Kommunales Signal an Gastronomiebetriebe *Umfrage*

Ainringer CSU will Gutscheine nach Traunsteiner Vorbild verschenken

Ainringer CSU will Gastronomie und Vereinen helfen
+
Rosemarie Bernauer, Sven Kluba und Ernst Peter (v.l.) wollen zusammen mit der CSU Ainring Gastronomie und Vereine unterstützen.

Ainring - Die CSU will in Ainring sowohl die von der Coronakrise gebeutelten Gastronomiebetriebe als auch die Vereine unterstützen. Dementsprechend hat die Fraktion zwei Anträge gestellt, die im Juli im Gemeinderat behandelt werden sollen.

"Die Corona-Pandemie prägt seit Monaten unser gesamtes Leben", führt die Ainringer CSU am Beginn ihrer Anträge aus. Sie will, dass sich der Gemeinderat sowohl mit der finanziellen Situation der Vereine auseinandersetzt, als auch eine Möglichkeit diskutiert, mit der heimischen Gastronomiebtrieben geholfen werden kann.


Nützliche Links zu Corona:

Alle wichtigen Artikel im Überblick

Alles was man über die Maskenpflicht wissen muss

Coronavirus-Fälle in Deutschland

Coronavirus-Fälle weltweit

Großes Vorbild im zweiten Fall ist die Stadt Traunstein. Dort hat der Stadtrat beschlossen, dass jeder Bürger einen Zehn-Euro-Gutschein erhält, den er bei Traunsteiner Gastronomiebetrieben einlösen kann. Kinder erhalten einen Fünf-Euro-Gutschein. Ähnliches kann sich die CSU in Ainring vorstellen: "Unsere gastronomischen Betriebe brauchen von kommunaler Seite ein Signal, dass sie nicht nur gebraucht werden, sondern für unsere Heimat 'lebenswichtig' sind. Auch nach den ersten Lockerungsmaßnahmen kämpfen viele Gastronomen um ihre Zukunft. Nachholeffekte sind in der Gastronomie nicht vorhanden", so die Begründung.

Soll Ainring 110.000 Euro für die Gastronomie in die Hand nehmen?

Die Gutscheine sollen mit einer Gültigkeit bis zum 31. Oktober 2020 per Post an Ainringer Bürgerinnen und Bürger versandt werden. Jeder Erwachsene mit Hauptwohnsitz in Ainring soll einen Zehn-Euro-Gutschein erhalten, Kinder und Jugendliche bis zwölf Jahren einen Fünf-Euro-Gutschein. Alle Ainringer Wirtshäuser, Restaurants und Cafés dürfen die „AinringGutscheine“ bei der Gemeinde einlösen und bekommen den Betrag auf ihr Konto erstattet. Die geschätzten Kosten dürften sich bei knapp 10.000 Hauptwohnsitzen auf ca. 110.000 Euro einschließlich Gutscheindruck und Versand belaufen.


Ainrings Bürgermeister Martin Öttl bestätigte den Eingang der CSU-Anträge. Sie sollen in der Juli-Sitzung des Gemeinderats behandelt werden. Dann soll sich das Gremium auch damit beschäftigen, wie die Vereine von der Corona-Krise betroffen sind. "Nicht nur das gesellschaftliche Leben in den Vereinen sowie die Vereinsaufgaben selbst sind zum Erliegen gekommen, sondern auch jegliche Einnahmemöglichkeiten sind unseren Vereinen weggebrochen", argumentiert die CSU. "Keine Turniere, keine Veranstaltungen, kein Vereinsleben, Sponsoren brechen weg, keine Feste, keine Bierzelte und kein Betrieb von Vereinsheimen führen zum Wegfall aller Einnahmemöglichkeiten für das so wichtige Ehrenamt."

Dennoch blieben die Ausgaben in vollem Umfang bestehen. "Verbindlichkeiten müssen getilgt werden, Veranstaltungen müssen abgesagt werden, Unterhaltskosten von Vereinsgebäuden müssen bezahlt werden, für Versicherungen und die Abführungen an Verbände sind Geldmittel notwendig." Deshalb will die CSU die Vereine unterstützen und hat beantragt, dass der Vereinszuschuss für das Jahr 2020 einmalig verdoppelt wird. Dies ermögliche eine schnelle und unbürokratische Hilfe für die Vereine. Die Stadt Tittmoning hat bereits beschlossen, alle Betriebe mit solchen Gutscheinen zu unterstützen.

Ob sowohl die "AinringGutscheine", als auch die Verdoppelung des Vereinszuschusses zustande kommen, wird sich am 28. Juli 2020 bei der Sitzung des Ainringer Gemeinderates entscheiden. 

cz

Quelle: BGland24.de

Kommentare