Neue Vorschrift: "Helm ab" beim Kraxeln

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Ainring - An öffentlichen Spielplätzen der Gemeinde wurden neue Hinweisschilder aufgestellt: Zur eigenen Sicherheit sollen Kinder beim Spielen an Klettergerüst und Co. den Fahrradhelm absetzen.

Dieser Tage wurden vom Ainringer Bauhof an öffentlichen Spielplätzen, die unter anderem mit Klettergerüsten und -netzen ausgerüstet sind, der größten Teil von insgesamt 16 Hinweisschilder in der Gemeinde Ainring aufgestellt. In dem kreisrunden Piktogramm wird auf dem Schild bildlich „Helm ab“ angedeutet, nämlich, dass aus Sicherheitsgründen für die jungen Benützer des Spielplatzes der Fahrradhelm beim Spielen nicht auf den Kopf gehört. Die kommunale Unfallversicherung Bayern und die Bayerische Landesunfallkasse als Träger der gesetzliche Unfallversicherung für die Kindertageseinrichtungen in Bayern warnen: „Auf dem Spielplatz kann der Fahrradhelm eine tödliche Gefahr darstellen – deshalb Helm ab“.

Der Anlass der Beschilderungsaktion ist, dass in Deutschland innerhalb kurzer Zeit mehrere Kinder tödlich verunglückt sind, weil sie an Spielgeräten hängen geblieben sind. Als Beispiele wurde vom KUVB und Bayer. LUK hingewiesen: Auf einem Spielplatz strangulierte sich ein Mädchen in einem Seil-Klettergerät mit dem Gurt seines eigenen Fahrradhelmes, und ein Kind kam an einer Rutsche durch ein sogenanntes Pferdegeschirr zu Tode. Ein Kindergartenkind erdrosselte sich mit einem Lederbändchen, das es um seinen Hals trug. Damit nicht noch mehr Kinder zu Schaden kommen, sollen Eltern darauf achten, dass gefährliche Kordeln, Ledinen und ähnliches oder falsch getragene Fahrradhelme das Kind nicht in Gefahr bringen.

Hersteller von Spielgeräten sind verpflichtet, bestimmte Sicherheitskriterien einzuhalten. Maschen von Kletternetzen, Winkel und Öffnungen von Spielgeräten müssen eine bestimmte Größe haben, damit der Kopf nicht eingeklemmt werden kann. Ein Helm ist aber dabei bisher nicht berücksichtigt und deshalb gilt für die Sicherheit der Kinder: „Der Helm gehört beim Spielen nicht auf den Kopf“ sowie „“Weg mit Schlüsselbändern, Kordeln und Schnüren an Kinderkleidung“.

Hersteller und Händler von Kinderkleidung haben sich im Rahmen einer freiwilligen Selbstverpflichtung darauf geeinigt, auf Kordeln an der Garderobe bis Kleidergröße 146 zu verzichten. Doch besonders bei Kinderkleidung floriert der Secondhand-Markt. Auch wird häufig Kinderkleidung von älteren Geschwistern übernommen. Die Sicherheit für die Kinder sollte Vorrang haben. Alternativen bei Bekleidung sind Klettverschlüsse oder Druckknöpfe. Möglichst helle, auffällige Farben wählen, vorteilhaft besonders bei Regen, Nebel und Dunkelheit. Zusätzlich reflektierende „Blinkies“ bieten unverzichtbaren Schutz.

Andres als auf dem Spielplatz ergibt sich die Gefahrensituation im Straßenverkehr. Hier sollten Eltern freilich stets darauf achten, dass ihre Kinder, die mit Fahrrad, Roller oder Inline-Skater unterwegs ist, einen entsprechend speziellen Helm tragen. So appelliert die gesetzliche Unfallversicherung: „Beherzigen Sie die Tipps, damit wir unser gemeinsames Ziel erreichen, nämlich mehr Sicherheit für Ihr Kind.“

Mehr zu erfahren ist bei im Internet unter www.kuvb.de.

schl

Quelle: BGland24.de

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