Sanierung der Moosstraße abgeschlossen

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Die Komplettsanierung der Moosstraße in Mitterfelden mit Erneuerung des Mischwasserkanals, des gesamten Wasserleitungsnetzes und Sanierung von maroden Hausanschlussschächte ist nun endgültig abgeschlossen. In dieser Woche wurde abschließend die Fahrbahn asphaltiert. Am westlichen Fahrbahnrand entstand ein gepflasterter Park- und Mehrzweckstreifen.

Ainring - Eine der am besten besuchten Bürgerversammlungen der letzten Jahre nahm ohne hintergründigem Wahlkampfgetöse einen ruhigen und sachlichen Verlauf.

Mit Beifall bedacht wurde die anfängliche Einspielung eines vertonten Imagefilmes über die Gemeinde Ainring mit all seinen Sequenzen von landschaftlichen Schönheiten, kulturellen, schulischen, musikalischen und sportlichen Angeboten, Brauchtumsereignissen sowie Querschnitt von kommunalen Aufgaben im Rathaus. „Eigentlich wär´s das schon gewesen“, meinte 1. Bürgermeister Hans Eschlberger spaßhalber, der dann doch einen intensiv-ausführlichen 90-Minuten-Report folgen ließ.

Die Dynamik der anschließenden Aussprache mit Gemeindebürgern verlief ausgesprochen fair und sachlich. „Unsere Aufgabe und unser Bemühen im Gemeinderat und Verwaltung war es auch im nun ablaufenden Jahr, dafür zu sorgen, dass sich unsere Gemeinde nachhaltig und gut entwickeln kann – so dass auch die Interessen nachfolgender Generationen gewahrt bleiben. 2013 war mit Ausnahme der Unwetterkatastrophe ein gutes Jahr für unsere Gemeinde – auch und gerade unter dem Stichwort „Nachhaltigkeit“. Immerhin ist die Gemeinde Ainring einwohnermäßig die drittgrößte im Landkreis“, zeigte Hans Eschlberger auf.

Aus der Vielfalt an Beiträgen des Bürgermeisters seien vorweg die Baumaßnahmen herausgegriffen. Die aktuellste Vollendung in Mitterfelden mit der Komplettsanierung der Moosstraße ist zugleich auch für die Gemeinde in diesem Jahr die teuerste mit einer halben Million Euro. Die Maßnahme war am 28. Mai öffentlich ausgeschrieben und an die am günstigsten bietende Firma Velz-Bau - in der Gemeinde angesiedelt - vergeben worden.

Mit einem Gesamtaufwand von etwa 500.000 Euro galt es, den bestehenden Mischwasserkanal auf eine Länge von rund 270 Metern und zugleich im Zuge dieser Maßnahme 15 Hausanschlüsse zu erneuern sowie die bestehenden, maroden Hausanschlussschächte zu sanieren. Das im Straßenbereich anfallende Oberflächenwasser wurde vom Kanalnetz abgetrennt und wird somit in drei großen Versickerungsanlagen vorgereinigt dem Untergrund zugeführt.

Zusätzlich erfolgte die Erneuerung des gesamten Wasserleitungsnetzes auf eine Länge von über 200 Metern, ebenso wie die 15 Wasserleitungshausanschlüsse. Zusätzlich sorgte man dafür, dass 160 Meter Steuerkabel im Leerrohr hergestellt wurde. Die Bayernwerk AG hatte im Baubereich ihr Ortsnetz und Teile der Straßenbeleuchtungsanlage erneuert. Der Straßenkörper wurde vollständig neu aufgebaut. Der Bürgermeister zeigte dies auf: Gehweg auf 1,8 Meter verbreitert und mit Betonpflaster befestigt, die Straße auf 4,5 Meter verschmälert.

So konnte am westlichen Fahrbahnrand ein gepflasterter Park- beziehungsweise Mehrzweckstreifen entstehen. Planung, Ausschreibung, Bauleitung und Abrechnung der gesamten Maßnahme wurden beziehungsweise werden vom gemeindlichen Tiefbauamt selbst durchgeführt, so dass hier zusätzlich keine Ingenieurleistungen und -kosten anfallen.

Bei dem eben fertiggestellten Radweg von Ainring nach Thundorf an der BGL 10, allerdings in Zuständigkeit des Landkreises, hatte die Gemeinde kräftig bei den Grundstücksverhandlungen mitgeholfen, außerdem mit eigener Finanzierung vorsorglich Leerrohre für die Datenautobahn (Breitband) mitverlegen lassen. Im laufenden Jahr wurden – wie jedes Jahr – viele Bau- und Unterhaltsmaßnahmen durchgeführt.

Klimaschutz und energetische Sanierung beispielsweise an den Schulen waren ein Arbeitsschwerpunkt. Eine bemerkenswerte Hochbaumaßnahme war 2013 der Ausbau der Kellerräume der Kinderkrippe zu Praxisräumen der Firma Aesculapi. Damit konnten 16 Arbeitsplätze erhalten werden. Am 10. und 11. April konnte die Straße von Mitterfelden zum Anwesen Keil nach Abschluss der Kabelverlegungsarbeiten für die Eigenstromversorgung des Brunnen in Wiesbach neu asphaltiert werden.

Die Gemeinde investierte hierfür für die circa 630 Meter lange Straße 40.000 Euro. Erledigt sind zwischenzeitlich auch die Arbeiten an der Sanierung des Gehweges in der Hallerstraße Perach/Heidenpont. Begonnen hatte man mit der Maßnahme am 15. April. Mitte Oktober erfolgte mit einem Gesamtaufwand von etwa 20.000 Euro die Sanierung der Abwasserpumpstationen Perach und Mühlreit. Die total verrosteten Druckleitungen und Armaturen im Inneren der 28 beziehungsweise 18 Jahre alten Stationen mussten durch neue Edelstahlleitungen ersetzt werden.

Zusätzlich hatte das Tiefbauamt im August den Forstwegebau Högl Nord und Langwiesen mit einem Gesamtumfang von rund 240.000 Euro ausgeschrieben. Die Maßnahmen sind zwischenzeitlich vergeben, haben auch schon begonnen und sollen heuer noch zu Ende gebracht werden. Derzeit wird – so die Auskunft des Bürgermeisters – auch das gemeindliche Generalentwässerungsplan überprüft.

Beispielsweise wird der gesamte Schmutzwasserkanal von Bicheln, Hammerau, Feldkirchen bis zur Überleitung ins österreichische Kanalnetz bei der ehemaligen Kläranlage überrechnet. Bis jetzt steht fest, dass der Hauptkanal in der Salzburger Straße in Mitterfelden erheblich vergrößert werden muss. „Der Hauptsammler von Feldkirchen nach Bruch ist ebenfalls stark überlastet, sodass hier in den nächsten Jahren ein neuer Bypass-Hauptsammler von Feldkirchen bis Bruch gebaut werden muss. Hierfür rechnen wir mit geschätzten Kosten von derzeit mindestens 800.000 Euro“, so das Gemeindeoberhaupt.

Bereits vergeben ist der Planungsauftrag für den Ausbau der Geppinger Straße Süd in Feldkirchen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten beim Grunderwerb soll diese nun ab Anfang 2014 ausgebaut werden. Ebenfalls bereits vergeben wurde der Planungsauftrag für die Sanierung der Salzburger Straße zwischen Edeka und Kirchenwegstraße einschließlich Kanalsanierung beziehungsweise -vergrößerung, Wasserleitungsneubau und Abtrennung des Oberflächenwassers.

Hier ist nach Hinweis des Bürgermeisters angedacht, die Planung 2014 abzuschließen und eventuell 2015 mit dem Ausbau zu beginnen. „Die voraussichtlichen Kosten schätzen wir derzeit auf etwa zwei Millionen Euro“, sagte Eschlberger. Beauftragt wird zusätzlich die Planungsleistung für die Erschließungsstraße des Baugebietes Hofhuber Anger.

Die Arbeiten sollen über den Winter 2013/14 ausgeschrieben werden. Der Baubeginn ist voraussichtlich im Frühjahr 2014 vorgesehen. Als weiteres größeres Projekt steht der Geh- und Radweg in Adelstetten auf dem Programm. Viele Grundeigentümer haben bereits ihre Unterstützung signalisiert. „Es müssen aber noch einige Hürden genommen werden. Die Ausführung soll im Anschluss an die Fertigstellung der Baumaßnahme für die Beseitigung des höhengleichen Bahnüberganges im Mühlreit voraussichtlich 2015 in Angriff genommen werden“, argumentierte der Bürgermeister.

schl

Quelle: BGland24.de

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