Deutsche Studenten sind nur Auslöser

Salzburg - Die steigende Studentenzahlen aus dem In- und Ausland sorgt in Österreich für Probleme. Vor allem die Deutschen nutzen immer mehr die Möglichkeit des Studiums in Österreich. **Video**

„In manchen Fächern liegt der Anteil der deutschen Studenten bei 50, teilweise sogar bei 70 Prozent“, erklärt Rudolf Mosler, Vizerektor der Universität Salzburg. Vor allem Kommunikationswissenschaften und Psychologie seien bei den ausländischen Studenten sehr gefragt. Deshalb gibt es für Psychologie bereits einen Aufnahmetest. Das soll jetzt auch für andere Fächer eingeführt werden. Aber eben nur dann, wenn die österreichische Bundesregierung Zugangsbeschränkungen für verschiede Fächer genehmigt. „Diese Beschränkungen gelten dann aber für alle Studierenden gleich. Egal ob Österreicher, Deutsche oder sonstige ausländische Studierende“, so Mosler.

Die Anzahl der ausländischen Studenten sei nicht schuld an der Studierenden-Flut in Österreich, sondern allgemein die steigende Zahl der Studenten. Die Regierung habe deshalb mit einem Notfallparagraph reagiert. Der Wissenschaftsminister könne jetzt eine Ordnung für verschiedene Fächer erlassen, die die Zugangsbeschränkung regelt, erklärte der Vizerektor. Aber nur dann wenn die Studienbedingungen aufgrund ausländischer Studierender unvertretbar geworden seien. Könne man eine allgemeine Zugangsbeschränkung für die gefragten Fächer nicht durchsetzen, müsse das Personal an den Unis eben verdoppelt, verdreifacht oder vervierfacht werden, so der Universitätsprofessor.

Mosler betonte aber auch gegenüber Bgland24, dass es sich um ein reines Kapazitätsproblem an den österreichischen Universitäten handle. Die deutschen Studenten seien allenfalls der Auslöser der Diskussion. Er selbst bewerte ausländische Studenten als durchaus positiv an österreichischen Universitäten. Wie es in dieser Diskussion letztendlich weitergeht, konnte der Vizerektor aber auch nicht sagen.

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Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © dpa

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