"Alpenrebell" spendet für Hochwasseropfer

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Hans Söllner (links mit Gitarre) vor „seiner“ begeisterten Zuhörerkulisse in der Ainringer Freilichtbühne beim Benefizkonzert.

Ainring - Hans Söllner hat dieses Mal nicht für sich selbst gesungen. Beim Benefizkonzert ging jeder Cent an Hochwasseropfer - so kamen über 30.000 Euro zusammen!

Diese Woche übergaben Liedermacher Hans Söllner (Mitte) und Bürgermeister Hans Eschlberger den symbolischen 31.654-Euro-Scheck an Freilassings Bürgermeister Josef Flatscher (rechts).

Das Benefizkonzert von Hans Söllner in der Ainringer Freilichtbühne mit knapp 1.500 Besuchern erbrachte den vom bayerischen „Alpenrebell“, wie Hans Söllner oft allgemein in den Medien bezeichnet wird, in mehrfacher Hinsicht den gewünschten Erfolg. Insbesondere aber, dass jeder Cent aus diesem Konzert dem gemeinnützigen Zweck der Freilassinger Flutopfer zugeführt werden konnte – immerhin eine stolze Summe von 31.654 Euro. Ehrenamtliche Zusammenarbeit und Gemeinschaftsgeist vieler Helferinnen und Helfer bildeten den Grundstein für den Gesamterfolg zur solidarischen Hilfestellung „Ainring hilft Freilassing“. Die Schecküberreichung von Hans Söllner und Ainrings Bürgermeister an Freilassings Stadtoberhaupt fand zwischenzeitlich am Rathaus in Mitterfelden statt.

Der viel reisende Liedermacher, nach Hausbau seit einem Jahr im Ainringer Gemeindeteil Hausmoning wohnend, kam bereits zwei Tage nach den verheerenden Hochwasser-Nachrichten zu Ainrings Bürgermeister Hans Eschlberger und schlug vor, dass er gemeinsam mit seiner Band „Bayaman Sissdem“ ohne jegliche Gage ein Benefizkonzert am Sonntag, 4. August, abhalten würde. „Jeder Cent aus dieser Veranstaltung soll besonders Betroffenen in Freilassing zu Gute kommen. Als Familienvater ist es mir wichtig, dass Familien mit Kindern, die großen Schaden durch das Hochwasser erlitten haben, das Geld erhalten“, sagte er. Wie von Josef Flatscher aktuell zu erfahren war, lägen im Rathaus inzwischen 140 Anträge vor auf Unterstützung durch Spenden.

Von der Freilichtbühne begeistert

Statt des vom Künstler angedachtem Konzert in der Sporthalle schlug Bürgermeister Hans Eschlberger die Freilichtbühne in Ainring vor, die bei Hans Söllner bei erster Besichtigung sofort Begeisterung hervorrief. „Das ist ein idealer Platz, den ich bisher noch nicht kannte. Da kann die Gemeinde schon stolz sein, wenn man sie so ein geniales Naturgelände und schöner Kulisse vorweisen kann.“

Das bestens besuchte Konzert machte auch Bürgermeister Hans Eschlberger stolz: „Die Benefizveranstaltung von Hans Söllner ist ein großer Tag für unsere Gemeinde und ein großartiger Tag für die Solidarität in unserer Gesellschaft. Unter dem Motto `Ainring hilft Freilassing` kommt der Erlös aus der Benefiz-Veranstaltung voll und ganz den am stärksten betroffenen Hochwassergeschädigten in Freilassing zugute, die teilweise so gut wie alles an Hab und Gut verloren haben. Ich bedanke mich bei allen, die für das Konzert eine Karte gekauft haben und damit anderen helfen. Ich bedanke mich vor allem bei unserem Gemeindebürger und großartigen im ganzen deutschsprachigem europäischen Raum bekannten Künstler Hans Söllner, der uns mit seiner Band „Bayman Sisstem“ das Konzert zum Geschenk macht, quasi unter dem Motto `Söllner dahoam`. Viele haben in großartiger Gemeinschaftsleistung mitgeholfen, dass das Konzert zustande kommen konnte.“

Ehrenamtliche unverzichtbar

Rund 80 ehrenamtliche Helfer waren im Einsatz, von der Security, heimischen Unternehmen, bis über den gemeindlichen Bauhof. Die Hauptorganisation im Rathaus übernahm Söllners Spezl und Hausnachbar Thomas Fuchs. Ihm galt ein ausdrückliches Lob, denn wie Söllner betonte, brauche er in der Dimension eines solchen Konzerts ungefähr 10.000 Euro, ehe er überhaupt vor dem Mikrofon stehe und zeigte damit deutlich schon hier die enorme Einsparung dieser ehrenamtlichen Unterstützung auf.

Bei der fotografisch festgehaltenen Scheckübergabe und Gespräch am Mitterfeldener Rathausbrunnen konstatierten beide Bürgermeister nochmals die phantastische Atmosphäre des Konzerts, das sympathische Auftreten des Künstlers und dessen großartige Leistung, aber auch die enorme Gemeinschaftsleistung aller, die in irgendeiner Weise zum Erfolg beigetragen hatten. Für Hans Eschlberger war es bei diesem Besucherrekord in der Freilichtbühne auch die Erfahrung, dass dort ausreichend Platz für 1.500 Leute ist, sollte in ähnlicher Weise wieder mal ein Konzert dieser Größenordnung stattfinden.

Wie versprochen haben alle auf Gage verzichtet bzw. ohne Entgelt ihrer erbrachten Leistungen beigetragen. Bedauerlich fand es Thomas Fuchs, dass man von den Einnahmen die anfallenden Steuern und GEMA-Gebühren trotz des Benefizcharakters entrichten musste. Nach Abzug dieser Kosten stand dennoch der stattliche Betrag von 31.654 Euro für die Hochwasserhilfe zur Verfügung.

schl

Quelle: BGland24.de

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