Neue Pläne für den Hammerauer Bahnhof

Park & Ride am Hammerauer Bahnhof

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Ainring - Am Hammerauer Bahnhof soll ein neues Park & Ride enststehen. Diskutiert wurde auch über die neue Fahrplangestaltung der S-Bahn.

Dem Umwelt- und Gemeindeentwicklungsausschuss legte Bürgermeister Hans Eschlberger einen Planentwurf zum Park & Ride am Hammerauer Bahnhof vor, der bei der öffentlichen Sitzung ausgiebig diskutiert wurde. Beim Meinungsaustausch konnte im Rathaussaal der Bahnexperte und Sprecher des Verkehrsforums Berchtesgadener Land Michael Behringer zur Betriebsabwicklung der S-Bahn in Hammerau den Ausschussmitgliedern wichtige informative Hinweise geben.

Nach einem Meinungsaustausch über die geplanten Parkplätze, der Bushaltestelle, den Fahrradabstellplätzen und der Taktung der Züge wurde der vom Bürgermeister zur Ansicht aufgelegte Planentwurf für gut befunden. Der eingezeichnete Weg an der geschützten Platane wird auf Bohlen gesetzt, damit das Wurzelwerk nicht beschädigt wird.

Fahrplangestaltung der S-Bahn

Zum Thema Betriebsabwicklung der S-Bahn in Hammerau erläuterte Michael Behringer, dass im aktuellen Fahrplanjahr (jeweils bis Mitte Dezember) in Hammerau 60 S-Bahn-Züge halten. Die S 4 fahre im Schnitt zur Minute 04 von Berchtesgaden nach Freilassing und zur Minute 55 von Freilassing nach Berchtesgaden. Die S3 sei die durchgebundene S-Bahn von Bad Reichenhall nach Golling Abtenau und fahre in Hammerau zur Minute 19 ab, in Gegenrichtung zur Minute 37.

Abweichungen von diesem Takt gebe es nur morgens beim Schülerverkehr und am späten Abend sowie zwischen 16 und 17 Uhr. Da übernehme der IC Königssee aus Hamburg einen Kurs und fahre außerhalb des Taktes in Hammerau um 16.15 Uhr ab, statt 15.55 Uhr.

Alle Züge fahren von Gleis 2 ab, das dieses Gleis laut Behringes Hinweis, das „Durchgangsgleis" sei, welches mit der jetzigen Streckenhöchstgeschwindigkeit von 90 km/h gefahren werden könne. Wolle man einen Zug auf Gleis 1 fahren lassen, beispielsweise bei Kreuzungen, dann müsse er zweimal über Weichen abzweigen, die jeweils nur mit 60 km/h befahren werden dürfen.

Diese Geschwindigkeit gelte jeweils an den Einfahrsignalen – aus Richtung Freilassing in Höhe vom bäuerlichen Anwesen an der Straß und aus Richtung Berchtesgaden bei der Brücke der B 20. Behringer: „Das kostet natürlich Zeit und auch nach dem Einbau der neuen Bahnsteige und der Unterführung im Bahnhofsbereich wird sich an den Weichen nichts ändern, so dass auch künftig bei mindestens 80 Prozent der Zugfahrten die Fahrgäste vom Ort Hammerau via Möbelhaus Reichenberger kommend, erst durch die Unterführung zum Zug gehen müssen. Abweichungen werden auf dem neuen Info-Laufband angezeigt. Kreuzungen werden nur durchgeführt, wenn in Hammerau beispielsweise der Eisenzug zur Annahütte im Bahnhof steht oder nachmittags, wenn der `Hamburger` kommt und abends um fünf vor 23 Uhr."

Wetterschutzhäuschen und Fahrradstellplatz seien notwendig

Daher benötige man auch nach Auskunft von Michael Behringer auch auf der Westseite am Gleis 2 ein Wetterschutzhäuschen und für die Radlfahrer aus Ainring (über Wiesbach) einen Fahrradständer. Die Bushaltestelle für die Linie 3 werde aus Sicherheitsgründen wegen des Schülerverkehrs zum Bahnhof hin verlegt. Dadurch würden Flächen frei, die zum Tausch für einen Stellplatz Reichenberger zur Verfügung stehen. Firmenchef Reichenberger gebe einen Stellplatz ab, damit der Fußweg von der B 20 zum Bahnhof statt einem Trampelpfad quer unter die Platane geführt werden könne.

Neue Fahrplanvorschläge

In weiterer Auskunft verwies Behringer, es werde im Fahrplanjahr 2015 zur Zeit verhandelt, den Kurs der S 3, der in Freilassing zu Minute 05 abfahre, ab Bad Reichenhall zu fahren. Dies würde dann bedeuten, dass in Hammerau etwa zur Minute 50 Abfahrt durchgehend ohne Zwangspause in Freilassing ein Direktanschluss nach Salzburg bestehe und damit eine Fahrzeitverkürzung von etwa zehn Minuten. Folglich verkehre dann die S 4 etwas später und zur Minute 10 ab Hammerau nach Freilassing könnten Zugbenutzer mit Anschluss an den Meridian nach München und mit Umsteigen an den Meridian nach Salzburg fahren. Diese Fahrplanvorschläge müssten aber noch mit dem DB Netz abgesprochen und von dieser sowie auch von der BEG als Bestellorganisation genehmigt werden. Auch müssten die Personaldienstpläne umgekrempelt und hinsichtlich der gesetzlichen Vorgaben wie Ruhepausen und Höchstdienstdauer et cetera, angepasst werden.

Nach all diesen Infos und Einsicht der Unterlagen stimmte der Umwelt- und Gemeindeentwicklungsausschuss dem vorgelegten Planentwurf einhellig zu.

schl

Quelle: BGland24.de

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