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Tuchel ist nicht mehr BVB-Trainer 

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"Dialekt macht den Unterschied"

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Laufen - Seit 200 Jahren sind sie getrennt. Jetzt wird die Geschichte Bayerns und Salzburgs in einer gemeinsamen Ausstellung aufgearbeitet. Ein Teil findet sich in Laufen wieder.

Viel Prominenz hatte sich in Salzburg und in Laufen getroffen, um am Freitag 200 Jahre Geschichte zu begutachten. Neben dem Direktor des Bayerischen Hauptstaatsarchivs, Gerhard Hetzer, trafen auch Salzburgs Landeshauptmann-Stellvertreter Wilfried Haslauer und Bayerns Kunstminister Wolfgang Heubisch aufeinander. Sie alle zeigten sich begeistert über das, was sie sahen.

"Grenzen überschreiten - Bayern und Salzburg 1810 bis 2010" heißt die zweiteilige Ausstellung, die zum einem im Salzburg Museum, zum anderen im alten Rathaus Laufen zu sehen ist. "In Salzburg ist die Geschichte von 1810 bis 1816 zu sehen. In der Stadt Laufen eher die Zeit danach", erklärt Laufens Bürgermeister Hans Feil. Er freut sich besonders, dass Laufen als eine der von der Grenzziehung am meisten betroffene Stadt den bayerischen Teil der Ausstellung zeigen darf. "Es ist hier mit Sicherheit der richtige Platz, um die Entwicklung des Leben nach der Grenzziehung zu skizzieren."

"Ich habe gar nicht mehr gewußt auf welcher Seite ich mich bewege", lächelt Heubisch im Interview mit bgland24. "Es gibt wenig Unterschiede auf bayerischer oder österreichischer Seite. Nur durch den Dialekt kennt man die Zugehörigkeit."

Heubisch zeigte sich auch von den vielfältigen Beziehungen zwischen Salzburg und Bayern überrascht. Feil berichtete nämlich von "keinem leichten Prozess der Bevölkerung mit dieser Grenze zu leben". "Es wurde weiter gemeinsam gefeiert, geheiratet und hin und her geschmuggelt", weiß der Bürgermeister und nennt ein Beispiel: "Die Feuerwehr Laufen ist quasi der Pate der Oberndorfer Wehr. Die Laufener wurde 1860 gegründet, die Oberndorfer vier Jahre später. Bis heute weiß keiner ist es die Laufener oder die Oberndorfer Sirene, die geht." Es sei aber auch egal, da sowieso beide Wehren sofort zur Stelle seien, so Feil. 

Landeshauptmann-Stellvertreter Haslauer gab Feil auch noch ein kleines bisschen Hoffnung mit auf den Weg, als er die Verkehrssituation von Laufen und Oberndorf ansprach. Beide Städte müssten vom Verkehr entlastet werden. Dafür brauche man dringend eine neue Brücke über die Salzach zwischen Oberndorf und Laufen. Das sieht die Salzburger Landesregierung offenbar genauso.

red-bgl24/cz

Quelle: BGland24.de

Rubriklistenbild: © cz

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