Bäuerliche Tradition weiterhin erhalten

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Bezirksbäuerin Christine Singer steckt den neu ernannten Ehrenkreisobmann Andreas Kainzmaier die Ehrennadel an (Bild links). In der Mitte BBV-Präsident Andreas Kreitmair. Georg Lauterbach ist bereits seit 40 Jahren Ortsobmann in Oberwössen und wurde dafür mit dem BBV-Zinnteller geehrt (Bild rechts). Fotos Peter

Waging am See/Landkreis - Beim Ehrenabend des Bayerischen Bauernverbandes, wurde das ehrenamtliche Engagement aktiver Mitglieder für den Berufsstand gewürdigt.

Der Ehrenabend des Bayerischen Bauernverbandes wird laut Kreisobmann Sebastian Siglreithmayer insbesondere für die ausgeschiedenen Ortsbäuerinnen und Ortsbauern ausgerichtet, um ihr ehrenamtliches Engagement für den Berufsstand zu würdigen. Der aus Altersgründen bei den letzten Verbandswahlen ausgeschiedene Kreisobmann Andreas Kainzmaier wurde zum Ehrenkreisobmann ernannt. Bereits seit 40 Jahren ist Georg Lauterbach Ortsobmann in Oberwössen.

Weiter bekamen zahlreiche Funktionäre die "Silberne Ähre" für 15-jährige ehrenamtliche Tätigkeit und für die besonderen Verdienste um den BBV erhielt Kreisbäuerin Resi Schmidhuber die Ehrennadel des BBV. Mit der Silbernen Ähre ausgezeichnet wurden unter anderem Elisabeth Loferer aus Schleching, Josef Sichler aus Grassau, Anton Dufter aus Hammer, Josef Schuhbeck aus Unterwössen und Hans Aigner aus Marquartstein.

Für 20-jährige ehrenamtliche Tätigkeit erhielten die Ehrennadel unter anderem Irmgard Immerz aus Chieming, Agnes Hacher aus Marquartstein, Juliane Kurz-Hörterer aus Unterwössen und Alois Richter aus Ruhpolding; für 25 Jahre Alois Daxenberger aus Seebruck und Josef Freiwang aus Seeon.

Das Ehrenamt sei ein grundlegender Faktor für unsere Gesellschaft und sei nicht bezahlbar, sagte Bürgermeister Herbert Häusl. Leider nehme der Stellenwert der Landwirtschaft immer mehr ab, was jedoch nicht nur an der sinkenden Zahl der Landwirte liege, sondern an der Werteverschiebung. Die Ortsbäuerinnen und Ortsobmänner seien darum zu ihren Arbeiten auf den Höfen gefordert, zusätzlich Öffentlichkeitsarbeit selbst in die Hand zu nehmen. Nur so könne die die bäuerliche Tradition erhalten werden, meinte Häusl.

Die Landwirtschaft sei ein wichtiger Faktor für die Entwicklung der Region und der Kulturlandschaft, sagte Landrat Hermann Steinmaßl. Bei allen Maßnahmen, egal ob es sich um Bauland, sonstige Baumaßnahmen und die dafür notwendigen Ausgleichsmaßnahmen handelt - die Landwirtschaft sei immer davon betroffen und somit Partner in diesen Angelegenheiten, so Steinmaßl. Rund 20 Prozent, also 300 Quadratkilometer, der Landkreisfläche unterliegen bereits dem natur- und Landschaftsschutz. "Da benötigten wir nicht noch einmal einen pauschalen Ansatz von weiteren sieben Prozent Naturschutz, wie es von Agrarkommissar Dacian Ciolos gefordert wird", sagte der Landrat.

BBV-Bezirkspräsident Anton Kreitmair meinte, dass es jetzt wichtig sei, wieder nach vorne zu schauen und die einzelnen Familien und Betriebe wieder zu sehen. Zum Flächendruck meinte er, dass es problematisch sei, wenn landwirtschaftliche Flächen von kapitalstarken Personen gekauft würden und somit den produzierenden Landwirten entzogen würden.

Bezirksbäuerin Christine Singer hob heraus, dass in der Landwirtschaft jede Größe der Betriebe wichtig sei und die Struktur der Dörfer ausmache. Es sei es wert, jeden Betrieb zu erhalten. Denn es sei schon etwas Besonderes den eigenen Grund zu bewirtschaften. Weiter meinte die Bezirksbäuerin, dass die Bauern ihre Interessen in die Gesellschaft hineintragen müssten und sich hier nicht auf andere verlassen dürften. mp

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