Jahresreport:

Reges Vereinsleben bei der Feuerwehr

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Im Feuerwehrhaus in Mitterfelden liegt künftig das Buch „Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Freilassing" zur Einsicht auf. Das Präsent hatte Freilassings 1. Kommandant Rochus Häuslmann (rechts) der Ainringer Feuerwehr mitgebracht und 1. Vorstand Franz Wimmer (Mitte) sowie Kommandant Martin Waldhutter (links) überreicht, auch als Dank für die enorme Hilfe bei der vorjährigen Flut, welche die Stadt Freilassing in Ortsteilen heimgesucht hatte.

Ainring - Die Hauptversammlung der Feuerwehr Ainring fand im vollbesetzten Kultursaal statt. Höhepunkt 2013 war das Florianifest mit Weihe der neu restaurierten Fahne:

Einen umfangreichen Rückblick über das Vereinsleben der Feuerwehr Ainring gab der erste Vorstand Franz Wimmer in der Hauptversammlung im vollbesetzten Kultursaal in Ainring. Bezeichnend für das Interesse der „Institution Feuerwehr" war die Beteiligung auch seitens vieler Ehrengäste, sei es aus Kommunalpolitik, Kirche, Kreisbrandinspektion, leitende Führungskräfte von Nachbarwehren, Polizeiinspektion Freilassing, Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei, THW, BRK, Wasserwacht.

Ein besonderer Willkommensgruß galt den beiden Ainringer Ehrenkommandanten Franz Wimmer und Martin Waldhutter sowie ebenfalls aus dem Kreis der Ainringer Wehr Ehrenkreisbrandrat Rudi Zeif und Ehrenkreisbrandinspektor Heini Waldhutter.

Aus Vereinssicht als Höhepunkte im Jahr 2013 bezeichnete Franz Wimmer das Florianifest mit Weihe der neu restaurierten Fahne der ehemaligen Feuerwehr Straß sowie die Einweihung der geschnitzten Floriansfigur am Feuerwehrhaus in Mitterfelden. Organisiert wurde ein Vereinsauflug, der allerdings die gewünschte Beteiligung nicht ganz erfüllte. Aufenthalte legte man während der Fahrtroute ein in München, am Ammersee und abschließend in der Klosterbrauerei Andechs. Hingegen lobenswertes Mitwirken konnten bei kirchliche Veranstaltungen registriert werden, wobei die schmucke Fahnenabordnung die Wehr jeweils zusätzlich repräsentiert.

An Gründungsjubiläen anderer Feuerwehren in Trostberg (150 Jahre) und Michaelbeuern (125 Jahre) sowie an der 50-Jahrfeier des TuS Mitterfelden beteiligte man sich ebenfalls. Erwähnung fanden der Besuch bei Ehrenmitglied Mathias Wiesbacher zu dessen 80.Geburtstag, die hervorragend von Sandra Eschlberger organisierte Kindernikolausfeier, die fast schon aus allen Nähten platzt und die traditionelle Weihnachtsfeier im Feuerwehrhaus.

Franz Wimmer teilte mit, dass keine schriftlichen Anträge eingegangen seien. Derzeit verfüge die Ainringer Wehr über 77 Aktive, 32 Jugendliche, die der Jugendfeuerwehr angehören und 25 Passive, insgesamt 134 Mitglieder. Wie auf der Einladung zur Hauptversammlung vermerkt, würden Ehrungen, Beförderungen und Angelobungen beim Florianifest durchgeführt. Dankesworte galten der Kommandantur, Fähnrich Michi Reiter, Begleiter Michael Kriechbaumer, Vereinswirt Heinz Buchinger und der kompletten Vorstandschaft. In der Vorschau erwähnte Wimmer vor allem das diesjährige Florianifest am Sonntag, 18. Mai mit Feierlichkeit zum Jubiläum 140jährigen Feuerwehrstandort in Thundorf, denn 1874 ist die Feuerwehr in der Gesamtgemeinde Straß gegründet worden.

Die detaillierten Ausführungen von Kassier Johann Waldhutter beinhalteten die finanziellen Abwicklungen. Bei den Ausgaben fiel mit zirka 4.000 Euro die Beschaffung einer Wärmebildkamera für das Löschfahrzeug LF 16 ins Gewicht. Auch die Sanierung der alten Straßer Vereinsfahne gehörte zu den größeren Ausgabeposten. Die Einnahmeseite wies teils beachtliche Spenden auf, sowie Zuschüsse von der Gemeinde und vom Kreisfeuerwehrverband für den Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr. Die Gesamtbilanz, die sich bei 17.000 Euro bewegt, bezifferte Waldhutter nahezu als ausgeglichen, 125 Euro konnten der Habenseite für das Jahr 2014 zugebucht werden. Insgesamt befindet sich die Vereinskasse auf einem stabilen Fundament. Wer als Fördermitglied den Feuerwehrverein unterstützen will, hat hierzu jederzeit die Möglichkeit. Von der Homepage der Feuerwehr Ainring kann die digitale Beitrittserklärung geladen werden.

Eine absolut saubere und ordnungsgemäße Finanzverwaltung der Vereinskasse bescheinigte Herbert Koch, der gemeinsam mit Thomas Schlosser in der Revisoren-Funktion die Kasse geprüft hatte. Dem Antrag auf Entlastung wurde einstimmig Folge geleistet.

Zweite Bürgermeisterin Gabriele Noreisch, die kurz vor dem Ende ihrer Ehrenamtszeit den für einige Tage in Urlaub weilenden Hans Eschlberger vertrat, erläuterte eingangs, dass laut Umfragen in der Bevölkerung die Feuerwehrleute eindeutig mehr Vertrauen entgegengebracht wird als den weit hinten rangierenden Politikern. Auch sie schätze sich glücklich, „dank unserer Feuerwehr geschützt und geborgen hier leben zu dürfen, man kann sich auf eure Hilfe verlassen". Die erbrachten Leistungen – seien es Ernsteinsätze, Ausbildungen oder Übungen - während des ganzen Jahres, könnten nicht genug gewürdigt werden, wie sich alle gemeinsam mit Idealismus und Motivation für die Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde einbringen.

Die Gemeinde stehe voll und ganz hinter der Feuerwehr. „Wir freuen uns mit euch über ein gelungenes Feuerwehrhaus, das ja die `Feuertaufe` schon bestanden hat. Während der Flutkatastrophe im letzten Sommer als Einsatz-Zentrale im sehr gut funktionierenden Netzwerk der Helferorganisationen hat es sich bestens bewährt. Was auch hier von allen aktiven Helfern geleistet wurde, ebenso von anderen Hilfsorganisationen – THW, BRK, Polizei – war großartig", betonte Gabriele Noreisch, die auch als Mithilfe seitens der Gemeinde noch die optimale Ergänzung des Fuhrparks mit dem Versorgungs-Lkw erwähnte.

Lob und Respekt galt nach weiteren Ausführungen allen Ausbildern, denn nur durch Lernen und entsprechende Übung könne effektiv und sinnvoll geholfen werden.  Junge Menschen zu begeistern und für diese verantwortungsvolle Aufgabe stark zu machen, sei eine großartige Leistung. Die 2. Bürgermeisterin wünschte weiterhin diesen Elan und die Freude, die Kameradschaft und den Einsatzwillen der Ainringer Feuerwehr. „Jeder Mensch, der gerettet werden konnte, ist der Beweis für die Sinnhaftigkeit und den unbezahlbaren Wert eures Einsatzes. Lasst euch auch weiterhin die Freude am Helfen nicht nehmen", schloss sie mit dem bekannten Feuerwehrspruch „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr".

Kreisbrandrat Josef Kaltner überbrachte die Grüße der Kreisbrandinspektion und bescheinigte der Ainringer Wehr: „Ihr seid ein pfundiger Haufen mit einer superjungen Truppe, habt alles sauber und strukturiert im Griff, plant vorausschauend und auch das aktive Vereinsleben reiht sich nahtlos in das kameradschaftliche Gefüge ein. Bleibt weiterhin so und der Feuerwehr treu."

Pfarrer Wernher Bien stellte die christliche Nächstenliebe der Florianjünger heraus. Menschen in Not zu helfen sei ein barmherziges und unersetzliches Gut auf dieser Erde. Bei den jeweiligen Einsätzen seien Verantwortung, Energie, Mitmenschlichkeit die prägenden Elemente der Hilfsbereitschaft. „Möge euch Gottes Segen auf euren Wegen begleiten", rief der Pfarrer den Aktiven zu. Erster Polizeihauptkommissar Gerhard Meier nützte ebenfalls - auch namens des Polizeifortbildungsinstituts und anwesenden Leitenden Polizeidirektors Johann-Peter Holzner – die Gelegenheit der Ainringer Wehr für die tatkräftige Unterstützung, die oft bis an die äußerste körperliche Substanz gehe, zu danken. „Was wäre die Polizei ohne unsere engagierten und verlässlichen Feuerwehren", stellte Meier die leicht zu beantwortende Frage in den Raum und betonte seine persönliche volle Anerkennung und den Respekt an alle Einsatzkräfte.

Für die benachbarten Feuerwehren begab sich für ein Grußwort Freilassings der erste Kommandant Rochus Häuslmann ans Rednerpult. Sein Dank bezog sich insbesondere für die immens wertvolle Hilfe bei der Hochwasserkatastrophe die Freilassing Anfang Juni heimgesucht hatte. Als Präsent hatte er für die Ainringer Wehr ein Buch mitgebracht, das die „Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Freilassing" zum Inhalt hat.

Mit einem Imbiss und noch kameradschaftlichem Beisammensein nahm die Hauptversammlung ihr Ende.

schl

Quelle: BGland24.de

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