18 Allgemein- und zwölf Jugend-Passen am Start

Ainring VI erneut Gemeindesieger beim Preisschnalzen

+
Die siegreiche Passe von Ainring VI, ein Mann fehlt, der Theater spielen musste.

Ainring - Das 46. Ainringer Gemeindepreisschnalzen fand heuer bei leichtem Schneetreiben am Sonntag, 3. Februar, statt. Unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Hans Eschlberger wurde dieses auf der Schnalzerweise beim Peterbauern durchgeführt:

“Seit’s g’schickt – oane, zwoa, drei und dahi geht’s“ war von den Aufdrahrern an der Spitze jeder Passe zu hören. Wie bereits angekündigt organisierte dieses Jahr erstmals der Schnalzerverein Bicheln den Wettkampf:

Mit 4,5 Punkten Vorsprung verteidigte Ainring VI den Gemeindemeistertitel bei den Allgemein-Passen. Neuer Titelträger bei den Kleinen und Jugendlichen wurde die Passe Feldkirchen I. In der Schnalzerhochburg Ainring ist die älteste Schnalzerin der Welt aktiv, wie der Rathauschef informierte.

Schnalzervorstand Felix Butzhammer begrüßt und dankt

Vor Beginn der Veranstaltung mussten sich die Passeführer anmelden und später erfolgte die Auslosung der Startreihenfolge. 

Der Bichelner Schnalzervorstand Felix Butzhammer begrüßte zu Beginn der Brauchtumsveranstaltung die Schnalzerinnen und Schnalzer sowie Bürgermeister und Schirmherrn Hans Eschlberger, Pfarrer Wernher Bien und den Freundschaftpasse von Wals VI. Auch die Schnalzer aus den umliegenden Gemeinden hieß er willkommen. 

Besonders freute ihn, dass die Ulrichshögler Schnalzer mit einer jungen Passe mitschnalzen. Namentlich dankte er anschließend 22 Personen, Firmen und Vereinen sowie den Bewohnern von Bicheln und den Helferinnen und Helfern vom Schnalzerverein für die Unterstützung

Schirmherr Hans Eschlberger ist Stolz auf Schnalzerhochburg

Schirmherr Hans Eschlberger begrüßte danach die Schnalzer und Zuschauer aus nah und fern und sagte: „Es is a schöns Bild, wenn i einischau in die Schnalzerwiese, wie viel Leit heit z’amm kemma san, um den guaten schönen Brauch, den Schnalzerbrauch zu hegen und zupflegen. Unsere Gemeinde ist stolz, dass wir eine Schnalzerhochburg waren und bleiben und das wird sich in Bergheim in ein paar Wochen beweisen.“ 

Ihm sagte man, dass es das erste Mal sei, das in der neuen Schnalzerarena beim Peterbauern geschnalzt werde. Er sprach dem Schnalzerverein Bicheln ein Vergelt’s Gott für die Organisation und Durchführung der Großveranstaltung aus und betonte, es sei perfekt vorbereitet. 

46. Gemeindepreisschnalzen in Ainring

Älteste aktive Schnalzerin der Welt 

Vor seiner Rede habe der Rathauschef erfahren, dass die dienstälteste Schnalzerin der Welt da sei, nämlich Annemarie aus Feldkirchen. „Ich weiß es ist wenig charmant, aber sie ist noch eine junge Frau, stellvertretend für das weibliche Geschlecht, das immer mehr den Schnalzerbrauch erobert.“ Abschließend wünschte er jeder Passe den verdienten Erfolg, den Zuschauern und Gästen gesellige Stunden und allen Teilnehmern einen fairen Wettkampf.

Passe werden nach Gehör bewertet

Im Zuhaus des Peterbauern haben sich in einem abgedunkelten Raum Preisrichterobmann Peter Edfelder (Ainring), sowie die Preisrichter Hias Hinterstoißer, Herbert Galler (beide Feldkirchen), Reinhard Dusch, Andreas Dusch (beide Ainring), Stefan Prantler (Perach), Hans Altmutter (Thundorf) und Johann Helminger (Kothbrünning) zurückgezogen. 

Rhythmus, Homogenität und Lautstärke war von ihnen nach Gehör zu bewerten. Zu vergeben waren maximal 200 Punkte mit einer Richtlinie von null bis 20. Die beste und schlechteste Bewertung, wie beim Skispringen, wurde gestrichen. Die Auswertung hatte Franz Butzhammer inne.

18 Allgemein- und zwölf Jugendpassen

Mit einem Probedurchgang eröffnete die Jugendpasse von Feldkirchen I das 46. Ainringer Gemeindepreisschnalzen. 

Mittels Lautsprecherdurchsage wurden die Nummern, die jeder Passe zuvor zugeordnet wurde, aufgerufen. Als Aufzeiger fungierte Joseph Mühlbauer, damit die Zuschauer wussten, welche Passe sich hinter der Startnummer verbarg. Während der ganzen Veranstaltung sorgte der Schnalzerverein Bicheln dafür, dass sich die Teilnehmer und Zuschauer verpflegen konnten. 

Gespannt warten die vielen Brauchtumsfreunde auf den offiziellen Beginn. Von den ganz Kleinen bis hin zu den Jugendlichen in einer Anzahl von sieben oder neun Mädchen und Buben, teilweise auch gemischt, aus den Ortsteilen Ainring, Feldkirchen, Thundorf und Perach stellten sich 12 Passen dem Wettkampf

Es waren zwei Durchgänge für die Gemeindemeisterschaft zu absolvieren und obendrein ein Durchgang für die Paschwertung. Nach einer kurzen Pause leitete vom Veranstalter Schnalzerverein Bicheln, das Schnalzen der allgemeinen Passen mit einem Probedurchgang ein. 

Danach folgte das Schnalzen von 18 Passen aus Ainring, Feldkirchen, Perach, Bicheln, Ulrichshögl und Thundorf. Die Goaßlschwinger scharrten mit den Füßen in den Hobelspänen, bis sie den richtigen festen Stand hatten. An vorderster Front der oder die Aufdrahrer, welche das Kommando gaben. 

Leicht zeitverzögert von vorn setzten die Nächsten in der Reihe ein. Die Burschen und Männer meist im Hemd und Bundlederhose die Frauen im Dirndlg‘wand mit fliegenden Haaren wettfeierten um ein gutes Gelingen. Der knallige Goaßl-Wettstreit fand nach gut eineinhalb Stunden sein offizielles Ende mit einem Generalpasch.

Siegerehrung im "Rupertihof"

Zur Siegerehrung fanden sich die Teilnehmer in einem vollen Saal im Kellergeschoss des „Rupertihofs“ ein. 

Zur Unterhaltung spielte das „Wolkenbruchquartett“. Vor der Preisverteilung richtete Schnalzerchef Felix Butzhammer seinen Dank an seine Vorstandschaft, aber auch an die Musi, dem Wirt Thomas Berger, Schirmherrn Hans Eschlberger, dem Preisrichterobmann Peter Edfelder und seinem Onkel Franz für die Auswertung. 

Er wünschte alles Gute den Ainringer Schnalzern, welche nächstes Jahr den Bewerb ausrichten. Hans Eschlberger dankte hernach dem Schnalzerverein für die bravouröse Durchführung der Gemeindemeisterschaft. Es habe wunderbar funktioniert und war super organisiert. Ein Vergelt’s Gott hatte er für die Trainer und Übungsleiter parat, welche die Jungen trainieren. Diese Arbeit, das Ehrenamt und Idealismus der dahinter stecke, sei unschätzbar viel wert. Er erwarte, dass Ainring bei der Jugend und den Allgemeinpassen in Bergheim beim Rupertigauschnalzen ganz vorne mit dabei sei und wünschte dazu viel Glück und Erfolg.

Ein Stoffbeutel Speck und Brot für die Sieger

Schnalzervorstand Felix Butzhammer war es danach vorbehalten die Ergebnisse zu verkünden. 

Er begann mit der Paschwertung der Jugend, die sich die Ainring I mit 80 Punkten sicherte, und dafür erhielten Markus Reuther und Korbinian Höglauer für ihre Passe eine Riesenbreze. Als der Sieger Feldkirchen I als Jugend-Gemeindemeister verkündet wurde brauste großer Beifall auf. Bürgermeister Hans Eschlberger übereichte Passführer Florian Müller die Siegerurkunde. 

Den jeweiligen jungen Passführern überreichte 2. Vorsitzender Josef Mühlbauer in einem Stoffbeutel Speck und Brot. Unter großen Jubel konnte Passführer Christian Hofhans ein Fass Bier für Ainring IV entgegennehmen, für den Sieg in der Paschwertung mit 98,5 Punkten. 

Spannung herrschte auch wieder danach, denn die Ergebnisse verkündete Butzhammer ab dem 18. Rang bis zum 1. Platz. Vorjahressieger Ainring VI lag auch in diesem Jahr an der Spitze und wurde mit 185,0 Punkten Gemeindemeister. Vorstand Martin Seidl konnte die Siegerurkunde und 2. Vorstand Hermann Fuchs die Wandergoaßl in Empfang nehmen. Den jeweiligen Passführern überreichte 2. Vorsitzender Josef Mühlbauer in einem Stoffbeutel Speck und Brot.

Ergebnisse:

Gesamtpunktzahl aus dem ersten und zweiten Durchgang, in Klammern Paschpunkte und –platzierung: 

Jugendpassen: 

1. und Gemeindemeister Feldkirchen I, 160,0 Punkte (74/2.) Trainer Markus Galler und Wolfgang Öllerer mit Florian Müller, Felix Brötzner, Leonhard Deinbeck, Bernhard Weber, Korbinian Bäßler, Julian Steinbrecher, Raphael Zelzer, Markus Pauli und Lukas Waldhutter. 

2. Ainring I, 157,5 (80/1.) Trainer Reinhard Dusch und Sebastian Böhm mit Markus Reuther, Korbinian Höglauer, Benedikt Huber, Corbinian Aigner, Mathias Wiesbacher, Jakob Dusch, Timo Reuther, Kilian Höglauer, und Bernhard Bliem.

3. Thundorf I, (133,5 (61(4.) Trainer Hans Eigl mit Stefan Unterrainer, Julia Kern, Hansi Eigl , Markus Eigl, Florian Kern, Manfred Ruffer, Marco Wulch, Richard Hessberger und Thomas Huber. 

4. Feldkirchen II, 131,5 (66/3.); 5. Perach I, 89,5 (51,0/6.); 6. Ainring II, 88,5 (57,0/5.); 7. Feldkirchen III, 66,5 (40,0/8.); 8. Thundorf II, 63,0 (44,0/7.); 9. Airning III, 53,0 (30,0/9.); 10. Thundorf III, 46,5 (25,0/10.); 11. Perach II, 33,0 (19,5/11.); 12. Feldkirchen IV, 22,5 (10,0/12.). 

Allgemeinde Passen: 

1. und Gemeindemeister Ainring VI 185,0 (83,0/3.) mir Markus Dusch, Xaver Wiesbacher, Michael Reischl, Florian Schwaiger, Hermann Fuchs, Christian Müller, Markus Reischl, Sterfan Fuchs und Martin Seidl. 

2. Feldkirchen I, 180,5 (78,5/5.) mit Wolfgang Öllerer, Stefan Mühlbauer, Andreas Schuhböck, Josef Galler, Philipp Krois, Michael Mühlbauer, Martin Geigl, Peter Nitzinger und Michael Galler. 

3. Perach II, 178,0 (71,0/10.) mit Hubert Schweiger, Thomas Erbrich, Matthias Schweiger, Josef Schweiger, Martin Eder, Johann Ortner jun., Stefan Eder, Albert Eder und Rainer Geigl. 

4. Ainring IV, 174,5 (85,5/1.); 5. Ainring V, 174,0 (84,0/2.); 6. Ainring III, 172,5 (73,0/7.); 7. Ainring I, 163,0 (74,0/6.); 8. Perach I, 162,0 (80,0/4.); 9. Feldkirchen III, 162,0 (71,0/11.); 10. Feldkirchen IV, 156,5 (68,0/13.); 11. Perach III, 147,0/8.); 12. Feldkirchen V, 141,0 (72,0/9.), 13. Bicheln, 127,0 (67,0/16.); 14. Ulrichshögl, 122,0 (60,0/17.); 15. Perach IV, 120,5 (50,0/18.); 16. Thundorf I, 118,5 (68,0/14.); 17. Feldkirchen II, 97,5 (68,0/15.) und 18. Thundorf II, 96,0 (69,0/12.).

Andreas Pils

Quelle: BGland24.de

Zurück zur Übersicht: Ainring

Auch interessant

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser

MEHR AUS DEM RESSORT