Neujahrsempfang des Pfarrverbandes Ainring

Vergelt's Gott für ehrenamtliches Wirken

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Die Familienmusik Auer interpretierte das Neujahrslied.

Ainring - Beim Neujahrsempfang des Pfarrverbandes Ainring im Pfarrzentrum von "St. Severin" in Mitterfelden stellte sich mit Christian Aschauer der neue Verwaltungsleiter vor.

Eine Bilderschau hat beim Neujahrsempfang des Pfarrverbandes Ainring gezeigt, wie viel sich in den Pfarreien "Mariä Himmelfahrt" Feldkirchen, "St. Laurentius" Ainring und "St. Martin" Thundorf im vergangenen Jahr getan hat. Bei dem Treffen im Pfarrzentrum von "St. Severin" in Mitterfelden stellte sich mit Christian Aschauer der neue Verwaltungsleiter vor. Der Abend war ein Vergelts's Gott der hauptamtlichen Seelsorger für den ehrenamtlichen Einsatz der vielen Leute. Im offiziellen Teil begeisterte die Familienmusik Auer mit alpenländischer Volksmusik. Für die rund 100 Teilnehmer wartete hernach ein reichhaltiges kaltes Buffet.


Neujahrsempfang im Pfarrzentrum

Eröffnet wurde der Abend von der Familienmusik Auer, wobei Hansl (Harfe) und Hansi (Diatonische) das "Neujahrslied" von Maria, Vroni und Kathl instrumental begleiteten. Darauf folgte ein "Mozart-Menuett". Pfarrverbandsratsvorsitzender Andreas Pils begrüßte zunächst die ehrenamtlichen Mitarbeiter aus den drei Pfarreien. Namentlich hieß er die hauptamtlichen Seelsorger des Pfarrverbandes Ainring, den neuen Verwaltungsleiter Christian Aschauer, den evangelischen Pfarrer Werner Buckel mit Frau sowie 3. Bürgermeisterin Rosemarie Bernauer willkommen. Ein Gruß galt auch Vereinsvorständen, Sponsoren und weiteren im öffentlichen Leben stehende Personen.

Pils begrüßte auch die Familienmusik Auer und dankte im Voraus für die musikalische Gestaltung des Neujahrsempfangs. Der Sprecher gab seiner Hoffnung, Ausdruck, dass alle gut ins neue Jahr gekommen sind und wünschte ein gesundes und gesegnetes neues Jahr, und dass die Erwartungen, die man an 2019 knüpft sich erfüllen mögen. Zu Beginn wartete er mit einer Statistik auf, nämlich die Anzahl der Katholiken in Ainring 1629, in Thundorf 1010 und Feldkirchen 3338, Im Pfarrverband Ainring gibt es knapp 6000 Katholiken.


Seine Rede stellte Pils unter das Motto "Veränderung" und betonte: "Veränderung bedeutete lernen, Veränderung heißt neue Wege beschreiten, Veränderung bedeutete Chancen zu ergreifen. Im Februar letzten Jahren standen unter dem Leitwort "Du bist Christ. Mach was draus" die Pfarrgemeinderatswahlen an. Manche hörten nach einer Amtsperiode wieder auf, andere verbrachten viel Jahre in dem Gremium PGR und wollten sich mehr Ruhe gönnen und stellten sich nicht mehr zur Verfügung. Dennoch fand man in den drei Pfarreien wieder Kandidatinnen und Kandidaten, welche für vier Jahre gewählt wurden. 

Der in Ainring aufgewachsene Thomas Moka komponierte die "Quirinus-Messe", welche vom "Ainringer Vierg'sang" und den Bläserquartett "Die Glorreichen Vier" im Sommer uraufgeführt wurde. Diese vielbeachtete Messe kam auch zur Aufführung, anlässlich der 60-jährigen Eigenständigkeit der Pfarrei Feldkirchen, wozu PGR-Vorsitzende Elisabeth Kern einen Rückblick auf die vergangenen sechs Jahrzehnte gab. Am 12. November verstarb der hochgeschätzte Geistliche Rat Anton Parzinger im 84. Lebensjahr nach kurzem Krankenhaus-Aufenthalt. Seit 2010 Ruhestandspriester in Teisendorf, kam er gerne an seine alten Wirkungsstätte als Aushilfe zurück.

In der Erzdiözese wurden im November neue Kirchenverwaltungen gewählt. Eine gute Mischung aus bewährten und neuen Kräften ist seit 1. Januar 2019 im Einsatz, freute sich Pils. Diese Gremien sind für die wirtschaftliche, bauliche und organisatorische Belange verantwortlich sowie für Verwaltungs- und Finanzaufgaben zuständig. Für den Pfarrverband wurde die Stelle eines Verwaltungsleiters geschaffen, welche zu Beginn des Jahres besetzt wurde. Mit dieser Maßnahme hat Pfarrer Bien mehr Freiräume für das seelsorgerische Wirken.

Änderung der Gottesdienstordnung

Auch bei der Gottesdienstordnung gab es eine Veränderung zu Jahresbeginn. Aufgrund des Gesundheitszustandes von Pater Hans-Hermann Holmelin, kann mit ihm nicht mehr fest geplant werden. Es gibt am Wochenende zwei Eucharistiefeiern weniger und auch bei den Werktagsmessen gab es Änderungen. Abschließend wies Andreas Pils noch auf die Homepage hin und schloss mit einem Goethe-Zitat seine Ausführungen. Mit der getragenen "Barbaraweis" leitete das Musikensemble über zur nächsten Sprecherin. Maria Utzmeier aus Ainring las in Mundart die nachdenkliche Geschichte "Zeit - Gebet" vor, wo es unter anderem lautete: "I bitt die, komm huif, dass des Zeit de no kimmt, net einfach bloß recht nutzlos verrinnt!" Mit der "Bartholmä-Weis" zog die Familienmusik Auer die Zuhörer in ihren Bann.

Die Feldkirchener Pfarrgemeinderatsvorsitzende Elisabeth Kern den Text "Wir müssen reden Gott" dabei. Sie schilderte das deutsche Paare statistisch am Tag nur sieben Minuten miteinander reden. Andererseits könne man zwei Stunden miteinander sprechen, ohne viel zu sagen. In den Worten ging es auch um das Zuhören. In der Besetzung Maria (Gitarre), Hansl (Harfe), Vroni (Hackbrett), Hansi (Diatonische) und Kathl (Kontrabass) ließ die Familie Auer aus der Feder von Tobi Reiser den "Tiefen Landler" erklingen. Agnes Enzinger aus Thundorf brachte die Dialekt-Geschichten "Vom Frieden in da Welt" und "S' kloane Glück" zu Gehör.

Pfarrverbandsleiter Pfarrer Wernher Bien betonte anschießend: "Liebe Ehrenamtliche ich möchte an dieser Stelle ganz herzlich Vergelt's Gott sagen, davon lebt Pfarrei und christliche Gemeinschaft, dass sich viele Leute ehrenamtlich engagieren, sich einbringen." Es war wir ihn eine Freude von der Bühne aus auf so viele Leute zu schauen. Extra für den traditionellen Neujahrsempfang hat der Geistliche wieder gedichtet, wo unter anderem in den Versen hieß: "Mög, was Sie tun beizeiten auch Freude g'nug bereite, ein Einsatz, der gefällt; durch den der Blick nach oben, zum Herrgott wird gehoben, der uns zusammenhält." Besonders bedankte er sich bei den Leuten aus der Kirchenverwaltung, die nach vielen aktiven Jahren ausscheiden. In den Gemeindegottesdiensten werden die Geschenke überreicht. Aus jeder Pfarrei griff er einen Namen heraus. In der Pfarrei Feldkirchen habe Sepp Vogl Hervorragendes gemacht und dankte dafür. Hans Hasenöhrl aus der Pfarrei Thundorf war sechs Perioden, das sind 36 Jahre, davon 30 Jahre als Kirchenpfleger dabei. Sage und schreibe auf 52 Jahre brachte es Oskar Weber aus Ainring. "Unglaublich was ihr geleistet habt, da könnte einem Angst und Bange werden, wenn man solche Leute jetzt verliert. Zum Glück haben wir nun einen Verwaltungsleiter."

Neuer Verwaltungsleiter stellt sich vor

Christian Aschauer wandte sich hernach an die Versammlung und freute sich zunächst über die Einladung zum Empfang und sprach von einer "bärigen" Veranstaltung und es sei wirklich beeindruckend, was geboten werde. Nach diesen Worten stellte er sich und seine künftigen Aufgaben vor. Er kommt aus der Nachbargemeinde Anger, ist verheiratet und hat eine 14-jähirge Tochter. Seine Ausbildung im Landratsamt begann 1986, wo er als Verwaltungsangestellter und ab 2011 als Leiter im Fachbereich öffentliche Sicherheit und Ordnung tätig war. Auch da hat er mit engagierten Leuten im Ehrenamt zusammengearbeitet. Seit dem 1. Januar ist er einer von 60 Personen die als Verwaltungsleiterin und Verwaltungsleiter im Ordinariat angestellt sind und für Pfarrverbände tätig sind.

Seine Zuständigkeitsbereiche sind in Ainring und Piding.

Die Hauptaufgabe sei die Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Kirchenverwaltungen und auch mit der Verbandsverwaltung.

Da große Thema Liegenschaften, Neubauten, Umbauten, Renovierungen werde von ihm unterstützt und betreut. Die Aufgabe soll auch für die Pfarrer eine Entlastung bringen, damit sie ein bisschen mehr Zeit für eigentliche Aufgabe in der Seelsorge haben. Aschauer hofft nach der Einarbeitung auf eine gute Zusammenarbeit

Für Schwung sorgte dann die Familienmusik Auer mit dem "Eisbahn-Landler". Anschließend wurden Fotos vom Mitterfeldener Adventskalender und vom Ulrichshögl gezeigt. Die große Fotoschau als Rückblick über das Geschehen im kirchlichen Leben folgte. Die Aufnahmen von der Pfarrei Feldkirchen und Ainring kommentierte Andreas Pils und die von Thundorf deren Pfarrgemeinderats-Vorsitzender Alfons Brüderl. Am Schluss des offiziellen Teils bedankte sich Pfarrer Wernher Bien bei Andreas Pils für die Zusammenstellung der Bilderschau und lud alle Gäste zum Buffet ein. Alle Protagonisten des Abends erhielten einen Applaus. Noch lange verweilten die Ehrenamtlichen, Hauptamtlichen, Sponsoren und Ehrengäste im Pfarrsaal und Foyer. Das wichtigste aber an diesem Abend war die Erfahrung der Gemeinschaft, bei der in heiterer Atmosphäre, viele Gespräche geführt wurden.

Andreas Pils

Quelle: BGland24.de

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