Eigenstrom für Gemeinde Ainring

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Die Inbetriebnahme der Eigenstromversorgung durch Bürgermeister Hans Eschlberger. Mit auf dem Bild der Technische Werkleiter Herbert Thalbauer und Betriebsleiter Bernhard Winkler (von links)

Ainring - Bürgermeister Hans Eschlberger hat jetzt die Energie-Eigenversorgung kommunaler Einrichtungen eingeweiht. Damit wird der Strom nicht nur günstiger:

Leichter Knopfdruck am installierten Stromkasten, aufleuchtende grüne Lampe und ein leichtes surrendes Geräusch im Wasserwerk: Damit war angezeigt, dass es im „Brunnen 3 Wiesbach“ funktioniert, mit der von Bürgermeister Hans Eschlberger im Rahmen einer Werkausschuss-Sitzung vorgenommenen Inbetriebnahme der Eigenstromversorgung für das Wasserwerk, bekanntlich eine kommunale Einrichtung der Gemeinde Ainring.

Vor diesem spannenden Höhepunkt erläuterte Bürgermeister Hans Eschlberger am schlichten Brunnen-Gebäude inmitten landwirtschaftlicher Flächen zwischen Wiesbach und Ed dem Gremium, dass der Eigenstrom ein wichtiger wirtschaftlicher und kostenbewusster Beitrag im Energie-Programm der Gemeinde sei. In diesem Zusammenhang dankte er dem Werkausschuss vorweg, dass Planung und Umsetzung vom Werkausschuss sehr positiv unterstützt worden sei, denn eigener Strom ohne Abhängigkeit von Anbietern sorge für Versorgungssicherheit und sei die beste Lösung. Der Bürgermeister hob dabei lobend seine Mitarbeiter hervor, welche die signalisierende Idee praktisch in die Tat umsetzten: Werkleiter Franz Hasenöhrl (für den kaufmännischen Bereich), Werkleiter Herbert Thalbauer (für die technische Abwicklung) und Betriebsleiter Bernhard Winkler (zuständig für die Funktionalität).

Fachlich bestens informiert von drei Experten, jeweils aus deren Zuständigkeit, bekamen die Ausschussmitglieder einen Einblick vom Beginn der Arbeiten im Vorjahr bis zur diesjährigen Fertigstellung an den Baustellen und die Wegstrecke, verlaufend von Mitterfelden mit Stromversorgungsanschluss im Rathaus, weiter durch die Salzburger Straße in südliche Richtung, Querung Kreisstraße 18 nach Ed, bis zu dem inmitten von landwirtschaftlichen Flächen befindlichen Brunnen 3. Zusammenfassend kann folgendes mitgeteilt werden: Die in den letzten Jahren enorm gestiegenen Strombezugskosten gaben den Anstoß, ob und wie eine Eigenstromversorgung der Brunnenanlage in Wiesbach technisch machbar und wirtschaftlich sinnvoll wäre. Als Ergebnis einer vom Technischen Werkleiter Herbert Thalbauer im Dezember 2011 erstellten Voruntersuchung konnte festgehalten werden, dass die Stromversorgung mittels einem eigenen Kabel auf eine Länge von 2,6 Kilometer zwischen Blockheizkraftwerk und dem Brunnen in Wiesbach mit einer Spannung von 1000 V wirtschaftliche wäre. Die ermittelten Investitionskosten in Höhe von zirka 250.000 Euro werden sich nach Hinweis von Franz Hasenöhrl in zehn bis zwölf Jahren amortisieren.

Die Kostenersparnis beträgt nämlich etwa zehn Cent je kWh/Strom beziehungsweise mindestens 21.000 Euro jährlich. Zudem wird die Versorgungssicherheit erhöht. Da die Kabeltrasse direkt am Rathaus vorbeiführt, war es naheliegend, auch dieses Objekt in die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung aufzunehmen. Aufgrund dieser Erkenntnisse wurden dann in den Gremien die entsprechenden Beschlüsse gefasst und die Weichen für den Aufbau einer Eigenstromversorgung für das Rathaus und das Wasserwerk gestellt. Die erforderlichen Mittel wurden in den Haushalt 2012 eingestellt. Da der Eigenstrom aus energieeffizienter Kraftwärmekopplung stammt, wurde zur Finanzierung der Investition von der KfW ein zinsgünstiger Kredit in Höhe von 150.000 Euro im Programm IKK-Kommunale Energieversorgung gewährt. Nach einer Bauzeit von zirka acht Monaten konnte die Maßnahme nun zum Abschluss gebracht werden. Dies war letztlich entsprechender Anlass im Rahmen einer Werkausschusssitzung die Anlage zu besichtigen und offiziell in Betrieb zu nehmen. Eingeladen hierzu hatte die Gemeinde auch die lokale Presse.

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Quelle: BGland24.de

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