Unterschriftenaktion erfolgreich angelaufen

Bereits über 2000 Unterschriften gegen Fluglärm

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Starker Andrang am Infostand bei Bettina Östreich

Freilassing - Am Wochenende traf sich das Aktionsbündnis "Lebensqualität ohne Fluglärm". Hauptthema war dabei die Unterschriftenaktion, die bereits großen Anklang in der Bevölkerung fand.

Das Aktionsbündnis „Lebensqualität ohne Fluglärm“, bestehend aus dem Fluglärmschutzverband Rupertiwinkel und dem Bund Naturschutz i.B.e.V. (BN), traf sich am vergangenen Wochenende zum Informationsaustausch. Hauptthema war dabei die vom Aktionsbündnis initiierte Unterschriftenaktion zur Kündigung des Staatsvertrages für den Flughafen Salzburg.

Wie die Vorsitzende des Fluglärmschutzverbandes, Bettina Oestreich, eingangs dabei berichtete, ist die Unterschriftenaktion sehr gut angelaufen. Alleine an den Infoständen am Freilassinger Wochenmarkt haben sich bereits über zweitausend Fluglärm geplagte Bürger aus allen Gemeinden und Städten des Rupertiwinkels in die Listen eingetragen. Weitere ausgefüllte Listen treffen fast täglich beim Schutzverband ein. Für September sind wieder Infostände am Wochenmarkt geplant. Eintragungsmöglichkeiten bestehen auch in vielen Geschäften und Arztpraxen in allen vom Fluglärm betroffenen Gemeinden des bayerischen Rupertiwinkels, berichtete sie weiter. Die Listen können auch auf der Homepage des Schutzverbandes, unter www.fluglaermschutz.de, abgerufen werden.

Die Initiative des Aktionsbündnisses hat auch in Salzburg zu „rührigen“ Reaktionen geführt, merkte Erich Prechtl vom BN an. So berichteten die Medien von einer Pressekonferenz des Salzburger Verkehrsstadtrates Johann Padutsch. Dabei erklärte er, dass Salzburg bereits jetzt 99% des Fluglärms ertragen muss. Wenn dem so wäre, könnten die Salzburger das restliche Prozent auch noch übernehmen, meinte dazu Prechtl.

Derartige Behauptungen widersprechen allen Tatsachen. Davon konnten sich die bayerischen Anwohner am vergangenen Wochenende wieder ausreichend überzeugen. Startende Maschinen flogen in kurzen Abständen über Freilassing und erreichten dabei einen Lärmpegel bis zu 85 Dezibel, berichtete dazu der Ortsvorsitzende des BN, Michael Behringer.

Per Medien Information bekam der Fluglärmschutzverband kürzlich eine Einladung zum nächsten Anrainerdialog des Flughafens zugesandt. Bei einem der Tagesordnungspunkte sieht der noch amtierende Aufsichtsratsvorsitzende der Flughafen Salzburg GmbH, LHstv. a.D. Othmar Raus, einen Vorschlag zur Deckelung der Landungen an den Winter-Samstagen, vor. Zwei Tage später konnte man der Presse entnehmen, dass British Airways im Winterflugplan ihre Flüge nach Salzburg verdoppeln will. Zugleich gibt es ja seit heuer auch die Linienflugverbindungen nach Zürich und Istanbul.

An einen realistischen, verbindlichen Vorschlag zur Deckelung der Start und Landungen an den Wintermonaten kann daher beim Aktionsbündnis keiner glauben. Eine Teilnahme am nächsten Anrainerdialog wird man sich daher noch reiflich überlegen, da seit Jahrzehnten bei diesen Gesprächsrunden keine greifbaren Ergebnisse zu Stande gekommen sind.

Die starke Beteiligung der Bürger in Bayern an der Unterschriftenaktion zeigt vielmehr deutlich, dass die Bevölkerung in der Kündigung des Staatsvertrags die einzige Möglichkeit sieht, dem Ausbau- und Gewinnstreben des Salzburger Flughafens ohne Mitspracherecht der Bundesrepublik Deutschland endlich einen Riegel vorzuschieben.

Pressemitteilung Aktionsbündnis „Lebensqualität ohne Fluglärm“

Quelle: BGland24.de

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