Missbrauch der Hundekotbeutel in Ainring?

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Ainring - "Landauf, landab" lägen die schwarzen Hundekotbeutel herum - auch im Ainringer Moos. 10.000 Euro stellt die Gemeinde dafür bereit, doch wie wird man dem Problem Herr?

Neben der Sanierung der Salzburger Straße in Mitterfelden und geplanten Hochwasserschutzmaßnahmen beschäftigten den Gemeinderat in der jüngsten Sitzung noch weitere Themen. Martin Strobl (ÜPW) hatte einen regionalen Markt für Brennholz angeregt. Der Bürgermeister hatte in dieser Angelegenheit Kontakt mit einem Mitarbeiter des Raiffeisen-Lagerhauses in Hammerau aufgenommen und in Erfahrung gebracht, dass Brennholz von heimischen Waldbauern dort bereits seit über zehn Jahren verkauft werde. Für Martin Strobl war diese Information ungenügend. Er bat um ein Gespräch mit dem Rathauschef, um ihm seine Beweggründe genauer zu erläutern.

Zur Verlegung der B304 im Bereich Mühlreit informierte Hans Eschlberger an ein ihm zugesandtes Schreiben von Bundesminister Alexander Dobrindt aus Berlin. In dem Fax wird darauf hingewiesen, dass das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur der Kostenfortschreibung zur Verlegung der B304 im Bereich Mühlreit mit Datum vom 6. März 2015 zugestimmt habe. Wörtlich heißt es: „Nachdem die Baumaßnahme zwischenzeitlich bereits zu 70 Prozent realisiert ist, ist mit der nun erteilten Zustimmung gewährleistet, dass der noch ausstehende Straßenbau durch die bayerische Straßenbauverwaltung , wie geplant, zeitnah vergeben werden kann.“

Nachfolgend gab Eschlberger noch eine Einladung zur Jahreshauptversammlung des SC Ainring am 26. April, im Gasthaus Doppler in Adelstetten, bekannt. Beginn ist um 18 Uhr. Alle Gemeinderäte sind zu dieser Versammlung des mitgliederstärksten Vereins der Gemeinde eingeladen. Unter dem Punkt „Anfragen“ erkundigte sich Franz Sommerauer nach dem Sachstand des Flächennutzungsplans. Dazu sagte der Bürgermeister, dass diese Thematik viel Zeit in Anspruch nehme, jedoch die Verwaltung mit außerordentlich vielen anderen, ebenfalls sehr zeitraubenden Einzelthemen beschäftigt sei. Er könne versprechen, dass die Angelegenheit des Flächennutzungsplans nicht in Vergessenheit geraten sei und baldmöglichst fortgesetzt werde.

Martin Strobl wollte Auskunft, ob es vom Stahlwerk Annahütte eine Rückmeldung bezüglich der Rodung von den Bäumen in der Saalachau gebe. Nach Hinweis des Bürgermeisters sei Kontakt sowohl mit dem Stahlwerk Annahütte wie auch mit der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt aufgenommen worden.

Die Hundekotbeutel würden den Missbrauch fördern, verdeutlichte Hans Pöllner. Landauf, landab, in angrenzenden Wäldern oder im Ainringer Moos, lägen diese schwarzen Plastikbeutel herum. Dies sei unerträglich und man müsste andere Möglichkeiten überdenken. Der Bürgermeister fand die Kritik für berechtigt, meinte aber, es handle sich um Einzelfälle und um Hundehalter, die zwar die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner einsammeln, aber dann doch irgendwie unkontrolliert in der Landschaft entsorgen. „Wir geben über 10.000 Euro für diese Säcke aus und stellen an den exponierten Stellen Stationen auf“, sagte er. Dies sei alles recht und gut, ließen die Räte Josef Reichenberger, Franz Genzinger und Gernot Althammer wissen und vertreten die Meinung, dass zu wenig Müllbehälter zur Entsorgung der Hundekotbeutel vorhanden seien (auch in der Gemeinde Ramsau hatte man mit einem ganz ähnlichen Problem zu kämpfen). Mögliche Standorte für weitere Abfallkörbe sollten geprüft werden.

Zur Thematik „Stallbau Schaider“ in Perach wollte Sepp Ramstetter wissen, weshalb diese nicht auf der heutigen öffentlichen Tagesordnung vorgesehen sei. Das gesamte Verfahren dauere nun schon so lange, da müsse endlich was vorwärts gehen, torpedierte er die betreffenden Stellen.. Hierzu antwortete der Bürgermeister, dass alle notwendigen Gutachten vorlägen und nach Rücksprache mit der Sachbearbeitern im Landratsamt demnächst ein positiver Bescheid für das Bauvorhaben des Stalles zu erwarten sei. Dass es so lange gedauerte habe, sei nicht auf Behördenversagen zurück zu führen und zwar weder betreffend kommunale Verwaltung, Landratsamt oder Amt für Landwirtschaft. „Ein Antrag kann erst dann abschließend behandelt werden, wenn alle notwendigen Unterlagen vorliegen“, ließ er die Kritik Ramstetters nicht gelten. Er hätte sich mehr Mitwirkungsbereitschaft des Antragstellers gewünscht, dessen Vorhaben im Außenbereich nunmehr nichts mehr im Wege stehe, sagte Hans Eschlberger.

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Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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