Ortsbegehung wegen Baustellen-Umfahrung

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Ainring - Die Baustelle und der Radweg an der Unterführung Mühlreit beschäftigten den Gemeinderat. Um die Probleme zu lösen, gibt es jetzt sogar eine Ortsbesichtigung.

Eine Reihe von Anfragen richteten die Mandatare an den Bürgermeister bzw. Verwaltung in der vergangenen Gemeinderatssitzung zum Abschluss der öffentlichen Tagesordnung. Die Themen betrafen unter anderem Sperre des Radweges wegen Unterführungsbaustelle in Mühlreit, Sachstand zum Retentionsbecken Sonnwiesgraben und Flächennutzungsplan, Mittagsbetreuung Grundschule und Schelte an die Adresse des Landratsamtes.

Die Baustelle für die Unterführung in Mühlreit erfordert eine längerfristige Sperre des stark frequentierten Radweges. Wegen der Möglichkeit für eine provisorische Umfahrung während der Bauzeit erkundigte sich Martin Unterrainer. „Wir sind seit Wochen bemüht, eine entsprechenden Lösung für die Umfahrung der Baustelle zu finden, sind aber guter Dinge, dass dies gelingt, man kann schließlich die Nutzer nicht aussperren", antwortete Bürgermeister Hans Eschlberger. Er führte weiter aus, dass am Donnerstag, 5. Juni, eine Ortsbesichtigung stattfinde. Da werde sich herauskristallisieren, ob ein konkreter Wunsch bei diesem Treff vor Ort realisiert werden könne. Eine zunächst in Betracht kommende Möglichkeit könne indes nicht verwirklicht werden.

Sven Kluba fragte nach, wie sich der Sachstand bezüglich Flächennutzungsplan darstelle. Die Thematik sollte möglichst bald angepackt und über die Bühne gebracht werden. Eschlberger versprach eine Beschlussfassung noch in diesem Jahr. Die Träger der öffentlichen Belange seien angeschrieben und die Stellungnahmen zur Bearbeitung an die beauftragte Planerin Frau Prof. Dr. Ulrike Pröbstl weitergeleitet worden. Sobald diese eingearbeitet seien, werde der Flächennutzungsplan in den zuständigen Gremien vorgestellt.

Martin Strobl verlangte, dass in der nächsten Sitzung des Bauausschusses ein brisantes Thema aus Perach behandelt werde. Es gehe dabei um zwei Gebäude am Ziegelweg nördlich der Bahnlinie, welche sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu einem Waldgrundstück befinden. Seit vielen Jahren gebe es dort einen Zwist über angeblich nicht genehmigte Gebäude und deren Auswirkung auf den Waldbesitzer. Außerdem erbat Strobl demnächst aktuelle Informationen zur Errichtung eines Rückhaltebeckens am Sonnwiesgraben zwischen Ainring (Anwesen Gaßner) und Eschlberg. Strobl erinnerte an den Beschluss des Gemeinderates, dort ein großflächiges Retentionsbecken zu errichten, um im Hochwasserfall den Sonnwiesgraben in diese Wiesen abzuleiten und damit Perach und Heidenpoint vor den gefürchteten Wassermassen zu schützen. Dazu seien bislang noch nicht ausgeführte bauliche Maßnahmen erforderlich.

Die Nachfrage von Margret Sturm-Wiesig beinhaltete, ob es eine Staffelung bei den Beiträgen für die Mittagsbetreuung der Grundschule gebe oder ob eine Staffelung eingeführt werden können, da einige Mütter nur Teilzeit arbeiten oder nicht die ganze Woche eine Mittagsbetreuung für ihre Kinder benötigen. Diese Frage soll nach Hinweis des Bürgermeisters nach Rücksprache mit dem Kämmerer geklärt werden.

Hans Eschlberger hatte – wie kurz bereits berichtet – bekannt gegeben, dass zum Vorhaben von Thomas Berger auf Umwidmung des Campingplatzes in ein Feriendorf „Bayern-Chalets-Ainring" ein Reklamationsantrag aus der Bauausschusssitzung vom 19.Mai eingegangen seien. Zu dieser Thematik fragte 2. Bürgermeister Gerhard Kern, ob nun das Verfahren aufgrund des Reklamationsantrages ruhe. Dies bejahte der Rathauschef. Der Planentwurf müsse erneut den Gremien vorgelegt werden. „Im Endeffekt kommt das Gleiche raus, mit dem Unterschied, dass das Verfahren für den Antragsteller vier Wochen länger dauert", relativierte Kern.

Das Trauungszimmer im Rathaus mache keinen würdigen Eindruck, bemängelte Stefan Kern. Er ersuchte, die Gemeinde solle das Zimmer netter gestalten. Von Hans Pöllner kam die Mitteilung, dass der Salzburger Reinhalteverband in den letzten Tagen Kanalisationsrohrspülungen vorgenommen habe. Hierzu seien die Schmutzfänger entfernt, allerdings nicht alle wieder eingesetzt worden. So seien im Schwimmbadbereich und in der Salzstraße solche Schmutzfänger abgelagert gesichtet worden. Diese Angelegenheit wird dem zuständigen Sachbearbeiter zugeleitet, sicherte der Bürgermeister dem Informanten zu.

Selber Landwirt zeigte Sepp Ramstetter auf, wie unverhältnismäßig immer problematischer es werde, einen Stall zu bauen. Heutzutage müssten mehrere Behörden zustimmen und diese seien sich nicht immer einig. Dabei zeigte er ein aktuelles Prozedere aus der Gemeinde Ainring auf, bei dem die Gemeinde einen Stallbau mehrfach gebilligt habe und auch die Einwilligung seitens des Landwirtschaftsamtes vorliege. Ganz anders hingegen beurteile dies das Landratsamt. Die Behörde stehe dem Vorhaben ablehnend gegenüber, die Unterlagen seien kommentarlos zurückgesandt worden. „So wie jetzt die Behörden arbeiten, kann`s nicht weitergehen", machte Ramstetter seinem Ärger Luft. Er bat den Bürgermeister in dieser Angelegenheit mit Landrat Georg Grabner und den zuständigen Mitarbeitern zu sprechen, um künftig derartige Unstimmigkeiten zu vermeiden. „Die Botschaft ist angekommen, wir werden die Gespräche weiterführen", signalisierte Hans Eschlberger, wohl wissend, wen Ramstetter als Betroffenen meinte, auch wenn namentlich mit keiner Silbe erwähnt.

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Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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