"Eine grandiose Erfolgsstory"

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Ainring - Bayern hat Maßstäbe für den Polizeisport in Deutschland gesetzt. Nun wird der Vorsitz des Deutschen Polizeisport Kuratoriums nach zwei Jahren an Sachsen abgegeben:

Nach zwei Jahren hat Leitender Polizeidirektor Johann Peter Holzner den Vorsitz des Deutschen Polizeisport Kuratoriums (DPSK) an Sachsen übergeben. Holzner ist Leiter des Fortbildungsinstitutes der Bayerischen Polizei in Ainring und hatte zum 1. Januar 2011 den Vorsitz in Berlin übernommen. Ainring wurde - wie Holzner betonte - damit zwischen Berlin und Dresden zum Herz des Polizeisports. Er leitet zudem das Bayerische Polizeisportkuratorium BPSK.

Zum neuen Vorsitzenden wurde Polizeidirektor Uwe Kilz gewählt, Polizeisportbeauftragter des Freistaates Sachsen,. Er übernimmt seine neue Aufgabe zum 1. Januar 2013. An der feierlichen Übergabe in Ainring nahmen neben dem alten und neuem Team des DPSK auch Ministerialrat Walter Jonas, zuständig für den Polizeisport im Bayerischen Innenministerium, MdL Roland Richter und Ainrings 1. Bürgermeister Hans Eschlberger teil. Leitender Polizeidirektor Johann Peter Holzner fasste die Tätigkeiten und Erfolge des bayerischen Vorsitzes knapp zusammen: „Wir haben formuliert, wo wir stehen, wo wir hin wollen und warum der Polizeisport so wichtig ist." Kernstück der Arbeit war die Findung und Formulierung der „Grundpositionen", der „zehn Gebote" für den Polizeisport, wie Holzner argumentierte.

Begleitet wurde diese Basisarbeit vor allem von der Neugestaltung eines Logos, des Internetauftrittes und der Etablierung einer eigenen Online-Zeitung. Auch Beamte ohne direkten Internetzugang können die Inhalte der Polizeisportdepesche über „ExtraPol" intern abrufen. Umfangreiches Engagement der Geschäftsstelle forderten zahlreiche nationale und internationale Wettkämpfe und Fachtagungen, deren Veranstaltung und Durchführung. Holzner dankte Ministerialrat Walter Jonas vor allem über die in den letzten Jahren erfolgte Etablierung des Spitzensports in der bayerischen Polizei. Sein Dank galt aber vor allem seinen Mitarbeitern, die überdurchschnittliche Einsatzbereitschaft an den Tag gelegt hätten. „Ich habe so einen hervorragenden Einsatz noch nie erlebt", betonte er.

Wie seine Mitredner hob Holzner stellvertretend die Rolle und das Engagement der Ersten Polizeihauptkommissare Peter Wiesent und Paul Arnds heraus. Jonas würdigte in seinen Worten des Dankes an die Ainringer vor allem die herausragende Öffentlichkeitsarbeit und bezeichnete Wiesent als ein „perpetuum mobile" des Polizeisports. Als größte Leistung des Teams um Holzner wertete der Ministerialrat die Tatsache, ein „hochwichtiges Thema aus dem Keller ans Licht" gebracht zu haben, MdL Roland Richter überbrachte Dank und Grüße des Bayerischen Innenministers Joachim Herrmann und schloss sich diesen persönlich an. Der neue Vorsitzende Uwe Kilz formulierte als Anspruch für sein Team, die Tradition des Polizeisports fortsetzen und mit den bayerischen Vorgaben Schritt halten zu wollen. Es freue ihn besonders als erstes ostdeutsches Bundesland den Vorsitz übernehmen zu können. „Der Fitness der Polizei kommt eine Schlüsselfunktion zu. Daran wollen und werden wir weiter arbeiten."

Die Aufgaben des DPSK sind in der Vereinbarung des Bundesministers des Innern sowie der für die Polizei zuständigen Minister und Senatoren der Länder über den Aufbau und die Aufgaben des Deutschen Polizeisportkuratoriums geregelt. Sie umfassen die Beratung des Bundes und der Länder zur Durchführung des Dienstsports in der Polizei, die Planung, Vergabe und Überwachung von Deutschen Polizeimeisterschaften (DPM) und Ausrichtung internationaler Wettkämpfe der Polizei, die Vorbereitung und Regelung von Grundsatzangelegenheiten, wie beispielsweise Wettkampfordnungen und Leitfäden zur Durchführung des Dienstsports in der Polizei, die Auswahl, Entsendung und Betreuung der Teilnehmer an Europäischen Polizeimeisterschaften und internationalen Wettkämpfen der Polizei und die Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen Sportorganisationen wie dem Deutschen Olympischen Sportbund, dem Europäischen sowie dem internationalen Polizeisportverband.

Die DPSK verantwortet die Weiterentwicklung des Sports in der Polizei mit besonderem Augenmerk auf dem Gesundheits- und Präventionssport. Zu seinen Aufgaben gehört weiter, die sportlichen Erfahrungen aus den verschiedenen Bereichen zu sammeln, auszuwerten und umzusetzen, um damit möglichst gleiche Leistungsvoraussetzungen und Bedingungen im deutschen Polizeisport zu schaffen. Sogenannte Fachwarte betreuen die Einzelsportarten und unterrichten sich über die Entwicklung des Sports im In- und Ausland, insbesondere über die geltenden Anti-Doping-Bestimmungen der NADA, das Regelwesen und die technischen Bestimmungen. Darüber hinaus beraten sie den Hauptsportwart und die Sportbeauftragten, wirken in Arbeitsgruppen mit, beraten und unterstützen die Wettkampfsportler/Innen, werten Wettkämpfe aus und berichten dem Kuratorium. All diese Aufgaben dienen dem Ziel der Förderung der körperlichen Leistungsfähigkeit, dir für dem Polizeivollzugsdienst von großer Bedeutung ist.

Im föderalen System Bundesrepublik kommt dem DPSK in erster Linie eine koordinierende, informierende, beratende, Impuls gebende Funktion zu. Die praktische Arbeit der DPSK basiert auf den sogenannten Grundpositionen des DPSK zum Sport in der Polizei, die die Polizeisportbeauftragten vor dem Hintergrund dieser Zielsetzung und Verantwortung erarbeitet haben. Die verantwortlichen Gremien haben die Grundpositionen mit Beschluss verabschiedet. Darüber hinaus wurden durch die Innenministerkonferenz die wesentlichen Positionen des DPSK als „von erheblicher Bedeutung für die Polizeien der Länder und des Bundes" hervorgehoben. Eine zum Download bereitgestellte Sonderausgabe der „Polizeisport-Depesche" soll den Grundpositionen eine breite Verteilung ermöglichen. Im Mittelpunkt steht natürlich der Polizeisport, vom Gesundheits- und Präventionssport über den Dienst- und Wettkampfsport bis hin zum Spitzensport.

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Quelle: BGland24.de

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