Trachtenkapelle wird 65!

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Die Gründer der Trachtenkapelle Feldkirchen mit Rupert Hogger, Albert Busch, Stefan Eschlberger, Peter Hogger (stehend von links), Konrad Hogger, Josef Reiter, Johann Hogger, Simon Dusch (vorne von links).

Ainring - 1949 hatte die Trachtenkapelle Feldkirchen ihren ersten musikalischen Auftritt. Jetzt - 65 Jahre später - wird es ein großartiges Jubiläums-Doppelkonzert geben.

Vor 65 Jahren wurde die Trachtenkapelle Feldkirchen aus der Taufe gehoben. In Erinnerung, Ehre und Verdienste für die Gründungsväter, bleibende Heimatverbundenheit sowie Erhalt und Pflege bodenständiger Blasmusik und Tracht sind maßgebende Aspekte, dass das diesjährige „halbrunde“ Jubiläum die jetzige Musikanten-Generation mit der Öffentlichkeit feiert. Zwei großartige Auftritte stehen bevor, zunächst ein Jubiläums-Doppelkonzert gemeinsam mit der Siezenheimer Trachtenkapelle am 4. April in der Sporthalle Mitterfelden und am 31. Mai ein Sternmarsch, an dem vier Kapellen beteiligt sind und bei der Trachtenhütte Feldkirchen zusammentreffen.

Im Jahr 1949 gab es am Ostermontag, 18. April, beim Almtanz des Trachtenvereins Hammerau den ersten musikalischen Auftritt mit dem Marsch „Jetzt geht`s los“ mit folgenden acht Gründungsmitgliedern: Musikmeister Albert Busch, Simon Dusch, Johann Hogger, Rupert Hogger, Peter Hogger, Konrad Hogger, Josef Reiter, Stefan Eschlberger.

Zwei Jahre später führte Hans Hogger als neuer Musikmeister die Trachtenkapelle Feldkirchen, und im Jahre 1959 konnte nach zahlreichen Auftritten zu den verschiedensten Anlässen das zehnjährige Gründungsfest mit einem zünftigen Frühschoppen und einem eindrucksvoll verlaufenen Festabend mit Konzert im Gasthaus Gumping in Feldkirchen, stattfinden. Erfreulicherweise wuchs die Zahl vor allem jugendlicher Kapellenmitglieder und beim 20. Jubiläum 1969, ebenfalls wieder beim „Gumpei“, konnte die heimische Presse von einer „kontinuierlichen Aufwärtsentwicklung“ berichten.

25-jähriges Jubiläum

Im Jahre 1971 übernahm Erwin Wiesbacher das Amt des Musikmeisters, das er bis zum Jahr 1999 innehatte. Im Feldkirchner Bierzelt feierte man 1974 das 25-jährige Jubiläum mit einem festlichen Konzert, und berstend voll war das Bierzelt fünf Jahre später beim „30-Jährigen“, das ein Ereignis besonderer Art wurde, denn neben einem Festkonzert erfolgte tags darauf ein langer, farbenprächtiger Festzug durch Feldkirchen mit zahlreichen Nachbarkapellen und Trachtenvereinen sowie Abordnungen heimischer Vereine.

1983 wurde die Trachtenkapelle Feldkirchen ein eingetragener Verein und erhielt vom Finanzamt die Anerkennung der Gemeinnützigkeit. An der Seite von Erwin Wiesbacher fungierte Gerhard Kern als 2. Musikmeister. Das 35-jährige Gründungsfest am Sonntag, 21. Oktober 1984, begann mit einem Gedenkgottesdienst in der Marienkirche in Feldkirchen mit der „Cäcilien-Messe“ unter Leitung von Erwin Wiesbacher.

Als musikalischer Jahreshöhepunkt galt das seit 1953 immer am Stefanitag (26. Dezember) abgehaltene Weihnachtskonzert im Saal des Gasthauses Gumping. Seit 1996 fand dann statt des Weihnachtskonzerts Ende November ein „Cäcilien-Konzert“ im Pfarrsaal des Pfarrzentrums St. Severin statt - ab 2011 musste diese traditionelle Veranstaltung in die Sporthalle Mitterfelden verlegt werden. Auch das Probelokal wurde gewechselt: Von der Stube des „Hoggerbauern“ (Simon Dusch) ab 1975 in das frühere Ainringer Schulhaus, genannt „Haus des Gastes“, dann nach der Sanierung umbenannt in „Haus der Kultur“.

Zum 40-jährigen Jubiläum 1989 und fünf Jahre später lud man die Bevölkerung zu Festkonzerte ein. 1996 trat die Trachtenkapelle dem Musikbund von Ober- und Niederbayern bei. Erwin Wiesbacher wurde beim Cäcilien-Konzert 1996 für seine 25-jährige Tätigkeit als Musikmeister der Trachtenkapelle geehrt.

Ainringer Kulturpreis

In der Chronik nahm das Jahr 1999 einen besonderen Stellenwert. In der Jahreshauptversammlung wurde Gerhard Kern zum neuen Kapellmeister gewählt und im Rahmen des Festkonzerts zum 50-jährigen Bestehen überreichte der seinerzeitige Bürgermeister Johann Waldhutter im Rahmen des Festkonzertes im Pfarrzentrum St. Severin den Kulturpreis der Gemeinde Ainring.

Im August feierte die Kapelle ihr 50-Jahr-Jubiläum anlässlich der Feldkirchner Bierzeltwoche mit einem Festzug von 18 Musikkapellen, zwölf Vereinen und fünf geschmückten Festkutschen. Der Zug bewegte sich nach dem Feldgottesdienst auf der „Schmied-Wiese“ durch das mit Fahnen und Girlanden geschmückte Feldkirchen. Im Festzelt spielten sieben Kapellen auf.

Der personelle Zwischenstand 2004 zum 55. Geburtstag mit Festkonzert und einem zusätzlichen Doppelkonzert zu Gunsten der Kirchenrenovierung mit dem Musikverein Thalfingen (bei Ulm) war: 52 Musikanten/innen, davon 18 unter 20 Jahre, weitere sechs Buben und Mädchen befanden sich in der Ausbildung. Im gleichen Jahr Anfang September begaben sich die Feldkirchner zu einem Gegenbesuch zum Musikverein Thalfingen zu deren 50-jährigen Bestehens.

2006 erfolgte die Einführung der Bläserklasse für Kinder ab sieben Jahren unter der Leitung von Kristian Aleksic. Höhepunkt war gleich ein Auftritt am Marienplatz in München mit Goaßlschnalzer und Schuhplattler und den Schnalzerfreunden aus Mammendorf zugunsten der neuen Rathaus-Glocken.

Auch das Jahr 2008 war ereignisreich: Adi Dusch wurde zum Ehrenmitglied ernannt, leitende Übernahme der Bläserklasse durch Sabine Raith, Auftritte beim 1. Feldkirchner Brunnenfest am Dorfplatz und Fahrt zu den Schnalzerfreunden in Mammendorf zur 1250-Jahr-Feier mit musikalischer Beteiligung am Festzug.

Im Jahr 2009 erhielt der frühere Kapellmeister Erwin Wiesbacher beim Jubiläumskonzert den Gemeindetaler durch Bürgermeister Hans Eschlberger überreicht und weitere Ehrungen für langjährige Kapellenmitglieder zuteil wurden dann im November beim Cäcilienkonzert für Adi Dusch und Ludwig Lämmlein. Erstmals war die „Jung-Musi“ beim Cäcilienkonzert dabei und glänzte mit ihrem Auftritt. Im April 2010 avancierte Martin Datz zum musikalischen Leiter der Trachtenkapelle und Saxophonist Fidelis Eick bekam das Goldene Leistungsabzeichen. Bei der Hauptversammlung 2011 standen Neuwahlen der Vorstandschaft an mit Gerhard Kern an der Spitze und vertreten durch die gleichberechtigten 2. Vorstände Erwin Wiesbacher und Robert Schindler. Als musikalischer Leiter bestätigt wurde Martin Datz, der dann seine Funktion ein Jahr drauf an Kristian Aleksic abgab.

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Quelle: BGland24.de

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