Erlebnisbad: Nach zähem Beginn furiose Aufholjagd

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Im Erlebnisbad Ainring ist jetzt wieder Ruhe eingekehrt. Doch das Bild vom Rekordmonat Juli zeigt, dass Hochbetrieb in der Badeanlage herrschte. Über 20.000 Besucher kamen zwischen dem 21. und 31. Juli.

Ainring - Es hat doch noch eine erfreuliche Bilanz für die Gemeinde und ihr Schwimmbad gegeben: Es kamen 15.000 Besucher mehr als noch im Vorjahr. Der Juli hatte daran großen Anteil.

Die Freibadesaison 2013 war im Erlebnisbad Ainring wegen der nasskalten Witterung im Eröffnungsmonat Mai und auch im Juni von äußerst mageren Besucherinteresse gekennzeichnet. Doch dann wendete sich das Blatt schlagartig: Dank anhaltender tropischen Temperaturen im Juli und weiterhin zahlreichen Schwimmbegeisterter im Ferienmonat August keimte bei der Gemeinde die Hoffnung auf, dass für ihre kommunale Freizeiteinrichtung zumindest die Bilanz 2012 mit 77.225 Badegästen erreicht würde. In der Endabrechnung erwies sich die Quote fast noch sensationell, denn mit 92.652 Besuchern wurde das Vorjahresergebnis um mehr als 15.000 Besuchern übertrumpft.

Dabei soll jedoch nicht übersehen werden, dass das Schwimmbad mit 25.000 Quadratmeter Liegefläche und 2.135 Quadratmeter Gesamtwasserbereiche nach wie vor ein erheblicher Kostenfaktor für den gemeindlichen Haushalt ist. Die Eintrittseinnahmen decken die gesamten Ausgaben nicht annähernd ab.

Interessant sind die Besucher-Vergleichszahlen von 2012 und 2013. Die diesjährigen zwei Eröffnungswochen ab 1. Mai gestalteten sich - was den Saisonkartenverkauf anbelangte - im Vorfeld (da verbilligt) zufriedenstellend, dann allerdings ziemlich schleppend. Vor allem die kühlen Temperaturen der Tage vom 21. bis 31. Mai mit nur 440 Schwimmwilligen trotz Wassertemperaturen in den Becken von 26 Grad bedeuteten ein fast schon trostloses Minus. Insgesamt wurden im Mai 3821 "eisern durchhaltende Wasserratten" registriert, die sich von Wetterkapriolen nicht abhalten ließen. Doppelt soviel war die Zahl hingegen im Vorjahr. Auch der diesjährige Monat Juni blieb mit seinen anhaltend tristen Regentagen und verheerenden Hochwassersituationen im Umfeld – das Ainringer Schwimmbad war glücklicherweise nicht betroffen – hinter den Vorjahreszahlen zurück. 2012 waren es 23.300, heuer 19.391, die die Eingangspforte passierten.

Viele Besucher im Erlebnisbad in Ainring

Traumwetter im Juli lockt die Besucher

Dann aber drehte sich der Spieß, denn das überwiegend schöne und hochsommerliche Traumwetter lockte im Juli, dem dritten Monat seit der diesjährigen Badöffnung die rekordverdächtige Zahl von 41.560 Menschen sämtlicher Jahrgänge in die Anlage mit seinen vielfältigen Angeboten. Dagegen blieb das Vorjahr mit 16.015 im Juli weit zurück, wohl auch weil dieser Sommermonat 2012 regnerisch war.

Wie würde sich im Jahresvergleich der August entwickeln war die spannende Frage. Weil die vom Badpersonal akribisch vorgenommene tägliche Registratur der Besucherzahlen in der letzten Augustwoche trotz durchgehend optimaler Witterung und angenehmen Temperaturen doch deutlich nachließ, waren es am Monatsende in der Summe „nur“ 24.650. Da schnitt die Vorjahressaison mit 29.430 besser ab. Nicht so hingegen die abschließenden Badetage im September: 2012 kamen rund 1.000, heuer vom 1. bis Sonntag, 8. September, dem letzten Badetag, doch noch stattliche 3.230. Diese Zahl basierte auch bedingt auf der Tatsache, dass das herrliche Spätsommerwetter mit Hitzegraden bis zu 30 Grad zum Endspurt viele Badewillige ausnutzen wollten und die weiterhin gleichbleibenden Wassertemperaturen von 26 Grad ausnahmslos Lob fanden. Gleichfalls anerkannt wurde das angenehme Ambiente, die kostenlosen Warmwasserduschen, die sauberen Umkleiden und die einfach zu handhabenden Kleiderablagekästen. Ein seit Jahren eingespieltes freundliches Personal war jeglicher Situation gewachsen.

An 131 Tagen Schwimmbadbesuch möglich

An insgesamt 131 Tage war heuer der Schwimmbadbesuch möglich. Es gäbe viele Personen aufzuzählen, die kaum einen einzigen Tag versäumten um ihre Schwimmrunden zu drehen. Auffallend ist, dass unter diesen Stammgästen die Mehrheit älteren Jahrgängen zuzuordnen sind. So traf sich - ob bei schönen oder schlechten Wetter - immer die gleiche Clique. Man hat interessante Freundschaften geschlossen und wie zu erfahren, werden die Kontakte auch in den Wintermonaten mit regelmäßigen Treffs gepflegt.

schl

Quelle: BGland24.de

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