Althammer legt Ainringer VdK-Vorsitz nieder

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Der zehn Jahre im Amt befindliche Achim Althammer (2.v.l.) fand zwei Jahre vor der eigentlichen Wahl der gesamten Vorstandschaft in Ludwig Wetzelsberger (2.v.r.) einen Nachfolger.

Adelstetten - Der bisherige Vorstand Achim Althammer wurde in der Jahreshauptversammlung zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Ludwig Wetzelsberger übernimmt nun sein Amt.

Zehn Jahre übte Achim Althammer mit vollem Engagement das Ehrenamt des 1. Vorsitzenden beim VdK-Ortsverband Ainring aus. Sowohl zeitliche, wie gesundheitliche Gründe waren nun maßgebend, dass er die Verantwortung an der Spitze des Sozialverbandes noch in der Mitte des vierjährigen Wahlturnus an Ludwig Wetzelsberger abgeben konnte.

Der umtriebige, immer sozial und hilfsbereit eingestellte Rablinger, der im kommenden Monat seinen runden „Sechziger“ feiern kann, ist vielen bekannt in seiner 18 Jahre währenden Tätigkeit als Gemeinderat und Fraktionssprecher, Seniorenbeauftragter der Gemeinde Ainring, über zwei Jahrzehnte in der Funktion des BGL-Kreisbereitschaftsleiters beim Bayerischen Roten Kreuz, außerdem knapp 30 Jahre lang Bereitschaftschef beim BRK Ainring.

Bei der am Dienstag dieser Woche stattgefundenen Jahreshauptversammlung im Gasthaus Doppler in Adelstetten wurde durch Wahlleiter und Kreisvorsitzenden Manfred Rau bei einhelliger Abstimmung per Handzeichen der anwesenden Mitglieder die Übergabe des Vorsitzes auf würdige Weise vollzogen. Achim Althammer, der sein Amt freiwillig zur Verfügung gestellt hat, wurde posthum nach einstimmigem Beschluss der Vorstandschaft zum Ehrenvorsitzenden des VdK-Ortsverbandes Ainring ernannt. Auch der Kreisverband Berchtesgadener Land wusste die besondere soziale Arbeit und Verdienste von Althammer zu würdigen und überreichte durch Kreisvorsitzenden Manfred Rau die glasgerahmte Ehrenurkunde mit integrierter Verdienstmedaille in Gold samt goldener Anstecknadel in Anerkennung für besondere Verdienste. Es ist die höchste und bisher äußerst selten vergebene Auszeichnung durch den VdK-Kreisverband Berchtesgadener Land.

Von der politischen Gemeinde wurde Achim Althammer vom 1. Bürgermeister Hans Eschlberger ebenso mit der Ainringer Gemeindewappen-Anstecknadel und Übergabe des druckfrischen Buches „Geheimnis Moor - im Voralpenland zwischen Inn und Ainring“ von Autor Kurt Wolfgang Leininger verdienstvoll geehrt.

Hans Eschlberger erwähnte, Ainrings VdK könne heuer auf stolze 67 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken. Bei allen Veränderungen in dieser langen Zeit sei eines stets konstant geblieben: Der Ortsverband wurde und wird geführt von Persönlichkeiten mit besonderer sozialer und menschlicher Kompetenz. Die Themen, um die sich der Sozialverband sorge, hätten sich in den vergangenen fast sieben Jahrzehnten stark gewandelt. Anfangs, in der unmittelbaren Nachkriegszeit, seien es die Kriegsopfer und ihre Familien gewesen, um die sich der Verband gekümmert habe. Heute sei der VdK ein modernes Dienstleistungsunternehmen, professionell besetzt, aber mit vielen Ehrenämtern, um für seine Mitglieder in Beratung und Hilfe in vielerlei Hinsicht Sozialrechtsschutz zu bieten.

„Wir haben unser vergleichsweise hohes Wohlstandsniveau in Deutschland nicht trotz, sondern wegen der Sozialstaatlichkeit erreicht“, betonte der Bürgermeister. Dies sei ein Erfolg, an dem auch die VdK-Ortsverbände einen hohen Anteil haben, vor allem auch dank starker Persönlichkeiten in der Verbandsführung, die sich dafür mit viel Herzblut einsetzen, dass die Begriffe Gerechtigkeit und Solidarität nicht nur in Sonntagsreden vorkommen, sondern auch tatsächlich gelebt werden – auch in der Gemeinde Ainring. So war es ein Anliegen von Hans Eschlberger namens seiner Kommune die Anerkennung für geleistete Arbeit auszusprechen, sowohl im Ehrenamt durch Achim Althammer, als auch für die Leistungen in der Geschäftsführung durch Guido Boguslawski und auf Kreisebene durch den Kreisvorsitzenden Manfred Rau, der diese verantwortungsvolle Tätigkeit seit 1988 ausübt.

Der Bürgermeister argumentierte, dass der scheidende 1. Vorsitzende Althammer sich durch herausragendes soziales Engagement nicht nur in der Gemeinde einen Namen gemacht habe, sondern weit darüber hinaus. „Auch die Lebenshilfe BGL und vor allem die Behinderten im Landkreis haben dir, lieber Achim, viel zu verdanken. Wir haben in unserem Gemeindelogo eine Botschaft verankert, die lautet: Die Gemeinde Ainring – eine starke Gemeinschaft“, so der Rathauschef. Achim Althammer habe mit seinem Engagement wesentlich dazu beigetragen, dass diese Aussage ihre Berechtigung habe. Althammer habe den Ainringer VdK-Ortsverband und vor allem für die Mitglieder beste Dienste geleistet und dafür gesorgt, dass der Ortsverband auch künftig eine gute Entwicklung haben könne, eine Zukunft im Miteinander und Füreinander.

Der neue gewählte Vorstand Ludwig Wetzelsberger brachte auf nachhaltige Weise grundsätzliche Gedanken zum Ehrenamt und damit verbundene Entscheidungsmöglichkeiten. Beispielhaft nannte er innerhalb des VdK Ainring Vorbilder wie Wolfgang Weber und Achim Althammer, der vom 2. Juli 2004 bis 15. Juli 2014 an der Ortsverbandsspitze gestanden sei. Er sei ein Helfer, der selbst gesundheitliche Einschränkungen habe, was ihn aber nicht abgehalten habe, neben seinen anderen sozialen Projekten den Ortsverband zehn Jahre erfolgreich zu führen, nämlich die „Oldtimer Edelweiß Klassik“ und das „Oldtimer Rossfeldrennen“ zu Gunsten behinderter Menschen des Landkreises BGL. Trotz dieser Belastungen habe er seinerzeit den Ortsverband übernommen.

Die Übernahme des Vorsitzes werde Wetzelsberger erleichtert, denn Althammer habe die Voraussetzungen einer vorbildlichen und menschlichen Führung, praktischen Organisation, zuverlässigen, freundlichen und hilfsbereiten Vorstandsmitgliedern geschaffen. Im Kreisverband genieße der Ainringer VdK hohes Ansehen. „Gemeinsam mit unserem 2. Vorsitzenden Stefan Götzinger war Achim ein Vorstand, der für seine Mitglieder, aber auch für in Not geratene Mitbürger mit Energie und hohem Fachwissen kämpfte“, betonte Wetzelsberger.

schl

Quelle: BGland24.de

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