Hammerau: S-Bahnhaltepunkt auf Abstellgleis

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Wie geht es am Hammerauer Bahnhof weiter? Das weiß momentan niemand so genau.

Ainring - Der Versuch zu einer Einigung bezüglich der Neugestaltung der S-Bahnhaltestelle Hammerau zur Stärkung und Entwicklung des ÖPNV landete vorerst auf dem Abstellgleis.

Landschaftsarchitekt Wolfgang Schuardt stellte die Planung dar, wie man sich das von der Gemeinde Ainring käuflich erworbene Bahnhofsgebäude samt Nutzung des südlichen Areal in etwa vorstelle. Es wurde auch rege diskutiert, doch letztlich einigte sich das Ratsgremium darauf, den Tagesordnungspunkt zurückzustellen.

Bahnhof aus Dornröschenschlaf holen

Eingangs erläuterte 2. Bürgermeisterin Gabriele Noreisch den abgewickelten Grundstückserwerb und die Ziele der Gemeinde hinsichtlich einer Stärkung und Entwicklung des ÖPNV sowie des Bahnhaltepunkts in Hammerau. Der mit der Angelegenheit betraute Landschaftsarchitekt Wolfgang Schuardt hatte einen ersten Planentwurf mit Kostenschätzung erstellt. Er zeigte anschaulich und auch bereits detailliert die notwendigen Vorhaben auf, um den Bahnhof samt Umfeld, zu der auch eine die Landschaft prägende Platane gehört, attraktiver zu gestalten und aus dem „Dornröschenschlaf" zu holen.

In finanzieller Hinsicht ist es für die Gemeinde zielgerichtet wichtig, dass die Maßnahmen mit GVFG-Mitteln gefördert werden. Dazu gilt es, einen entsprechenden Zuwendungsantrag zu stellen.

Unter den Zuhörern im Rathaussaal befand sich „Bahnexperte" Michael Behringer, dem es gestattet wurde, seine persönliche Meinung bedarfsorientiert zu den vorgebrachten Planungsabsichten vorzubringen. Hingewiesen wurde auch an die vorangegangene Beratung im Finanzausschuss, der sich zwar generell für die angedachte Nutzung ausgesprochen hatte, sich für die vorgelegte Kostenschätzung mit Bruttokosten von 204.000 Euro allerdings nicht erwärmen konnte. Man befand, dass einige Positionen gestrichen werden müssten.

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Hans Galler regte an, die derzeit in Vorplanung befindliche künftige Unterführung weiter südlich zu situieren, um die Anbindung der künftigen Parkanlagen an das Hauptgleis 2 deutlich zu verkürzen. Ansonsten sei zu befürchten, dass die zu schaffenden Parkflächen aufgrund längerer Fußwege nicht angenommen werden. Dies wurde in der Sitzungsrunde ebenso gesehen.

Nachdem Kämmerer Thomas Schlosser darauf hinwies, „dass uns ohne Zeitdruck die öffentliche Förderung nicht davon läuft", und sich die Meinung breit machte, die Entscheidung zu verschieben, stellte ÜPW-Fraktionssprecher Herbert Meigel den Antrag auf Zurückstellung des Tagesordnungspunktes.

Der Entwurfsvorschlag des Landschaftsarchitekten soll an die Deutsche Bahn und deren Planungsbüro weitergegeben werden, um nach dem Vorliegen der Ergebnisse erneut über die Umsetzung zu beraten. Der Beschluss erfolgte einstimmig.

schl / bit

Quelle: BGland24.de

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