VdK: 3.400 Euro für Menschen in Not

+
Der Nikolaus besuchte die Weihnachtsfeier des VdK-Ortsverbandes Ainring im Feldkirchner Gumpeisaal und verteilte an alle Anwesenden „Brotzeitsackerl", bestehend aus Wurst und Brot.

Feldkirchen - Bei der gut besuchten Weihnachtsfeier im Feldkirchner Gumpeisaal konnte der VdK-Ortsverband Ainring auf einen erfolgreichen Jahresabschluss verweisen.

Einer der Höhepunkte der besinnlich-heiteren Zusammenkunft im Gumpeisaal in Feldkirchen bedeutete die Information von 1. Vorstand Achim Althammer, dass die bayernweite Haussammlungsaktion „Helft Wunden heilen" des bewährten Sammlerteams Gisela Sexlinger, Elisabeth Rimböck, Leni Schaffhauser, Willi Stein und Andreas Weidenspointner zwischen 19. Oktober und 18. November im Gemeindebereich die stolze Summe von 3.400 Euro einbrachte.

Fotos von der Feier:

VdK feierte besinnlich Advent

Mit diesen Spenden kann nun auf Landesebene, aber auch in der Gemeinde Ainring, Menschen geholfen werden, die unverschuldet in Not geraten sind. Zu Beginn der Weihnachtsfeier gedachten die rund 70 Anwesenden der in diesem Jahr verstorbenen Mitglieder Hannelore Dernbach und Ernst Wiktorin, der bis zu seinem Ableben 62 Jahre dem örtlichen VdK angehörte und 2010 für diese sechs Jahrzehnte Zugehörigkeit geehrt worden war.

2. Bürgermeisterin Gabriele Noreisch sprach als Ehrengast zunächst besinnliche Wort zur „staaden Zeit", die neben aller Hektik auch zur Einkehr und zum Nachdenken anregen soll. Sie unterstrich dies mit alltäglichen Zitaten und  „Fragen zu Weihnachten". Diesen Text verband die Bürgermeisterin: Es gebe viel „christliches zu erfüllen", für Mitmenschen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Genau das sei der Ansatz für den Sozialverband VdK: den Schwächeren der Gesellschaft beizustehen - und dies seit 65 Jahren.

Gesamter Bereich wird abgedeckt

Der VdK habe sich inzwischen zu einem wichtigen und unentbehrlichen Sozialverband entwickelt. Der gesamte soziale Bereich werde abgedeckt. Von der Alterssicherung über die Kranken- und Pflegeversicherung bis hin zur Behindertenarbeit. Persönlich und individuell, mit den Ortsverbänden vor Ort, stehe der VdK dafür, Gerechtigkeit zu erreichen und Versorgungslücken in der sozialen Sicherung zu schließen. „Auch in unserer Gemeinde ist das ein unentbehrlicher Dienst. Und dafür danke ich den Aktiven im Ortsverband Ainring für das Engagement und Einsatz", betonte Gabriele Noreisch.

Wie sie weiter sagte, stehe „unser" Sozialsystem vor einer großen Zerreißprobe. Die Schere „reich und arm" gehe immer weiter auseinander, es gebe immer mehr soziale Härten. Noreisch: „Ich weiß nicht, wo unsere immer egoistischer gewordene Gesellschaft hindriftet. Aber ich weiß, dass die Aufgabe des VdK in Deutschland und vor Ort in der Gemeinde immer wichtiger werden wird. Dass es weiterhin Menschen geben muss, die bereit sind, sich einzusetzen und zu kämpfen - für Gerechtigkeit und sozialen Frieden. Wir brauchen mehr denn je rettende Engel für mehr Menschenwürde, nicht nur zur Weihnachtszeit." In diesem Sinne sprach die 2. Bürgermeisterin nicht nur ein herzliches Dankeschön namens der Gemeinde aus, sondern wünschte auch eine besinnliche Adventszeit und ein unbeschwertes fröhliches Weihnachtsfest.

Menschen suchen nach Halt

Das Grußwort von VdK-Kreisvorsitzenden Manfred Rau war gewürzt mit passenden Gedichten und nachdenklichen Worten zur aktuellen Zeit, die viele Fragen aufwerfe, ob zur Rente oder zum Arbeitsplatz. Alles werde teurer, auch für Gesundheit und menschenwürdige Pflege. Umso mehr suchen die Menschen nach Halt, Verlässlichkeit, Gewissheit und Orientierung. Jedes Jahr an Weihnachten erwache die Hoffnung neu zum Leben, dass Niederlagen und Verzweiflung nicht das letzte Wort haben dürfen.

Wie wichtig Hoffnung und Besonnenheit in diesen Tagen sei und wie Intoleranz und Hass den Frieden bedrohen, zeige die Auseinandersetzung zwischen den Religionen Islam und Christentum in Ägypten. Gerade Weihnachten sei das Fest des Friedens, doch Anspruch und Wirklichkeit klaffen leider weit auseinander, sprach Manfred Rau ein Thema an, dass er in mehreren Beispielen recht kritisch vertiefte und anmahnte, die Würde des Menschen sei unabhängig von seinem sozialen Status. Namens der Kreisvorstandschaft, die teilweise an dieser Weihnachtsfeier teilnahm, wünschte Manfred Rau alles Liebe und Gute für das neue Jahr 2013, vor allen Dingen Gesundheit.

Pfarrer nahm sich Zeit

Pfarrer Wernher Bien wünschte zur Einstimmung der Adventszeit und Vorbereitung auf die Weihnachtszeit, vertrauensvoll die Herzen zu Gott öffnen. Trotz vieler Termine, die er derzeit zu bewältigen hat, wurde ihm hoch angerechnet, dass er sich die Zeit nahm, an dieser weihnachtlichen Zusammenkunft des VdK teilzunehmen und damit die Verbundenheit mit dem Sozialverband zum Ausdruck zu bringen.

Den weiteren Verlauf der Weihnachtsfeier prägten die „Heubodenmusi" (Angela Waldhutter und Hans Eisl) sowie mit durchwegs heiteren Weihnachtsgeschichten Angelika Götzinger und Leni Schaffhauser. Anerkennung und Lob galt bei der Ehrung und kleiner Präsentüberreichungen den fleißigen Sammlern für die Aktion „Helft Wunden heilen".

Für jeden ein Packerl

Ein Höhepunkt war das Erscheinen vom Nikolaus (Ludwig Strasser) mit seinem Kramperl. Beide übernahmen das Verteilen von schön verpackten Geschenkesackerln (Brot und Wurst) an alle Anwesenden.

Traditionell hatte der Ainringer VdK-Ortsverband wieder für eine mit 300 Preisen bestückte Tombola mit attraktiven Preisen gesorgt. Da auch heuer das bekannt großzügige Mischungsverhältnis der Lose Vorrang hatte, blieb innerhalb kürzester Zeit kein einziges Los übrig.

schl/bit

Quelle: BGland24.de

Zurück zur Übersicht: Rupertiwinkel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser