Regionale und überregionale Unternehmen

Berufsinfotag an der Mittelschule "St. Rupert"

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Schulrektor Markus Döllerer bei der Begrüßung

Ainring - Was mache ich nach der Schule? Eine große Hilfe, um diese Frage zu beantworten boten 40 Unternehmen mit 58 Beschäftigten aus Ainring sowie den Landkreisen Berchtesgadener Land und Traunstein, aber auch aus dem Salzburger Bereich zusammen.

Einstellungsberater der Bundeswehr und der Bayerischen Polizei gehörten ebenso zu den Gästen. Sogar aus der Landeshauptstadt waren Vertreter der Kfz-Innung München-Oberbayern und der Handwerkskammer München und Oberbayern angereist. Es war die 13. Veranstaltung dieser Art mit dem Leitspruch "Schule:Beruf:Zukunft 2019" unter der Organisation von Sozialpädagogen Dr. Rüdiger Dähnrich, der von Schulrektor Markus Döllerer dabei jegliche Unterstützung erfuhr, um den jungen Leuten aus den 7. bis 9. Klassen Orientierung für das kommende Berufsleben zu ermöglichen. Mit dabei war die Klasse 8M aus Freilassing.

An einer eigens errichteten Rezeption empfingen Schülerinnen und Schüler freundlich die Gäste und geleiteten diese an ihre Plätze und Stände. Hausherr Schulrektor Markus Döllerer begrüßte besonders die Vertreter der Firmen, Instruktionen und schulischen Einrichtungen. Herzlich willkommen hieß er auch 3. Bürgermeisterin Rosemarie Bernauer und etliche Gemeinderäte. Er sprach bei der Veranstaltung von einer Plattform für die Schüler, wo es nicht nur in Richtung Praktikum, sondern auch in Richtung Ausbildungsverhältnis gehen solle. "Wir haben gemerkt, dass diese Möglichkeit bisher sehr gut angenommen wurde, deshalben machen wir es zum 13. Mal." Den vorgesehen Ablauf erklärte er den Anwesenden.Das Angebot war breit gestreut und es war von Bereichen Soziales und Pflege, Berufe in Industriebetrieben, Handel oder im Handwerk zu hören. Begonnen wurde in der Aula mit einer Vorstellungsrunde der Gäste. Johannes Lock von der Kfz.-Innung München-Oberbayern sprach von 2000 Mitgliedsbetrieben. Der erste Gästeredner meinte, er könne keine Ausbildungsplätze anbieten, er stelle jedoch den Beruf des Kfz-Mechatronikers vor, und gebe Tipps zu Betriebe für Praktika und Ausbildungsplätzen.

Klaus Gottschalk, der für die Schule zuständige Berufsberater der Agentur für Arbeit, betreut die Schüler ab der 8. Klasse. Er ist der persönliche Ansprechpartner für die Schüler, aber auch für die Eltern, wenn es darum geht, wie finde ich meinen Beruf, was ist der richtige Weg für mich. In einer neuen Studie habe er gelesen, dass die Hälfte aller Jugendlichen, bei den Mädchen fast 60 Prozent aus der Mittelschule, Angst vor dem Thema Beruf haben.

"Trotz des Super-Ausbildungsmarktes ist die Angst in den letzten Jahren gewachsen und ich frag mich, wo kommt es her und was können wir dagegen tun.

Die Studie rät: Schafft den Schülern Möglichkeiten in Berufsmesse, Praktikas mit Betrieben in Kontakt zu treten, um die Angst abzubauen, es ist ein Schritt in die richtige Richtung." Es sei froh mit der Schulleitung, dem Sozialpädagogen und den Lehren an einem Strang zu ziehen, um gemeinsam mit den Schülern den Schritt in den Beruf zu erleichtern.

Von der Handwerkskammer für München und Oberbayern war Hubert Bachmeier angereist. Er betonte, über 130 Ausbildungsberufe, die es im Handwerk gebe könne er Auskunft geben, etwa Bäcker, Metzger, Maurer, aber auch Augenoptiker, Zahntechniker und Orthopädie. Ainrings 3. Bürgermeisterin Rosemarie Bernauer wandte sich an die Schüler und sagte, sie sei Mama und beruflich selbstständig. Sie sprach von einer totalen Chance und die Gemeinde baue und hoffe auf die Kinder, welche die Zukunft seien. "Nutzt diese Gelegenheit, dass ihr heute möglichst viele Kontakte knüpft, nutzt alle Praktika, die möglich sind. Ihr seid an einer Stelle, wo ihr Endscheidungen im Leben treffen könnt."

Der Beruf des Maurers wurde vorgestellt, wo heimische Unternehmen im Hochbau zum Beispiel, Schulen, Kindergarten, Gewerbebau, Brückenbau tätig sind. Der Beruf sei abwechslungsreich, meist außen und biete eine vielseitige Teamorientierung. Auch die Bundeswehr stellte sich vor, die pro Jahr 10.000 Ausbildungsplätze biete. Ein Vertreter der Bayerischen Polizei war da um zu informieren, der empfahl erst einen anderen Beruf zu ergreifen und ein bis zwei Jahre darin zu arbeiten, da eine Einstellung erst ab 17 Jahre möglich sei. Eine Modeschule aus Hallein informierte über die Berufe Visagistin, Maskenbildnerin, Modemarketing, Modedesign und Grafik.

Im Wohnstift Mozart werden acht verschiedene Ausbildungsberufe angeboten zum Beispiel Hotelfach, Restaurantfach, Koch, Kaufmann für Gesundheitswesen und Pflegeberufe. Stiftsdirektor Stefan Freitag erläuterte, während der breitgefächerten Ausbildung sei die große Chance, den ganzen Betrieb kennenzulernen. Vorab lud er zum Schnuppertag oder Praktikum ein. Informationen der Bundeshandelsschule I Salzburg, eine berufsbildende fünfjährige Schule im kaufmännischen Bereich wie Büro, Controlling und der Abschluss sei mit dem Abitur. Die Speziallasse ist die Euroklasse, die zum Großteil auf Englisch geführt werde, aber auch die klassische Form in Deutsch werde angeboten. Viele weitere Unternehmen stellten sich vor und nannten Ausbildungsberufe wie etwa Industriemechaniker, Fachkraft in Lagerlogistik, Elektroniker-Automatisierungstechnik, Multimedia und Navigation, Einzelhandelskaufmann, Systemgastronom, Kinderpflegerin, Betonfertigbauer, Fachinformatiker, Industriekaufmann, Michtechnologe, Milchwirtschaftlicher Laborant, Kraftfahrzeugtechniker, Elektroanlagenmonteur, Schreiner, Metallbauer, Drogist, Kosmetikerin, Metallbauer und viele mehr. Simone Ratzinger nahm als Schülerin am ersten Berufsinfotag teil und stellte nun als selbstständige Friseurmeisterin ihren Beruf dar. Sie betonte, dieser erfordere Kreativität, offen für Neues und Kommunikativ sein. Nach der Vorstellungsrunde der Betriebe und Berufe konnten im zweiten Teil Schüler konkrete Fragen stellen.

Klassensprecher meldeten sich zu Wort und wollten wissen, welche Fehler bei einer Bewerbung vermieden werden sollten und auf welche Eigenschaften der Arbeitergeber besonders Wert lege. Von verschiedenen Gästen kamen Antworten.In Bewerbung stecke das Wort werben drin und es gelte auf seine äußeres Erscheinungsbild zu achten. Es sollte der Bewerber sich vorbereiten, Hintergrundinformationen besorgen, Interesse zeigen, auch Privates über Hobby, Familie erzählen. Einen Praktika-Nachweis vorlegen, der ein Zeichen dafür ist, einen Platz bekommen zu haben. Eine ehrenamtliche Tätigkeit werde positiv bewertet und man sehe Engagement, Teamfähigkeit und Hilfsbereitschaft etwa bei der Feuerwehr und dem Roten Kreuz und übernehme dabei Verantwortung für diese Aufgaben.

Auf andere Fragen nahmen die Betriebsvertreter Bezug und sehen die Ausbildung nicht als Ausbeutung, sondern man sei froh danach einen guten Kollegen zu bekommen. Das Verhalten, die Leistung und auch das Krankenstandsverhalten zähle.

Im letzten Teil der Veranstaltung bildeten sich Schülergruppen, die sich zu Anforderungen, Erwartungen der Arbeitswelt und Arbeitsmarktsituation an den Ständen Informationen zu den Firmen und Einrichtungen holten. Ein Nutzen dieses Tages ergabt sich jedoch nicht nur für die Jugendlichen, sondern auch für die Ausbildungsbetriebe. Der auf diesem Weg hergestellte Kontakt zwischen Ausbildern und Auszubildenden ermöglicht eine direktere Form des Kennenlernens. Rektor Markus Döllerer bedankte sich für die wertvollen Informationen und brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass Schulvertreter, Firmen und Einrichtungen im nächsten Jahr zum 14. Berufsinfotag wieder kommen. Anschließend lud er als Dankeschön zu einem kleine Buffet ein und sagte: "Es hat mich sehr gefreut, dass sie heute hier waren." weiter dankte er Dr. Dähnrich, der zum 13. Mal diesen Berufsinfotag organisierte. Die Mittelschüler von "St. Rupert" erhielten Berufsperspektiven für die Zukunft.

Sozialpädagoge Dr. Rüdiger Dähnrich vom Katholischen Jugendsozialwerk München sagte gegenüber der Heimatzeitung, dass es für ihn wichtig sei, eine Verbindung von Schule zu Beruf und damit eine Perspektive zu entwickeln. Im Vorfeld habe deshalb 150 Firmen angeschrieben. Die Schüler müssen aus den Vorträgen und den Interview in den Klassen einen Bericht schreiben oder ein Referat halten und es werde benotet. Zudem erhält jede Klasse eine Liste von den Betrieben.

Andreas Pils

Quelle: BGland24.de

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