Erneuerbare Energien gefährdet?

+
Bärbel Kofler vor Ort am Waginger See mit (von links) Markus Österlein und Kai Stengle.

Ainring - Bei der Firma Energie-Kraft Süd in Ainring hat sich die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Kofler über die Auswirkungen der Kürzung der Förderung von Photovoltaikanlagen auf das Handwerk in der Region informiert.

Das seit 2003 aktive Unternehmen Energie-Kraft Süd ist spezialisiert auf Photovoltaikanlagen und konnte in den vergangenen Jahren den Betrieb kontinuierlich ausbauen. So sind momentan 30 qualifizierte Mitarbeiter beschäftigt.

„Die Regierung lässt die Förderprogramme für Erneuerbare Energien ausbluten und gefährdet bundesweit hunderttausende Jobs, auch in unserer Region sind Jobs in Gefahr. Unter dem Vorwand, die Verbraucher entlasten zu wollen, will sie die Vergütungen für Strom aus Solaranlagen drastisch senken. Die Zukunft der deutschen Solarbranche steht auf dem Spiel“, sagt die Bundestagsabgeordnete Bärbel Kofler.

„Im Moment ist die Planungssicherheit für unser Unternehmen stark gefährdet“, erläutert einer der beiden Geschäftsführer. „Noch bieten wir durch gute Auftragslage sichere Arbeitsplätze, doch die weitere Kappung der bereits geplanten Kürzung lähmt die gesamte Branche“. Der Markt treibe in eine Wartestellung, da Kunden, Hersteller und Handwerk abwarten wie sich die Lage im Bezug auf die Förderung durch den Staat entwickle. Geplante betriebliche Investitionen werden auf die lange Bank geschoben, da starke Verunsicherung bei den Unternehmen herrscht. „Bayern ist besonders betroffen, denn bei uns vor Ort stehen 40 Prozent der deutschen Photovoltaikanlagen auf Dächern und Feldern“, so Kofler. „Für uns als spezialisiertes Unternehmen in diesem Bereich ist Planung mit einer langfristig angekündigten und schrittweisen Kürzung der Förderung möglich. Der Markt könnte sich darauf ohne Probleme einstellen“, ergänzt Markus Österlein von Energie-Kraft Süd.

Wie sinnvoll die Fördermittel für die Wirtschaft bisher waren rechnet die Bundestagsabgeordnete an einem Beispiel vor: „Ein Euro Förderung hat jeweils mehr als sieben zusätzliche Euro private Förderung ausgelöst. So wurden bei Wärmedämmung und dem Programm für moderne Heizungen alleine in 2009 deutschlandweit mehr als 20 Mrd. Euro investiert.“ Deutsche Hersteller sind durch diese Programme erst zu weltweiten Marktführern geworden. Immer mehr Hausbesitzer sind bereit, mehr Geld in ihre Keller und auf ihren Dächern zu investieren, davon profitiert vor allem das Handwerk durch eine gute Auftragslage.

Bei der Besichtigung einer gerade in Erweiterung befindlichen Anlage in Petting wurde im Gespräch mit dem Eigentümer Johann Mayer deutlich, dass über den Nutzen der Anlagen kein Zweifel besteht und gerade in unserer Region viele Hausbesitzer über die Installation von Photovoltaikanlagen nachdenken. „Deshalb fordert die SPD-Bundestagsfraktion eine maßvolle Kürzung der Solarförderung, die eine dynamische Entwicklung der Branche und den Erhalt der Arbeitsplätze garantiert. Wir brauchen einen umfassenden Bestandsschutz für bereits in Planung befindliche Projekte, um deren Realisierung nicht zu gefährden. Die Kappung der Förderung von Ackerflächen ist ein Irrweg. Ich werde mich als Mitglied im Umweltausschuss für die Unternehmen in dieser Wachstumsbrache einsetzen und für den Erhalt von qualifizierten Arbeitsplätzen kämpfen“, betont Kofler.

Pressemitteilung Bärbel Kofler

Quelle: BGland24.de

Zurück zur Übersicht: Rupertiwinkel

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser