemeinde den Preis für die Bürger festlegt und diejenigen Fachfirmen veröffentlicht, die an dieser Aktion teilnehmen. Die Bürger setzen sich dann direkt mit einer dieser Firmen in Verbindung und lassen erst einmal prüfen, ob sich ein Austausch lohnt, und wenn ja, dann wird auch gleich direkt mit dieser Firma abgerechnet.

Herbert Thalbauer von den Gemeindewerken empfiehlt, erst einmal einen Blick auf das Typenschild der eingebauten Pumpe zu werfen, bevor man mit der Fachfirma telefoniert. Vielleicht erübrigt sich dann bereits ein Austausch. Das Typenschild befindet sich meist direkt vorne auf der Heizungspumpe. Bei älteren Pumpen muss man vielleicht etwas danach suchen. Verzeichnet ist hier der Hersteller und die Leistung (in W wie Watt). Bei Pumpen mit manueller Stufenschaltung findet man auf dem Typenschild eine Tabelle mit der Leistung der jeweiligen Stufe. Bei einer alten Pumpe ohne Stufenschaltung wird nur ein Leistungswert genannt.

Viele alte Pumpen sind falsch dimensioniert, das heißt sie bringen eine viel größere Leistung als erforderlich wäre. Die passende Leistung für die neue Pumpe hängt von einigen Faktoren ab, zum Beispiel, ob sie für ein Ein- oder Mehrfamilienhaus bestimmt ist. Es ist deshalb sinnvoll von einem Fachhandwerker zunächst einen hydraulischen Abgleich vornehmen zu lassen, denn durch diesen verbessert sich die Effizienz der Heizungsanlage und verringert sich somit deren Energiebedarf. Dank des hydraulischen Abgleichs kann also eine kleiner dimensionierte Heizungspumpe gewählt werden.

Bürgermeister Hans Eschlberger kündigte an, dass diese Aktion ein Baustein für das Klimaschutzkonzept des Landkreises sei. Künftig werde es in jeder Ainringer Gemeindezeitung eine „Grüne Seite“ geben mit Energiespar- und Klimaschutztipps.

schl

Quelle: BGland24.de

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