Feuerwehr Ainring probt Ernstfall "Waldbrand"

+

Ainring - Die Einsatzkräfte der Feuerwehren in der Region proben den Ernstfall eines Waldbrandes, denn die Gefahr ist trotz des vielen Regens nach wie vor sehr hoch.

Es ist vermutlich dem Klimawandel geschuldet, dass es immer mehr Waldbrände in unserem Landkreis gibt. So sind die beiden Waldbrände am Thumsee in den letzten Jahren mit Sicherheit die beiden in der Bevölkerung bekanntesten. Das aber während des letzten Waldbrandes am Thumsee auch zeitgleich ein Waldbrand am Königssee sowie ein Flächenbrand im Ainring Moor für die Feuerwehren zu bekämpfen war, ist wohl weniger bekannt.

Neben den Gebirgsregionen in unserem Landkreis zählt das Ainringer Moor mit seinen Renaturierungsflächen zu den Bereichen die besonders gefährdet sind. Dies war der Anlass, dass Zugführer Herbert Koch von der Feuerwehr Ainring zusammen mit dem Kreisbrandmeister Michael Brandl eine Kreisübung in diesem Bereich organisierte. Angenommen wurde ein Brandereignis zwischen Eschlberger und Adelstetten. Während der Einsatzleiter von der Person die den Brand gemeldet hat die nähere Örtlichkeit gezeigt wurde, sammelten sich die Fahrzeug in einem Bereitstellungsraum.

Ein Löschfahrzeug in einen engen Forstweg einfahren zu lassen, ohne die Situation zu kennen, könnte fatale Folgen für den weiteren Einsatzverlauf haben. Neben dem Brand wurde dem Einsatzleiter auch mitgeteilt, dass sich noch bis zu drei Personen im Brandgebiet aufhalten könnten. Der Einsatzraum wurde nun in zwei Abschnitte aufgeteilt. Neben der ersten Aufgabe, die Suche nach den möglichen vermissten Personen, musste die Lage noch näher erkundet werden. Eine erste Gruppen ausgerüstet mit Feuerpatschen, Grabwerkzeug und Rucksackspritzen nahm die weitere Erkundung vor und begann damit eine weitere Ausbreitung einzugrenzen.

Der Abschnitt 2, der durch ein Löschfahrzeug der Feuerwehr Ainring sowie einem Führungsfahrzeug, einem Löschfahrzeug und dem Gerätewagen Logistik der Feuerwehr Freilassing beschickt wurde, errichtet einen Löschangriff von Weiler Eschlberg über eine Forst und Radweg um eine Ausbreitung nach Richtung Westen zu verhindern. Dazu musste eine Löschwasserversorgung über eine größere Strecke errichtet werden. Von Adelstetten aus wurde ein weiterer Löschangriff vorgetragen, dazu wurde ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen an den Waldrand eingerichtet.

Dort wurde das Löschwasser in einen Faltbehälter umgefüllt, von dem aus eine Löschgruppe einen Löschangriff vornahm. Trotz der ungünstigen Witterung für eine Waldbrandübung konnten wichtige Erkenntnisse gewonnen werden. 55 Einsatzkräfte aus Ainring und Freilassing nahmen an der Übung teil. Gerade jetzt in den Sommermonaten ist wieder größte Vorsicht im Bereich des Moorgebietes geboten. Vor allem eine exakte Ortsangabe bei einer Brandmeldung im Ainring Moor ist äußerst wichtig, da es sehr viele Zufahrtsmöglichkeiten gibt.

Pressemeldung Feuerwehr Ainring

Quelle: BGland24.de

Zurück zur Übersicht: Ainring

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser