Wasser und Fernwärme werden teurer

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Ab 1. Januar 2013 müssen die Abnehmer von Fernwärme tiefer in die Tasche greifen. Sowohl Grund- wie Arbeitsgebühr wurden auf Gemeinderatsbeschluss geringfügig erhöht. Notwendig wurde die Kostenmehrung durch Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen an Rohrleitungen des Fernwärmenetzes. Im Bild im Hintergrund der weithin sichtbare Kamin des Heizkraftwerks in Mitterfelden, Baugebiet A.

Ainring - Das Jahr 2013 beginnt für die Haushalte der Gemeinde Ainring ab 1. Januar mit drei Gebührenänderungen. Die Müllabfuhr wird günstiger, Wasser und Fernwärme teurer.

Die jeweiligen Satzungsbeschlüsse erfolgten in der diesjährigen Schlusssitzung des Gemeinderates. Während – wie schon vor zwei Jahren – die erneute Senkung der Müllabführgebühren sicherlich eine erfreuliche Nachricht aus der Gemeindeverwaltung ist, müssen aufgrund der Vorauskalkulation die Gebühren für Trinkwasser angehoben werden. Zusätzlich davon betroffen sind die Abnehmer von Fernwärme. Sowohl Arbeits- wie Grundgebühr werden geringfügig erhöht.

Kämmerer Thomas Schlosser erläuterte, die letztmals zum 1. Januar 2011 vorgenommenen Abfallbeseitigungsgebühren können aufgrund einer erneut beabsichtigten Gebührensenkung seitens des Landkreises Berchtesgadener Land vom 1.1.2013 bis 31.12.2015 neu kalkuliert werden. Maßgebend hierzu war, dass der Kreistag in seiner diesjährigen Dezember-Sitzung eine Senkung der Verwertungsgebühr von 300 Euro auf 270 Euro je Gewichtstonne beschlossen hatte. Der im Kreistag vorgeschlagenen Kalkulationszeitraum von drei Jahren werde auch seitens der Gemeindeverwaltung vorgeschlagen, da somit eine Deckungsgleichheit mit dem Landkreis als verlässliche Plangröße vorhanden sei.

Zustimmend nahm der Gemeinderat die vorliegende Kalkulation für den Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis einschließlich 31. Dezember 2015 zur Kenntnis. Der Beschluss erfolgte ohne Gegenstimme. Die neuen monatlichen Gebühren ergeben sich aus folgender Aufstellung: Restmülltonne mit 80 Liter Fassungsvermögen = 10,80 Euro (bisher 11,90), Restmülltonne 120 l = 15,10 Euro (bisher 16,70), Restmülltonne 240 l = 28,49 Euro (bisher 31.50), Großraumcontainer mit 770 l = 95,50 Euro (bisher 105,10), Großraumcontainer mit 770 l (wöchentliche Leerung) = 190.40 Euro (bisher 209,40), Großraumcontainer mit 1.100 l = 131,80 Euro (bisher 145,40), Großraumcontainer mit 1.100 l (wöchentliche Leerung ) 262,90 Euro (290,00), Müllsack mit 70 l pro Sack = 5.30 Euro (bisher 5.70).

Zu den Änderungen der Wasser- und Fernwärmegebührensatzung ab 1. Januar 2013 verwies aufklärend Werkleiter Franz Hasenöhrl. Habe sich bei den Wassergebühren ein Plus von fünf Cent (im Jahr 2010) und ein Cent (Vorjahr) je Kubikmeter Wasser ergeben, so sei heuer eine „Unterdeckung" von zehn Cent entstanden, sagte Franz Hasenöhrl. Er hatte kalkuliert, dass im nächsten und übernächsten Jahr ebenfalls mit einem Minus zwischen 11 und 9 Cent je Kubikmeter Wassermenge zu rechnen sei, sodass eine Gebührenerhöhung vonnöten sei.

Nach weiteren Erläuterungen seitens Hasenöhrl und Bürgermeister Hans Eschlberger zur Gebührenanpassung sowie hinterfragenden Diskussionsbeiträge der Räte Martin Strobl, Dieter Nowak, Bruno Thurnhausstatter und Hans Galler mit teils gegensätzlichen Hinweisen zur Verteilung der Verbrauchs- und Grundgebühr ergab sich gemäß Vorschlag des Werkleiters folgender mehrheitlicher (17:7)-Beschluss die Grundgebühr um zwei Euro zu erhöhen. Demnach beträgt ab 2013 die monatliche Grundgebühr bei einem Wasserzähler mit Nenndurchfluss: 2,5 Kubikmeter nunmehr 8 Euro (bisher sechs Euro), 6 Kubikmeter/h 12 Euro, 10 Kubikmeter/h 16 Euro, 15 Kubikmeter/h 24 Euro, 25 Kubikmeter/h 32 Euro, 40 Kubikmeter/h 48 Euro, 60 Kubikmeter/h 64 Euro. Wird eine Bauwasserzähler oder sonstiger beweglicher Wasserzähler verwendet, beträgt die Grundgebühr 10 Euro pro Monat (bisher 8 Euro). Außerdem wird die Gebührenfälligkeit von bisher ein Monat auf zwei Wochen nach Zustellung des Bescheides verkürzt.

Auch zur beabsichtigten Änderung der Fernwärmegebührensatzung nahm Franz Hasenöhrl ausführlich Stellung. Die notwendige Erhöhung begründeten er und der Bürgermeister mit Instandhaltung für die Rohrleitungen des Fernwärmenetzes. Um die zu berücksichtenden Kostenmehrungen, die bereits im Vorjahr und auch heuer entstanden seien, werde vorgeschlagen, diese entsprechend auszugleichen. Nach einem kurzen Meinungsaustausch, vorwiegend von Martin Strobl und Franz Eder wurde folgender einstimmige Beschluss gefasst: Die Grundgebühr beträgt ab 2013 monatlich 2,15 Euro (bisher 1,95 Euro) je volles Kilowatt (KW) Anschlusswert und die Arbeitsgebühr 7,10 Cent (bisher 6,80 Cent) je verbrauchte Kilowattstunde (KW/h).

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Quelle: BGland24.de

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