Aufklärung tut Not

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Adelheid Rupp nimmt sich nach der Veranstaltung im Altwirt Zeit für ihren eigenen Hund Paul

Aufham - Trotz Schneefall und Eis konnte der Vorsitzende der SPD Anger Günter Wolf ein interessiertes Publikum zu der Veranstaltung „Tierschutz – geht uns alle an!“ begrüßen.

Die SPD-Landtagsabgeordnete und Vizepräsidentin des Bayerischen Tierschutzbundes Adelheid Rupp schloss ihren Besuchstag im Berchtesgadener Land mit dieser Abendveranstaltung ab und kam dabei auf viele Aspekte des Themas Tierschutz zu sprechen.

„Tiere werden als Lebewesen und Mitgeschöpfe geachtet und geschützt.“ zitierte sie zu Beginn ihres Vortrags Artikel 141 der Bayerischen Verfassung und erinnerte daran, dass 1998 vor allem der sozialdemokratische Landtagsabgeordnete Dr. Klaus Hahnzog dafür gekämpft hat, den Tierschutz als Staatsziel in die Verfassung aufzunehmen. „Obwohl es seitdem einige Fortschritte gegeben hat, bleibt die Realität hinter diesem Verfassungsziel weiterhin in vielen Bereichen zurück“. Der Bayerische Tierschutzbund setzt sich mit seinen 120.000 Mitgliedern gezielt für Verbesserungen ein.

Besondere Kritik übte die Abgeordnete an den jährlich tausenden von Tierversuchen, die oft im Zusammenhang mit der Gentechnik-Forschung stehen. „Wo die Agrar-Gentechnik zu recht starken Widerstand auslöst, bleiben diese Versuche von der Öffentlichkeit oft unbemerkt“, so Adelheid Rupp. Ebenso wie bei der Nutztierhaltung gelte auch hier der Grundsatz: Tierschutz ist immer auch Verbraucherschutz. Zur Problematik der herrenlosen Tiere berichtete sie über zwei aktuelle Gesetzesinitiativen im Deutschen Bundestag für einen Hilfsfonds für solche Tiere und eine allgemeine Kastrationspflicht für freilaufende Katzen. In diesem Zusammenhang warnte Adelheid Rupp eindringlich davor, zu Weihnachten Tiere zu verschenken: „Mit einem Tier ist immer große Verantwortung verbunden“.

„In Zeiten allgemein sinkender Spendenbereitschaft brauchen wir eine Aufstockung der Tierschutzmittel im nächsten Haushalt des Freistaats Bayern“, forderte die Abgeordnete und sprach sich auch für das Recht auf Verbandsklage für Tierschutzvereine in Bayern aus. Zum Schluss ihres Vortrags rief sie dazu auf, mit Spenden zu Weihnachten vor allem die regionalen Tierschutzvereine zu unterstützen. „Gerade vor den Feiertagen sind teilweise zweifelhafte Spendensammler unterwegs. Am besten unterstützt man mit seinem Geld die Arbeit vor Ort, die man sich auch selbst ansehen kann“.

Die anschließende lebhafte Diskussion wurde vom SPD-Kreisvorsitzenden Roman Niederberger geleitet. Eine Bürgerin aus dem Landkreis Traunstein warnte in ihrem Beitrag eindringlich vor dubiosen privaten Züchtern, die in Kleinanzeigen beispielsweise „Labrador- Welpen jeder Farbe und jeden Alters“ anbieten. „Die Hunde werden unter teilweise unsäglichen Bedingungen nach Deutschland gebracht und hier gehalten“, stellte sie fest.

Auf das Thema Tiertransporte kam eine andere Diskussionsteilnehmerin zu sprechen. Adelheid Rupp rief dazu auf, Fleisch und andere Lebensmittel aus regionaler Erzeugung zu kaufen. „Das Angebot ist in den letzten Jahren wesentlich vielfältiger und teilweise auch günstiger geworden“, stellte sie fest. Auf längere Sicht bleibe das Ziel, dass statt lebenden Tieren nur noch gekühltes Fleisch über größere Strecken transportiert werden darf.

Nach vielen weiteren Diskussionsbeiträgen endete der Abend mit dem herzlichen Dank von Roman Niederberger an alle, die sich ehrenamtlich im Landkreis für den Tierschutz engagieren.

Pressemitteilung Sozialdemokratische Partei Deutschlands

Quelle: BGland24.de

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