CSA fordert: Nicht nur DGB am Tisch!

Anger/München - Auf Initiative von Franz Xaver Winklhofer fordert die Arbeitnehmerschaft in der CSU (CSA) einen Platz für den christlichen Gewerkschaftsbund in der Mindestlohnkommission.

Die Mitglieder des Landesvorstands der Christlich-Sozialen-Arbeitnehmerschaft (CSA) in der CSU haben bei der Sitzung am 30. November in München einstimmig einen Dringlichkeitsantrag des stellvertretenden Landesvorsitzenden Franz Xaver Winklhofer und seinem Kollegen Matthäus Strebl, MdB aus Niederbayern, verabschiedet. Mit diesem wird gefordert, dass der Christliche Gewerkschaftsbund (CGB) in der Mindestlohnkommission Sitz und Stimme bekommen muss.

Demnach sollen in der von der möglichen Großen Koalition geplanten Mindestlohnkommission nicht nur DGB-Gewerkschafter am Tisch sitzen, sondern auch ein Vertreter des Deutschen Beamtenbunds und der CGB. Die CSU solle keiner Lösung zustimmen, die unter dem Deckmantel „Tarifeinheit“ den DGB bevorzugt und andere Arbeitnehmervertretungen von dieser Mindestlohn-Kommission ausschließt. Dadurch würde die gesetzlich garantierte Tariffreiheit abgeschafft.

„Wir sehen in dem Vorhaben, dass künftig nur noch eine Gewerkschaft Tarifverträge mit den Arbeitgebern aushandeln soll, einen schweren Verstoß und unzulässigen Eingriff in die Koalitionsfreiheit nach Artikel 9 Absatz 3 Grundgesetz“, begründet der stellv. CSA Landesvorsitzende Franz Xaver Winklhofer den Dringlichkeitsantrag. "Wir fordern die zukünftige Bundesregierung und den Bundestag auf, das Grundgesetz und die Entscheidung des Bundesarbeitsgerichts vom Juni 2010 zu respektieren", so Winklhofer.

Quelle: Pressemitteilung CSA-Landesverband Bayern

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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