Heimatminister übergibt Förderbescheid

Fast 60.000 Euro für schnelleres Internet in Ainring

Ainring - Fast 60.000 Euro an Fördermitteln hat der 1. Bürgermeister von Ainring, Hans Eschlberger, am Mittwoch in München erhalten. Damit wird eine weitere Internetlücke in der Region geschlossen.

"Auf dem Weg zur Datenautobahn. Der Ausbau von schnellem Internet läuft in Bayern auf Hochtouren", erklärt Finanz- und Heimatminister Markus Söder (CSU) bei der Übergabe des Breitbandförderbescheides in Höhe von 59.274 Euro an den 1. Bürgermeister von Ainring, Hans Eschlberger, am Mittwoch in München.

Damit haben bereits 1.644 Gemeinden und mehr als drei Viertel aller bayerischen Kommunen einen Förderbescheid erhalten. "Breitband ist Zukunft. Nur wo Breitband vorhanden ist, werden Arbeitsplätze entstehen und erhalten. Ziel sind hochleistungsfähige Breitbandnetze mit Übertragungsraten von mindestens fünfzig Megabit pro Sekunde. Hierfür stellt der Freistaat Bayern bis zu anderthalb Milliarden Euro zur Verfügung – eine bundesweit einzigartige Summe. Unsere Breitbandförderung ist entscheidend für die Zukunftsfähigkeit des ländlichen Raums", sagte der Minister.

Die Gemeinden in Oberbayern engagieren sich stark beim Breitbandausbau. Mit 475 Gemeinden befinden sich in Oberbayern 95 Prozent im Förderverfahren. 364 Kommunen wurde inzwischen eine Fördersumme von insgesamt mehr als 146 Millionen Euro zugesagt. Ein Großteil der Fördermittel von maximal rund 365,7 Millionen Euro für Oberbayern ist aber noch offen. "Investieren Sie weiter in den zukunftsweisenden Ausbau des schnellen Internets und schließen Sie auch kleine Ortschaften an", erläuterte Markus Söder.

Mehr als 670.000 weitere Haushalte werden versorgt

Der Ausbau von schnellem Internet ist spürbar angelaufen. Bayernweit sind bereits über 97 Prozent (1.993) aller Kommunen in das bayerische Förderverfahren eingestiegen. 1.644 Kommunen starten mit einer Gesamtfördersumme von rund 689 Millionen Euro in den Breitbandausbau. Viele Gemeinden gehen mehrfach in das Verfahren, um schrittweise eine hohe Flächendeckung und besonders zukunftssichere Glasfasernetze bis in die Gebäude zu erreichen.

Allein bei den bisher im Ausbau befindlichen Projekten werden rund 35.000 km Glasfaserleitungen verlegt. Damit können künftig weitere 670.000 Haushalte mit schnellem Internet versorgt werden, vor allem im ländlichen Raum. Wichtige Hilfe für die Kommunen ist die Beratung durch die Breitbandmanager an den Ämtern für Digitalisierung, Breitband und Vermessung. In über 7.800 persönlichen Gesprächen wurde jede Gemeinde beraten.

Rund 110 Kommunen profitieren von 80 Millionen Euro

Am 1. Juli 2017 startete mit dem Höfebonus die zweite Stufe der bayerischen Gigabit-Initiative. Damit sollen vor allem dünn besiedelte Flecken Bayerns mit Glasfaser (FTTB) erschlossen werden. "Auch die letzten weißen Flecken auf der Landkarte Bayerns wollen wir an die Datenautobahn anschließen. Das sind vor allem Kommunen mit vielen Streusiedlungen und Hoflagen. Gerade diese Gemeinden wollen wir beim Ausbau von noch unversorgten Bereichen zusätzlich unterstützen", erklärte der Minister.

Im Regierungsbezirk Oberbayern können voraussichtlich 110 Kommunen mit rund 80 Millionen Euro profitieren und bisher unversorgte Bereiche erschließen. Die bisherigen individuellen Förderhöchstbeträge der Kommunen werden verdoppelt. Der Fördersatz wird auf 80 Prozent angehoben. Kommunen mit einem bereits erhöhten Fördersatz von 90 Prozent behalten diesen. "Damit können künftig auch kleine Weiler und Einzelgehöfte an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Bayern braucht flächendeckend schnelles Internet", sagte Markus Söder.

Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance/Peter Kneffel

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