Obwohl "nur" zehn Prozent an Erststimmen

AfD-Direktkandidat Müller aus Ainring fix im Bundestag

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Hans-Jörg Müller (AfD) in der Redaktion von OVB24 vor unserer Facebook-Live-Debatte während der Wahlkampfzeit.
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Ainring/Berlin - Im nächsten Bundestag wird auch AfD-Mann Hans-Jörg Müller aus dem Berchtesgadener Land vertreten sein. Zum Direktmandat im Wahlkreis reichte es nicht - den Sprung ins Parlament schafft er über die Parteiliste.

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Er ist studierter Diplom-Volkswirt, 49 Jahre alt, verheiratet und wohnt in einem der Wohnblöcke von Ainring-Mitterfelden: AfD-Kandidat Hans-Jörg Müller wird im nächsten Bundestag vertreten sein. Neben Peter Ramsauer (CSU) und Bärbel Kofler (SPD) dann der dritte aus dem Wahlkreis Traunstein. 

Platz 6 auf der AfD-Landesliste

Der Ticker vom Wahlabend mit Statements der heimischen Politiker zum Nachlesen

10,2 Prozent der Erststimmen holte Müller bei der Bundestagswahl am Sonntag - ein Abstand von gut 40 Prozent zum alten und neuen Wahlkreisabgeordneten Ramsauer, doch der AfD-Mann wird über die Parteiliste in den Deutschen Bundestag einziehen. 14 Abgeordnete der AfD aus Bayern werden im Parlament vertreten sein, Hans-Jörg Müller hatte als Sechstplatzierter also von Haus aus gute Karten.

"Das ist natürlich 'die' Ohrfeige für die CSU", so Müller zufrieden. Am Montagmorgen hatte der Selbstständige die "verbindliche Einladung zur konstituierenden Sitzung der Fraktion der Alternative für Deutschland im Bundestag" per E-Mail erhalten. 

"Als 'Zuagroaßter' schlechtere Karten"

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Kuriose und spannende Wahl-Fakten aus dem Wahlkreis Traunstein

Die AfD wurde im Wahlkreis Traunstein am Sonntag mit zwölf Prozent zweitstärkste Partei - hinter der CSU aber noch knapp vor den Sozialdemokraten. "Mein Erststimmenergebnis ist schlechter, ich liege hinter Dr. Ramsauer und Dr. Kofler auf Platz drei. Da spielt natürlich eine Rolle, dass ich als 'Zuagroaßter' - im Vergleich zu beiden Urgesteinen, die hier aus der Region kommen - von Haus aus die schlechteren Karten hatte", so Hans-Jörg Müller gegenüber BGLand24.de.

Bei der Facebook-Live-Debatte der Direktkandidaten unserer Portale sorgte Müller bei den anderen Politikern für Fassungslosigkeit: EU und Bundesregierung würden die Bevölkerung austauschen wollen, so der AfD-Mann. Auch in unserem Wahlkampf-Steckbrief behauptete Müller: "Weitere zig Millionen mehrheitlich moslemische Männer sollen ins Land geholt werden." Sein Lösungsvorschlag: Strafrechtliche Verantwortung vor Gericht von Bundesregierung, Scheinopposition und Behörden, die den grundgesetzwidrigen Bevölkerungsaustausch durchführen bzw. nichts dagegen tun.

Andere AfD-Kandidaten aus der Region bleiben außen vor

Die beiden anderen AfD-Direktkandidaten aus der Region werden nicht im Bundestag vertreten sein. Oliver Multusch (Altötting/Mühldorf) und Andreas Winhart (Rosenheim) waren nicht auf der AfD-Landesliste. Winhart ließ aber bereits am Wahlabend durchblicken, dass er sich auf die Landtagswahl im kommenden Jahr konzentrieren wird. 

xe

Quelle: BGland24.de

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