Beim Berufsfeuerwehrtag zwischen Anger und Piding

Jungfeuerwehrler erlebten fordernde Einsatzszenarien

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Anger/Piding - Der Feuerwehr- und Rotkreuz-Nachwuchs bewährte sich bei zahlreichen simulierten Schadenszenarien zwischen Anger und Piding.

Den spannenden und anstrengenden Alltag der "Berufsretter" haben kürzlich die Mitglieder der Jugendfeuerwehren Piding, Aufham und Anger sowie Ehrenamtliche der BRK-Bereitschaft und der Jugendrotkreuz-Ortsgruppe (JRK) Bad Reichenhall durchlebt. Gegen 8 Uhr verwandelten sich die Feuerwehrhäuser in Piding, Anger und Aufham in drei pausenlos besetzte Rettungszentren, wobei auch die Rotkreuzler mit vier Fahrzeugen einzogen, darunter zwei Krankenwagen, ein Notarztwagen und ein Einsatzleitfahrzeug, dessen Besatzung während des gesamten Übungstags für die Alarmierungen zuständig war und bei mehreren Verletzen einen Einsatzleiter Rettungsdienst stellte.

Immer wieder wurden die jungen Helfer zu realistisch inszenierten Übungseinsätzen im mittleren Landkreis geschickt und konnten die zuvor praktisch und theoretisch in Kursen vertieften Fähigkeiten und Kenntnisse unter Beweis stellen. "Die Fahrzeuge waren mit erfahrenen Rotkreuzlern oder Feuerwehrleuten und mehreren Jugendlichen besetzt, so dass der Nachwuchs unter fachkundiger Anleitung die gestellten Übungsaufgaben lösen konnte", berichtet Mitorganisatorin Christine Lamminger vom Roten Kreuz.

Bilder vom Berufsfeuerwehrtag

Vielfältige Herausforderungen warteten an den einzelnen Stationen auf die Helferteams, wobei vor allem die Organisation und Aufgabenverteilung in der Gruppe sowie die Zusammenarbeit zwischen Jugendfeuerwehr und Rotem Kreuz geübt wurde: Ein Verkehrsunfall am Aufhamer Schwimmbadparkplatz also große erste Übung, ein Brandeinsatz am Aufhamer Bauhof, eine verrauchte Wohnung mit vermissten Personen in der Aufhamer Dorfstraße und eine überflutete Unterführung an der Freizeitanlage in Piding. 

Da die Übungseinsatzorte im gesamten Ortsbereich verteilt lagen, nutzten viele Passanten spontan die Möglichkeit und beobachteten die Nachwuchshelfer bei ihrer Arbeit - darunter auch Angers Bürgermeister Silvester Enzinger, der die Jugendlichen für ihren Eifer und ihr besonderes Ehrenamt lobte.

Eine Menge Schminke und Geduld

Mit einer Menge Schminke und Geduld kümmerte sich das Team für Realistische Unfall- und Notfalldarstellung (RUD) des Jugendrotkreuzes (JRK) ständig um Nachschub an Patientendarstellern. Auch in der Zwischenzeit waren die jungen Berufsretter voll ausgelastet: Fahrzeugpflege und -hygiene, Materialergänzung und theoretischer Unterricht standen auf dem Programm, wobei unter anderem der Umgang mit dem Feuerlöscher probiert werden konnte.

"Der Ablauf war super organisiert. Uns hat es allen total gut gefallen!", lobten die erschöpften Nachwuchs-Einsatzkräfte am Abend in versammelter Runde das Organisatoren-Team. Zum Ende noch einmal voll gefordert wurden die Jugendlichen und ihre Betreuer bei der gemeinsamen Abschluss-Übung neben dem Porsche-Traumwerk in Aufham beim ehemaligen Bauhof, wo der Brand und Einsturz eines Gebäudes mit fünf Brandverletzten angenommen wurde. Dabei mussten die Verletzten über das weitläufige Schadensgebiet aufgefunden und gerettet werden. 

Kinder und Jugendliche, die sich für ein Ehrenamt bei Feuerwehr oder Rotem Kreuz interessieren, können sich unverbindlich bei ihrer jeweiligen Ortsfeuerwehr oder unter der Telefonnummer +49 (0) 8651 9590-21 in der Kreisgeschäftsstelle des Roten Kreuzes melden.

Bilder/Pressemeldung BRK BGL

Quelle: BGland24.de

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