Eisenkugel: Bedauerlicher Unfall

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Diese Kugel landete vor dem Anpfiff auf der Zuschauertribüne und verletzte zwei Frauen.

Waging am See - Der „Eisenkugelvorfall“ ist geklärt: Der Vorfall mit einer Eisenkugel während des Fußballspieles am 11. Juli zwischen „ De Rodn Waginga“ und dem FC Bayern München war ein Unfall.

Der Unfall wurde durch einen Böllerschützen verursacht.

Kurz vor Spielbeginn waren zwei Zuschauerinnen von einer zunächst unbekannten 350 Gramm schweren Eisenkugel getroffen und teilweise schwer verletzt worden.Eine 23-Jährige kommt mit einer Platzwunde und einer leichten Gehirnerschütterung davon. Eine andere Frau wird voll am Unterarm getroffen. Ihr Knochen splittert, schnell ist sie blutüberströmt. Noch am Sonntag wurde sie operiert. Ihr Arm muss mit mehreren Platten stabilisiert werden.

Wie ermittelt wurde, handelt es sich bei der Kugel um ein Zubehörteil für Böllerschützen, das zum Verdichten des Pulvers verwendet wird. Der Mann, bei dem es sich nach Informationen der Münchner tz um einen erfahrenen Waginger Schützen handelt, meldete sich am Montag kleinlaut bei der Polizei. Er hatte in der Zeitung von der merkwürdigen Eisenkugel gelesen, und geschockt festgestellt: „Das ist doch mein Ladestock!“

Als die Schützen die Spieler des FC Bayern mit mehreren Salutschüssen begrüßten, hatte er den Ladestock, mit dem die Schützen das Schießpulver im Böller verdichten, vergessen. Durch den Schuss wurde die Eisenkugel dann etwa 70 Meter weit quer über das gesamte Spielfeld in die Zuschauertribüne „J“ katapultiert, wo sie die beiden Zuschauerinnen verletzte.

 „Das darf, das kann überhaupt nicht passieren“, meint dazu Werner Kammermeier (65). Der Landesreferent der Bayerischen Böllerschützen ist richtig sauer auf den Waginger Kollegen. „Die Kugel schaut ja vorn aus dem Lauf raus, die kann man doch gar nicht übersehen, und auch vom Gewicht her muss man das doch merken.“

Traumfans beim Traumspiel

Gegen den betreffenden Böllerschützen wird nun wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

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