Wann kommt der B20-Kreisel?

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Für Autofahrer ein lästiges Übel: Längeres Ausharren in der Warteschleife im Kreuzungsbereich bei Hausmoning. Vor allem die Ausfahrt in die B 20 für Linksabbieger Richtung Freilassing ist sehr erschwert, zudem kommt es wiederholt durch im Links-Abbiegebereich befindliche größere Fahrzeug für den dadurch sichtverdeckten und manchmal genervten Rechtsabbieger zu gefährliche Situationen, da Verkehrsteilnehmer auf der vorfahrtsberechtigten Bundesstraße zumeist die 70 km/h-Geschwindigkeitsbeschränkung nicht einhalten.

Ainring - Der Gemeinsame Antrag der ÜPW- und CSU-Fraktionssprecher fand zustimmend Gehör im Bauausschuss: Ein Planungsbüro soll die Machbarkeit prüfen und Alternativlösungen finden.

Die Gemeinderäte und zugleich Fraktionssprecher Martin Strobl (ÜPW) und Jörg Mader (CSU) stellten einen gemeinsamen Antrag auf Untersuchung der Machbarkeit eines Kreisverkehrs an der Bundesstraße 20 zur Erschließung von Mitterfelden. Mit dem diesbezüglichen Schreiben beschäftigte sich jüngst der Bauausschuss.

Zufahrtssituation von Mitterfelden zur B20 wird zunehmend schlechter

Der Antrag beinhaltete die bekannte Tatsache, dass in der Zufahrtssituation von Mitterfelden zur Bundesstraße 20 in den vergangenen Jahren eine deutliche Verschlechterung eingetreten sei. Einerseits habe sich Mitterfelden als größter Teil der Gemeinde Ainring weiter entwickelt und sei mit einigen tausend Einwohnern der bevölkerungsreichste Ort zwischen den beiden Städten Freilassing und Bad Reichenhall. Zum anderen habe sich nicht zuletzt aufgrund der kontinuierlich größer werdenden Mobilität der Verkehr auf der Bundesstraße 20 immer mehr gesteigert. Aber auch die Tatsache, dass es in Mitterfelden mittlerweile auch zahlreiche Einpendler gebe, trage zur Verschärfung der Situation bei.

Ein Planungsbüro soll eingeschaltet werden

Der Gemeinderat Ainring habe im Zuge der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes genau dieses Problem erkannt und bereits teilweise diskutiert. Zuletzt habe – so in dem Schreiben – Bauoberrat Martin Bambach vom Staatlichen Bauamt Traunstein zu dieser Situation festgestellt, dass es an der bestehenden Stelle vermutlich keine Entschärfung der Situation geben werde, so dass eine Verlagerung durchaus zu begrüßen wäre.

Aus diesem Grunde beantragten die Unterzeichner folgendes: „Die Gemeinde Ainring wird gebeten, ein geeignetes Planungsbüro mit der Untersuchung der Machbarkeit eines Kreisverkehrs zur besseren und zukunftsweisenden Erschließung von Mitterfelden zu beauftragen. Ein Kreisverkehr könnte dabei entweder südlich der bestehenden Ausfahrt zwischen Hausmoning und Feldkirchen Nord oder als weitere Variante nördlich von Hausmoning bei Bruch entstehen.

Die Untersuchungen sollen eine grundsätzliche Machbarkeit hinsichtlich Verkehrsführung und Kostenschätzung beinhalten. In jedem Fall soll die Salzburger Straße ab dem bestehenden Bahnübergang die zentrale Erschließungsachse von Mitterfelden bleiben. Darüber hinaus sollen bereits nach Vorliegen der ersten Trassenvarianten durch die Gemeindeverwaltung entsprechende Grundstücksverhandlungen und Sondierungsgespräche geführt werden, welche Grundstücksflächen zu welchen Konditionen zur Verfügung stehen würden.“

Von Bauamtsleiter Thomas Fuchs wurden anhand eines Lageplan-Lichtbildes auf Leinwand die Varianten gemäß der Antragswünsche für einen Kreisverkehr und notwendiger Unterführungsbauwerke wegen der Bahnlinie aufgezeigt. Er informierte, dass jetzt schon Einwände von Grundeigentümern bekannt seien.

Der künftige Planer soll auch Alternativvorschläge bringen

Bürgermeister Hans Eschlberger teilte mit, er wäre im Einvernehmen mit seiner Verwaltung einverstanden, dass man sich auf die Suche eines Verkehrsplaners mache für objektive Aussagen Der Bauausschuss sei für die vorbereitende Bauleitplanung zuständig und müsse deshalb über den Antrag beschließen. CSU-Rat Sven Kluba sprach sich dafür aus, dem Planer keine Vorgaben zu machen. Dieser sollte auch alternative Lösungen vorschlagen, damit dann beizeiten mehrere Varianten diskutiert werden könnten. Alle Ausschussmitglieder billigten den Antrag und beauftragte die Verwaltung, es sollen erste vorbereitende Gespräche mit geeigneten Planungsbüros geführt werden.

Sachbearbeiter Klaus Kalb informierte über einen in der Verwaltung eingegangenen Antrag der Anwohner aus der Hammerbachsiedlung auf Verkehrsberuhigung. Er teilte mit, dass diesbezüglich nun Verkehrsmessungen durchgeführt werden, um Geschwindigkeit und Anzahl der Fahrzeuge zu ermitteln sowie Fachbehörden einzuschalten. Anschließend werde der Bauausschuss mit dem Antrag befasst.

schl

Quelle: BGland24.de

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