"Dagegen sein" als politisches Programm

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Freilassing - "Es ist heute modern geworden, einfach gegen alles zu sein", fasst Bürgermeister Josef Flatscher die aktuellen Berichterstattungen über vorgegebene Sitzungen der FWG Freilassing zusammen.

Als Ausfluss dieser Sitzungen erscheinen in regelmäßigen Abständen in den Medien Presseberichte, denen alle eine Aussage innewohnt: "Wir sind dagegen."

Aktuelles Beispiel ist die veröffentlichte Pressemitteilung der FWG über das neue Stadtentwicklungskonzept. Anstatt konstruktiv mitzuarbeiten und im Stadtrat sowie in den Bürgersitzungen konkrete Vorschläge zu machen, wenden sich Funktionäre der Freien Wähler an die Medien, um lautstark jegliche Aktivitäten seitens der Stadt, der Mehrheit des Stadtrates und erfolgter Bürgerversammlungen in den Schmutz zu ziehen. "Genau die gleiche Vorgehensweise wie im Fall Biomasseheizkraftwerk: Die FWG schoss aus allen Rohren, um das zukunftsweisende Energieprojekt zu Fall zu bringen. Sobald dies erreicht war, stellte sie den entgegengesetzten Antrag, sich dem Biomasseheizkraftwerk Ainring anzuschließen.

Die Bezeichnung 'Schlingerkurs' wäre noch eine harmlose Untertreibung für solche politischen Abenteuerspielchen", so Bürgermeister Flatscher. Deshalb appelliert das Stadtoberhaupt auch an das restliche Verantwortungsgefühl der FWG-Funktionäre: Freilassing habe mehr verdient als einen ständigen Dagegenkurs.

Fakt ist: Die Bürger werden in den jetzt beginnenden Entwicklungsprozess Freilassings von Anfang an intensiv miteinbezogen. Gerade die Stadt mit ihrer Verwaltung und dem gewählten Stadtrat sucht das Gespräch mit den engagierten Bürgerinnen und Bürgern. "Die FWG ist hier offensichtlich nicht gut informiert und fordert eine Bürgerbeteiligung, die allerdings schon selbstverständlich beschlossen wurde und zum Beispiel im Arbeitsfeld Sportstätten bereits begonnen hat", so Josef Flatscher: "Jetzt zum Start des Projektes und der Auftaktveranstaltung zum Stadtentwicklungskonzept im März wird der nächste Schritt in der Einholung der Meinung der Bürgerinnen und Bürger begangen. Fußend auf diesem breiten Meinungsbild nehmen die begleitenden Fachfachleute ihre Tätigkeit auf. Und die weiteren Versammlungen und Veranstaltungen dienen ebenso der Absicht, möglichst umfassend die Bürgerinnen und Bürger am Zukunftsprozess zu beteiligen."

So kann bei Interesse jeder Freilassinger teilnehmen und sich einbringen. Allerdings soll auch kein Bürger überfordert werden, so Josef Flatscher: "Im Gegensatz zu den Mitgliedern des Stadtrates kann man von den Bürgerinnen und Bürgern nicht verlangen, sich in jede einzelne Thematik einzulesen und intensiv zu informieren. Aber jeder in Freilassing hat die Möglichkeit, an jenen Themen, an denen das persönliche Interesse vorhanden ist, aktiv und konstruktiv mitzuwirken."

Gerade der Rücklauf der Fragebögen im Bereich Sportstätten habe gezeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger bei der zukünftigen Gestaltung der Stadt mitwirken wollen. Als weitere Bereiche werden unter anderem die Entwicklung der Verkehrswege oder die künftige Versorgung mit Energie abgefragt. "Die Zukunft Freilassings liegt in den Händen von allen Bürgerinnen und Bürgern. Der Unterschied zu den Miesmachern wird dabei deutlich: Wir stehen für die Gestaltung unserer Zukunft. Das nur Dagegensein bringt keine Stadt in irgendeiner Form weiter."

Pressemitteilung Stadt Freilassing

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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