Moortretbecken nach Sanierung offiziell eröffnet

Bürgermeister Hans Eschlberger zerschnitt symbolisches Band

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Ainring - In Anwesenheit von Bürgermeister Hans Eschlberger wurde das neu sanierte Moortretbecken eröffnet.

Vorstand Max Gaisreiter hatte die ehrenamtlichen Helfer des Vereins „Freunde Ainringer Moos“ sowie des befreundeten Torferneuerungsverein Bürmoos mit Obmann Reinhard Kaiser an der Spitze eingeladen. Nach der erfolgten Sanierung eröffnete nun 1. Bürgermeister Hans Eschlberger das Moortretbecken. Nach dem offiziellen Teil lud der Verein zu einer Brotzeit unmittelbar an der Anlage ein und die Bürmooser spendierten dazu ein Fassl gutes österreichisches Bier. Zunächst versammelten sich die Geladenen am Torfwerk in Mühlreit und konnten hier sich auch mit kühlen Getränken versorgen. Bierzeltgarnituren, Getränke und Essen waren bereits verladen und mit drei Bockerbahnen fuhr man anschließend ins Moos. Vor Ort bedankte sich Vorstand Gaisreiter bei denen, die bei der Sanierung des Moortretbeckens mitgeholfen hatten. Er sprach von extrem viel Arbeit. Gerade durch das viele Benutzen sanken die Gäste immer tiefer ein und bekamen Angst, deshalb musste was geschehen. Ehrenvorsitzender Georg Thesz zeichnete einen Plan und hatte auch die Idee zu den Geländern.

Bagger sorgte für Aushub

Franz Mesner sorgte mit einem Bagger für den Aushub, auch von Schilf, da das Becken auch immer mehr zuwuchs. Hans Höglauer (Mesei) hatte ein Hinweisschild mit der Aufschrift „Beckentiefe 60 cm links – 30 cm rechts“ gefertigt. Gaisreiter betonte es gelte zu feiern, was in vielen Stunden geschaffen wurde und deshalb gebe es eine Brotzeit und Bier.

Das Bier spendeten die Freunde aus Bürmoos, die immer daran denken, wenn es was zu feiern gibt und dankte ihnen für das Kommen. Georg Thesz erläuterte, man habe bei den ersten Gedanken zur Kneippanlage damals an vieles nicht gedacht. „Man brauche nur eine Fläche frei machen, die Nässe ist vorhanden und die Leute können rein gehen“, so die Vorstellung seinerzeit. Nach langer Überlegung packte man an den Untergrund zu bearbeiten, nach dem Ausbaggern des Moores verlegte man eine Boden mit ungehobelten Holzbrettern darauf wurde ein Fließ verlegt und zusätzliche Bretter mit Nut und Federn in Nord-Süd-Richtung eingepasst.

Grußwort des Bürgermeisters

Nach dem Einbau der Haltestangen begannen die Mitglieder mit dem Verfüllen. 1. Bürgermeister Hans Eschlberger sprach ein Grußwort und meinte man sei um eine Attraktion reicher, und dies betonte er auch als Vorsitzender des Tourismusvereins, den er seit einigen Monaten leite um ihn vor der Auflösung zu bewahrten und es ihm ein Anliegen sei, diesen zu erhalten. Im Heimat- und Tourismusverein sei Geld vorhanden und es können solche Vereine wie die Moosfreunde unterstützt werden und bei Bedarf für touristische Attraktionen aus dem Topf etwas beisteuern. „Ainring hat keine Heilquellen, wir haben kein Thermalquellen, aber wir haben ein Moor, eine Moorkneipanlage und das ist der wichtigste Meilenstein auf dem Weg zum Kurort Ainring“ sagte das Gemeindeoberhaupt augenzwinkernd. Er dankte für die tüchtige Arbeit, wenn ein Ingenieurbüro und Bauunternehmern es machen müssten, wäre es denn einfach unbezahlbar. „Es ist eine wertvolle Bereicherung, wie viel anderes, was ihr in den 15 Jahren geschaffen habt, deshalb im Namen der Gemeinde und im Namen der 10.000 Bürger Vergelt’s Gott.“

Moortretbecken nach Sanierung in Ainring eröffnet

Ehrenmitglied Robert Winterer sage, draußen beim Torfwerk gebe es ein von Pater Holm-elin geweihtes Kreuz und im Moos ist ein Birkenkreuz vorhanden. Er bat den himmlischen Vater um den Segen und die Himmelsfrau um den Schutz im Moos und der Heimat für die Leute. Kurz wandte sich noch Moorführer Walter Soraruf an die Zuhörer und sprach von 14.000 fleischfressenden Pflanzen, im Hinblick auf die bevorstehende Brotzeit. „Eine Kneipptretanlage kann man nicht überall machen, sondern ist hier nur an wenigen Stellen im Moos möglich, wo tatsächlich Heilmoor vorhanden ist. Es müssen Stellen sein, wo in der Eiszeit der Gletscher besonders viel Gesteinsmehl hinein gerieben hat, nur dann wird der Torf zu Heilmoor.“ Er informierte, dass mittlerweile auch viele internationale Gäste kommen, unter anderem aus China.

Feierliche Eröffnung

Unter dem Holzboden im Moortretbecken befindet sich ein geleerte Bierflasche mit dem Zettl „Errichtet anno domini 2018 durch die Ainringer und Bürmooser Moorfreunde“. Hernach standen 1. Bürgermeister Hans Eschlberger flankiert von Vorstand Max Gaisreiter und Ehrenvorsitzenden Georg Thesz am symbolischen Absperrband und der Rathauschef durchschnitt dieses zur offiziellen Eröffnung. Anschließend haute Eschlberger souverän den Zapfhahn in das Fass und zapfte das erste Bier. Unterhaltsame und angeregte Gespräche zwischen „drent“ und „herent“ gehörten zum Nachmittag.

Nach der Brotzeit hieß es Schuhe und Socken ausziehen, die kurzen Hosen noch weiter nach oben krempeln und hinein ins gesunde Heilmoor. Unter anderem taten dies Max Gaisreiter und Georg Thesz. Bürgermeister Hans Eschlberger tat dies erst später, nach dem ihm eine kurze Hose gebracht wurde. Auch die anderen Teilnehmer konnten die anregende Wirkung spüren und stapften durch die schwarze Masse, was einem Jungbrunnen für die Beine gleich kam. Anschluss konnte man sich an der Wasserpumpe waschen. Gerade noch rechtzeitig vor dem Gewitterschauer trafen die Leute wieder beim Torfwerk an, wo dann Kaffee und Kuchen auf sie wartete.

pi

Quelle: BGland24.de

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